New York City Museum stellt 9/11 Timeline ins Netz
Das New York City Museum hat gestern eine multimediale Zeitleiste des 11. Septembers im Internet veröffentlicht, die von Mitarbeitern des „National September 11 Memorial & Museum“ kreiert worden ist. Die Verantwortlichen wollen so Ordnung in einen total chaotischen Tag bringen.
Die Online-Zeitleiste besteht hauptsächlich aus Ausstellungsstücken des Museums. Sie soll Menschen helfen, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie sich der 11. September entwickelt hat. „Die Leiste nimmt einen vollkommen chaotischen Tag, der die Welt verändert hat und bringt die Geschehnisse in eine Reihenfolge, so dass sie für die breite Masse verständlich sind“, so Joe Daniel, der Präsident des Museums.
In den multimedialen Zeitstrahl sind Tonaufnahmen von Telefonaten, Berichte von Überlebenden und Augenzeugen sowie graphische Fotografien und Videoschnipsel eingearbeitet worden – alle in chronologischer Reihenfolge.
Los geht es um 5.45 Uhr. Der Startpunkt zeigt ein Foto der beiden Entführer Mohammed Atta and Abdulaziz al-Omari, wie sie durch die Kontrolle am Flughafen von Maine gehen, um nach Boston zu fliegen. Dort sind sie dann an Bord von Flug 11 gegangen, den sie später in den Nordturm des World Trade Centers gesteuert haben. Der Zeitstrahl endet um 20.30 Uhr mit der Rede, die George W. Bush am Abend an die Nation gerichtet hat.
Dazwischen skizziert er die Starts der vier verhängnisvollen Flüge und zeigt außerdem Bilder der Passagierlisten sowie Videos und Fotos des World Trade Centers, nachdem es bereits getroffen wurde.
Laut Daniels seien sich die Verantwortlichen des Projekts dem sensiblen Charakter dessen, was sie präsentieren, bewusst gewesen und wollten es deshalb auch dem Nutzer überlassen, ob er sich ein bestimmtes Bild oder Video näher anschauen möchte und welches Audiomaterial er sich anhören will. Trotzdem: Sie seien eine Institution, die Geschichte konservieren müsse. „Das heißt, auch etwas von dem schwierigen Material zu verarbeiten; das heißt, die Leute auch an die schwierigen Momente zu erinnern.“
Obwohl viele der „Ausstellungsstücke“ schon bekannt seien, hätten die Verantwortlichen auch versucht Material zu verwenden, das so noch nicht in der Öffentlichkeit zu sehen oder zu hören gewesen sei, so Jan Ramirez, Chefkurator des Museums. „Wir wollten das Bekannte, das was im Internet kursiert oder schon für Filmen verwendet worden ist, vermeiden und uns lieber auf das Material konzentrieren, das von ganz gewöhnlichen Menschen stammt, die in das Geschehen verwickelt waren.“
Die Zeitleiste im Internet: http://timeline.national911memorial.org/
Lisa Schmitz
Datum: 24.2.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
New York City Museum, 9/11, Terror, Timeline
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