Sterbliche Überreste des berühmtesten Banditen Australiens Ned Kelly identifiziert
Des Rätsels Lösung nach 130 Jahren: Die Überreste des berühmt-berüchtigsten Gesetzeslosen der australischen Zeitgeschichte sind nun endgültig identifiziert worden. Ned Kelly, auch bekannt als „Robin Hood der südländischen Hemisphäre“, wurde 1880 aufgrund seiner zahlreichen Vergehen erhängt. Sein Kopf bleibt allerdings verschollen.
Melbourne, das stillgelegte Gelände des Pentridge Prison: Schon 2008 sollen dort aus einem Massengrab die Gebeine des australischen Banditen Ned Kelly ausgegraben worden sein. Aber heute ist es Fakt: Mit Hilfe von DNA-Analysen konnten die Forscher des Victorian Insituts, die den Leichnam entdeckt hatten, feststellen, dass es sich bei den gefunden Knochen um das Skelett von Kelly handelt. Dabei hatte sich die Suche nach dem Verbleib des Ganoven als fast so schwer erwiesen, wie die Jagd nach ihm zu seinen Lebzeiten. Zusammen mit 33 anderen Gehängten wurde er am 11. November 1880 in einer Massengrabstätte beigesetzt. Nachdem sein Gerippe eindeutig definiert werden konnte, stellten die australischen Archäologen fest, dass trotz der sonstigen Vollständigkeit seines Skeletts, das Hauptmerkmal des Geächteten fehlt: der Kopf. Und der bleibt auch bis heute verschwunden.
Ned Kelly, der Sohn eines irischen Sträflings, entwickelte sich zu seinen Lebzeiten zu einem Volkshelden. Was zunächst nach dem Tod des Vaters der reine Kampf ums Überleben für sich und seine Familie darstellte, wurde schon bald zur Revolte gegen die britischen Nationalbehörden und damit auch ein, oftmals gewalttätiges, Engagement für die irische Unterschicht.
Vanessa Materla
Datum: 5.9.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Ned Kelly, Australien, Bankräuber, Hinrichtung
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