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Germanisches Nationalmuseum

„Luther, Kolumbus und die Folgen – Welt im Wandel“

Reformation, Klimawandel, Amerika, Astronomie: In der Frühen Neuzeit veränderte sich die Sicht auf die Welt. Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg zeigt eine Gesellschaft zwischen Zukunftsfreude und Zukunftsangst.

Mönchsautomat aus Pappelholz

Der Automat in Mönchsgestalt wurde um 1560 aus Pappelholz und Eisen gefertigt. Vermutlich stammt er aus Süddeutschland oder Spanien. | © Deutsches Museum München

Luther, Kolumbus und Copernicus hatten eines gemeinsam: Sie alle waren Revolutionäre wider Willen. Luther wollte keineswegs eine neue Konfession begründen, sondern die Kirche lediglich zu ihren Wurzeln zurückführen, Kolumbus plante keine „Neue Welt“ zu entdecken und Copernicus berief sich bei seinem heliozentrischem Weltbild auf antikes Wissen.

Aufbruchstimmung und Endzeitangst

Dennoch brachten die Drei das Weltbild ihrer Zeitgenossen ins Wanken. Wie, das zeigt ab dem 13. Juli eine Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Etwa 200 Exponate sollen das Nebeneinander von Aufbruchstimmung und Endzeitangst veranschaulichen.

Zu sehen sind zum Beispiel eigenhändige Manuskripte der drei Protagonisten, Globen, Objekte aus fernen Ländern, Endzeitgemälde oder ein Mönchsroboter, der im 16. Jahrhundert für Kurzweil sorgen sollte.

App zur Ausstellung

Am Ende der Ausstellung stellen die Macher die Frage: „Wie gehen wir mit Veränderungen um?“ Auf Tablets können Besucher diskutieren und die Schau kommentieren.

Tipp: Auf der Website „Welt im Wandel“ können sich Interessierte vorab informieren, einen Blick hinter die Kulissen werfen oder eine App zur Ausstellung herunterladen.

Luther, Kolumbus und die Folgen. Welt im Wandel. 1500 – 1600
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
13. Juli bis 12. November 2017

weltimwandel.gnm.de

Zuletzt geändert: 12.7.2017

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