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Seite 1 von 2 Das historische Online-Rätsel | |
Das historische Rätsel des Monats September 2008
Dieser Angehörige einer mächtigen Herrscherfamilie sollte eigentlich Geistlicher werden. Daher erhielt er eine gute Bildung, wurde aber beim Erbe mit nur wenig Land bedacht.
Er war der jüngste Sohn eines großen Herrschers und einer politisch stark engagierten Frau und angeblich war er der Lieblingssohn seines Vaters. Von seinem Vater erhielt er daher die Mitgift seiner Mutter zugesprochen, die dann aber, nach des alten Königs Tod, von der Mutter dem älteren Bruder übergeben wurde. Dies führte zu einem dauerhaften Streit zwischen den Brüdern. Der jüngere intrigierte hartnäckig gegen seinen Bruder, konnte sich jedoch nicht gegen ihn durchsetzen. Doch als der nunmehrige König für einen Kreuzzug das Land verließ, kam er nicht umhin, den ungeliebten Bruder zum Regenten einzusetzen. Die Rückkehr des Königs verzögerte sich jedoch um unerwartete Jahre und damit verlängerte sich eine Regentschaft, die von vielen Legenden erfüllt wurde. Der König kam dann doch zurück, und der jüngere Bruder musste zähneknirschend wieder in die Reihe der Vasallen zurücktreten. Doch der Bruder starb wenig später im Kampf, und nun konnte er endlich den Thron besteigen. Davor ließ er aber noch seinen Neffen, der ebenfalls Anspruch auf die Krone erhob, ermorden.
Seine Herrschaft war von dauernden Streitigkeiten mit Frankreich geprägt. Das dafür nötige Geld holte er sich von Adel und Klerus. Diese brachten ihm daher großen Widerstand entgegen, der sich schließlich in einer wichtigen Urkunde niederschlug, die die Macht der Krone für alle nachfolgenden Zeiten einschränkte. Um sich gegen die Franzosen abzusichern, heiratete der die Kusine des französischen Königs. Die Kämpfe dauerten jedoch weiter an und unter seiner Herrschaft erlitt sein Land enorme Gebietsverluste.
Eine zeitlang war er exkommuniziert, da er sich in die Ernennung von kirchlichen Ämtern einmischte. Er kapitulierte jedoch vor dem Papst und verpflichtete sich zu Tributzahlungen an den Heiligen Stuhl, was ebenfalls nachfolgende Herrschergenerationen belastete. Obwohl er allgemein eher negativ gesehen wurde, war er ein durchaus fähiger Herrscher, der sein Land im Inneren stabilisierte. Er gilt als brutal und unsympathisch und wird noch bis heute so dargestellt. Er soll im Übrigen der Erste seines Landes gewesen sein, der einen Morgenmantel trug.
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