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Das historische Online-Rätsel | |
Auflösung
Li Si, 280 v. Chr. bis 208 v. Chr., war Kanzler unter der Herrschaft des Ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi. Er stammte aus dem Reich Chu und genoss dort die Erziehung eines bedeutenden Konfuzianers, Xun Zi. Ironischerweise stellte sich Li Si bald als erbitterter Feind dieser Lehre heraus: Auf dem Höhepunkt seiner Macht ordnete der Kanzler die Verbrennung konfuzianischer Bücher an. 460 Gelehrte ließ der eiserne Verfechter des Legalismus lebendig begraben. Li Si, der als Verwaltungsbeamter begonnen hatte, machte sich um 247 v. Chr. ins Nachbarreich Qin auf, in der Hoffnung, in der Politik zu Ruhm und Ansehen zu gelangen. Lü Büwei, der einflussreiche Kaufmann und Minister des Königs von Qin, führte Li Si in den Hofstaat ein. Dank dieser Verbindung stieg Li Si bald zum Minister für Maße und Gewichte auf; auch die Reform des Schriftsystems führte er äußerst effizient durch. Das Alte war ihm so suspekt und seine Vision eines geeinten Chinas so dominierend, dass er ab 213 v. Chr. sogar die Vernichtung der Reichsgeschichte von Qin anordnete. Nach dem Tode des Ersten Kaisers wetteiferten Li Si und Zhao Gao um die Gunst des von ihnen auf den Thron gehobenen Qin Er Shi. Li Si gelang es jedoch nicht, sich gegen die Intrigen seines Rivalen Zhao Gao, dem obersten Eunuchen, zur Wehr zu setzen. Auf Anordnung des neuen Kaisers landete der virtuose Ränkeschmied schließlich selbst auf dem Schafott.
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