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Seite 1 von 2 Das historische Online-Rätsel | |
Das historische Rätsel des Monats März 2008 Obwohl die heute von uns gesuchte Person einen besonders grausamen Beruf ausübte, und während ihrer langen „Karriere“ fast 3000 Menschen hingerichtet hatte, ist ihr Ruf dennoch nie nur negativ behaftet gewesen. Der Mann, der nicht zuletzt wegen seiner prominenten Opfer bekannt wurde, entstammte einer traditionsreichen französischen Henkersfamilie. Seit dem Mittelalter galten die Henker als ‚unehrliche Leute’ und lebten somit als Außenseiter am Rande der Gesellschaft. Da ihr Gewerbe erblich war, ging der Beruf stets vom Vater auf den ältesten Sohn über. Damit jedoch wollte sich jener jüngste Spross nicht abfinden, stattdessen begann er ein Medizinstudium. Aufgrund einer schweren Erkrankung seines Vaters wurde er jedoch gezwungen, den verhassten Beruf aufzunehmen, um die Existenz seiner Familie zu sichern. Bereits 1757, mit 17 Jahren, assistierte er seinem Onkel bei der extrem grausamen Hinrichtung des Königattentäters Damiens, der nach exquisiten Martern gevierteilt wurde. 1778 bekam er dann den blutroten Mantel, das Zeichen des Henkermeisters, von seinem Vater überreicht. Eine besondere Rolle spielte er während der blutigen Ereignisse der Französischen Revolution und in den Jahren des Schreckens 1793/94 unter Robespierre. Damals starben täglich bis zu 30 Personen durch die Hand des ‚Monsieur de Paris’ - des Henkers von Paris. Darunter befanden sich auch so berühmte Persönlichkeiten wie der Girondistenführer Danton, und schließlich sogar der französische König Ludwig XVI. und seinr Gemahlin Marie Antoinette. 1795übertrug er, von schwerer Krankheit gezeichnet, sein Amt an seinen Sohn.
1789 hatte er an den Debatten teilgenommen, welche schließlich zur Einführung der Guillotine, als einer Einrichtung zur ‚humaneren’ Hinrichtung, führten. Indem er seine Opfer sezierte, versuchte er herauszufinden, wie deren Leiden verringert werden könnten. Außerdem beschäftigte er sich mit der heilenden Wirkung von Kräutern, welche er in seinem Garten anbaute. Als Musikfreund traf er sich des öfteren mit dem deutschen Instrumentenbauer Tobias Schmidt, der aufgrund seines handwerklichen Geschicks schließlich die Guillotine konstruierte, mit der er seine berühmtesten „Kunden“ vom Leben zum Tod beförderte.
Wer war’s?
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