Republikanischer Dichter Miguel Hernández rehabilitiert Die spanische Regierung hat den Dichter Miguel Hernández als Opfer der Franco-Diktatur anerkannt. Man werde dem Antrag der Familie des Poeten folgen und Hernández rehabilitieren, versprach das Justizministerium.
Die Familie des Dichters feierte die Entscheidung der Regierung. Sie kündigte aber auch an, in einem nächsten Schritt die Revision des im Jahr 1940 gefällten Urteils anzustreben, das Hernández wegen Landesverrates zum Tode verurteilte. Zwar wurde das Urteil in eine Haftstrafe von 30 Jahren umgewandelt. Brutalen Haftbedingungen ausgesetzt, starb Hernández aber bereits 1942 an den Folgen von Tuberkulose.
Der Entschluss der Regierung fällt zusammen mit einigen Feierlichkeiten anlässlich des 100. Geburtstages von Miguel Hernández. Hernández gilt neben Federico García Lorca als der bedeutendste spanische Dichter seiner Generation. Wie Lorca ergriff er in seinen Werken zu Zeiten des Bürgerkriegs Partei für die Republik und wurde dadurch zur Zielscheibe der Putschisten um General Franco. Marco Schrage
Datum: 23.2.2010 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Miguel Hernández, Franco-Diktatur, Spanien, Dichter, Rehabilitation
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