Mögliche Veröffentlichung von Tonbändern der Watergate-Affäre
Ein amerikanischer Historiker stellt beim US-Justizministerium den Antrag, bisher nicht zugängliche Dokumente der Watergate-Affäre um Richard Nixon zu veröffentlichen.
Luke Nichter, Historiker an der A&M University-Central im Bundesstaat Texas, bat bereits vor einiger Zeit das US-Justizministerium, mehrere hundert geheime Unterlagen und Tonbänder der Watergate-Affäre zur weiteren Erforschung des Falles bereitzustellen. Am Freitag äußerte sich die Behörde erstmals hierzu. Eine Sprecherin gab bekannt, dass es über 40 Jahre nach der Affäre keinen Grund mehr gäbe, die Dokumente weiterhin zurückzuhalten. Ausgenommen sei allerdings alles, was die Persönlichkeitsrechte verletze, die „Grand Jury“ betreffe oder illegal aufgenommen worden ist.
Von der Veröffentlichung verspricht sich Nichter neue Erkenntnisse über die Hintergründe der Affäre und den damit in Zusammenhang stehenden Rücktritt von Ex-Präsident Richard Nixon. Besonders interessieren ihn dabei die Tonbänder der geheimen Befragung von Alfred Baldwin III., einem ehemaligen FBI-Agenten. Dieser hörte und schrieb Gespräche von einem Telefonanschluss der Demokratischen Partei mit, welchen die Einbrecher abhörten.
Ob der Zugang zu den Tonbändern gestattet wird, ist aber noch nicht klar. Denn, so äußerte sich Nichter am Samstag, die Freigabe mache zwar Hoffnung, aber er wisse selber noch nicht, zu welchen Unterlagen und und Tonbändern er letztlich Zugang erhalte.
Dominik Feldmann
Datum: 4.6.2012
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Water-Gate, Richard Nixon, FBI, Luke Nichter
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