Leipzig bekommt ein neues Denkmal
Der Zeitplan für das neue Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals steht. Spätestens bis zum 9. Oktober 2014, zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution, soll es eingeweiht werden.
Momentan sei nur noch nicht klar, wo das von Bund und Freistaat Sachsen mit 6,5 Millionen Euro geförderte Denkmal stehen soll. Im Gespräch sind sowohl der Augustusplatz, als auch der Wilhelm-Leuschner-Platz. Laut Stadtverwaltung werden die Stadträte erst im kommenden Juni endgültig über den Standort entscheiden.
Danach soll zeitnah ein förmliches Wettbewerbsverfahren eingeleitet werden, um einen Gestaltungsvorschlag zu finden. Dabei sollen gezielt auch internationale Spitzenleute angesprochen werden. Im März 2012 möchte sich die Jury dann mit den eingesendeten Vorschlägen befassen, bevor der Stadtrat im Juni 2012 den Siegerentwurf bestätigen will.
Die verbleibende Zeit bis Oktober 2014 sei für die Planung und den Bau des Denkmals bestimmt.
Im Herbst 1989 war Leipzig der Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen. Sie trugen maßgeblich zum Fall der Mauer und dem Ende der DDR bei. Tausende Menschen gingen damals auf die Straße und setzten sich für ihre Bürgerrechte ein. Am 9. Oktober 1989 waren es 70.000 Demonstranten. Zum Gedenken beschloss der Bundestag am 09. November 2007 mit einem Denkmal an die Ereignisse in Leipzig zu erinnern. Der Stadtrat hat dem Projekt 2009 zugestimmt.
Mehr zu den Montagsdemonstrationen erfahren Sie in der Mai Ausgabe von G/Geschichte, die sich ausführlich dem Thema "DDR" widmet.
Lisa Schmitz
Datum: 14.2.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Leipzig, DDR, Montagsdemonstration, 1989, Ostdeutschland, Denkmal
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