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Nürnberg will als "Stadt der Menschenrechte" zum Unesco-Kulturerbe werden


Nürnberg hat sich bei der Unesco als „Stadt der Menschenrechte“ um den Status des Weltkulturerbes beworben. Der Oberbürgermeister Ulrich Maly erklärte gegenüber der "Zeit", dass die Nürnberger Prozesse als Gründung einer Weltstrafgerichtsbarkeit verstanden würden.


Nürnberg versucht schon seit Jahren mit seinem historischen Erbe umzugehen, was sich unter anderem mit der Straße der Menschenrechte und im Menschenrechtspreis der Stadt ausdrückt. Der bisher nur selbstvergebene Titel "Stadt der Menschenrechte" soll eine Wendung zum Positiven bezeichnen. Doch Maly betonte in dem Interview auch: „Wir sind der Ort der Täter – von den sogenannten Rassegesetzen über die Masseninszenierung der Reichsparteitage bis zur Verurteilung der Hauptkriegsverbrecher.“

Unter anderem soll ein Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände dafür Sorge tragen, dass diese Seite der Nürnberger und der Deutschen Geschichte nicht untergeht. Vom Unesco-Status erwartet Maly vor allem "internationale Anerkennung" der geleisteten Geschichtsarbeit.

Christine Strotmann


Datum: 23.3.2010
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Unesco, Nürnberg, Kriegsverbrecher, Drittes Reich, Reichsparteitag, Weltkulturerbe

 
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