Rückkehr der Königsfamilie nach Montenegro
Dem Vorbild vieler anderer Ex-Monarchien folgend, hat nun auch Montenegro dem Oberhaupt seiner alten Herrscherfamilie, Prinz Nikola Petrovic-Njegos, die Rückkehr gestattet. Die Regierung erhofft sich dadurch eine Stärkung der nationalen Identität.
Der Großvater des Prinzen, Nikola I., hatte seit 1860 als Fürst über Montenegro regiert, zunächst in Abhängigkeit vom Osmanischen Reich. Bei dessen Zerfall lavierte der Petrovic-Njegos erfolgreich zwischen den Großmächten Russland und Österreich-Ungarn und konnte sich 1910 zum König von Montenegro krönen lassen. Beim vom Königreich Serbien 1918 erzwungenen Zusammenschluss des Königreichs der Südslawen (Jugoslawien) wurde Nikola I. zur Abdankung gezwungen. Er starb 1921 im französischen Exil.
Die Rückkehr aus Frankreich wurde nun dem heute 67-jährigen Enkel, einem Architekten, durch Parlamentsbeschluss gestattet; gleichzeitig wurde den Petrovic-Njegos ein Teil ihres Familienvermögens zurückgegeben. Prinz Nikola trat auch schon bei der Totenfeier für Otto von Habsburg als Repräsentant seines Landes auf. Die montenegrinische Regierung erhofft sich von der Präsenz der alten Herrscherfamilie eine Stärkung des Nationalbewusstseins, vor allem gegenüber dem Nachbarn Serbien.
Datum: 25.7.2011
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Montenegro, Nikola I., Petrovic-Njegos
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