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Seite 1 von 2 Das historische Online-Rätsel | |
Das historische Rätsel des Monats Dezember 2008
"Am Abend wird man klug // Für den vergangenen Tag, // Doch niemals klug genug // Für den, der kommen mag." Weise Worte von einem, der die Weisheiten des Ostens studierte.
Unsere gesuchte Person hat einen steilen Aufstieg vom Dorfmannssohn über eine Professur bis hin zu einer Stellung am Hofe des preußischen Königs Friedrich Wilhelms IV. hinter sich. Dabei war er sich anfangs seiner Karrierewünsche nicht recht bewusst: Kurz studierte er Jura, dann Philologie, ein Zwischenspiel als Gymnasiallehrer folgte, dann aber zog er sich als Privatlehrer zurück nach Würzburg.
Eines jedoch verlor er nie aus den Augen: Das Schreiben verfolgte er weiter, und er veröffentliche immer wieder Gedichte und andere Werke, darunter auch die berühmten „Kindertodtenlieder“, die später von Mahler vertont wurden. Darin betrauert er den Tod von zweien seiner Kinder an Scharlach. Mit diesem Werk endet auch 1834 sein künstlerisches Schaffen.
Lang blieb er nicht in Würzburg. Nach einer Italienreise aber war er sich beruflich seiner Sache sicher, denn er hatte unterwegs in Wien Persisch gelernt. In Rom hatte er auch den Kupferstecher Carl Barth kennengelernt, und er prägte den Satz: „Mein lieber Freund und Kupferstecher“.
Er übersetzte den Koran teilweise und die Hamasa, arabische Volkslieder, ganz. Damit wurde er ein so großer Experte in der Orientalistik, dass er 1826, mit 38 Jahren, einen Ruf als Professor für orientalische Sprachen und Literaturen nach Erlangen erhielt. 15 Jahre später berief ihn der König an seinen Hof nach Berlin, aber dort fühlte er sich nicht wohl und zog bald nach Coburg. Der Begründer der deutschen Orientalistik starb 1846.
Wer war's?
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