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Linden-Museum Stuttgart

„Oishii! Essen in Japan“

Wer eine fremde Kultur verstehen will, muss ihre Küche kennen. Nun öffnet eine Ausstellung im Stuttgarter Linden-Museum den Weg in die kulinarische Welt Japans.

Ramen

Oishii: Ramen, Nudelsuppen, gibt es in unzähligen Varianten. Ursprünglich stammt das Gericht aus China. Allmählich wurde es an den japanischen Geschmack angepasst. | © Linden-Museum Stuttgart/Anatol Dreyer

Kochen gilt in Japan als Kunstform. Der Ausruf Oishii bedeutet im Japanischen so viel wie »Es schmeckt mir« und ist ein geläufiges Wort, um seine Freude am Tisch auszudrücken. Die gehobene japanische Küche erfordert absolute Qualität. Das Gemüse muss saisonal sein, der Fisch frisch. Thunfische in Spitzenqualität können Preis bis 50 000 Dollar erzielen. Auf der ­anderen Seite des kulinarischen Spektrums stehen Ramen, preiswerte Nudelsuppen.

Das Stuttgarter Linden-Museum lädt mit seiner Ausstellung »Oishii! Essen in Japan« zu einer kulinarischen Reise ein. Präsentiert werden nicht nur Originale aus der eigenen Sammlung, sondern auch zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland. Darunter befinden sich wertvolle Holzschnitte und kostbare Keramik. Die Objekte erzählen von der tiefen Bedeutung von Essen und Trinken für die japanische Gesellschaft.

Tee, Sake und Bento-Boxen

Die Besucher erfahren zum Beispiel, dass Sake ein elementarer Bestandteil vieler shintoistischer Riten ist und Tee eine spirituelle Bedeutung für den Zen­buddhismus hat. Die Ernsthaftigkeit der Teezeremonie spiegelt auch das strenge Design der Teeschalen wider. Von amüsanten Stunden in der Natur hingegen künden die Sakeju, Picknicksets aus lackiertem Holz. Sie sind Vorläufer der modernen Bento-Boxen mit allerlei delikaten Appetithäppchen aus Reis und Fisch: »Oishii!«

Oishii! Essen in Japan
Linden-Museum Stuttgart

15. Oktober 2016 bis 23. April 2017
www.lindenmuseum.de

Hinweis: G/GESCHICHTE ist Medienpartner der Ausstellung.

Zuletzt geändert: 1.9.2016

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