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Weltkriegsgranaten vor Helgoland bleiben im Meer


Trotz des Nervenkampfstoffs Tabun, der in den Sprengkörpern enthalten ist, werden die versenkte Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg nicht geborgen.

Wie Volker Dornquast, Innenstaatssekretär Schleswig-Holsteins sagte, bestehe keine konkrete Gefahr – trotz des Nervenkampfstoffs Tabun, der in den Sprengkörpern enthalten ist. Dornquast kündigte aber an, dass die Marine künftig ihre Übungen in dem Gebiet einschränken und ein Fischereiverbot ausgesprochen werden soll.


 Den Verzicht auf die Bergung erklärte der Staatssekretär mit der Gefahr für die beteiligten Taucher: Die knapp 6000 Feldgranaten mit einem Durchmesser von 10,5 Zentimetern könnten beim Heben aufgrund des nachlassenden Außendrucks aufplatzen. Es sei daher sinnvoller, die Waffen in einem in Seekarten verzeichneten Munitionsversenkungsgebiet zu beobachten.


 Die Munition stammt den Angaben Dornquasts zufolge von einem Eisenbahntransport der Wehrmacht, der im April 1945 durch Luftangriffe im niedersächsischen Kreis Diepholz gestoppt wurde. Die englische Armee hatte die Munition im Juni desselben Jahres dann vorübergehend in sieben Erdgruben gesichert. Im Sommer 1949 wurden die Granaten schließlich auf Anweisung der Britischen Militäradministration geborgen und anschließend vier Kilometer südlich von Helgoland im Meer versenkt.

 

Marco Schrage


Datum: 16.2.2010
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Helgoland, Granaten, Tabun, Nordsee, Zweiter Weltkrieg

 
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