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Zitat von 913Chris Zitat:
Zitat von RedScorpion Für mich ist aber schon a bisserl erstaunlich, dass Du nicht siehst, dass die Antwort auf die Frage "Planung ab wann und wozu" Auswirkungen haben könnte auf die Verantwortlichkeiten generell, | Wie kommst du darauf, dass ich das nicht seh? Natürlich war Hitler verantwortlich, auch wenn er delegiert hat. Er war der spiritus rector.
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Jaja; wobei ich persönlich einem Irren aber verminderte Schuldfähigkeit als mildernden Umstand anerkennen würd';
aber das meinte ich nicht: Es ging mir um die Verantwortlichkeiten der Bev.,
welche unterschiedlich gewichtet werden muss, wenn von später Planung (oder gar keiner Planung) ausgegangen wird.
Denn Ergebnisse bzw. Umsetzungen von Planungen sind meist alles andere als unsichtbar bzw. -hör- und -riechbar.
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Zitat von 913Chris ... Zitat:
Zitat von RedScorpion und die Position in Sachen Debatte zwischen Funktionalisten und Intentionalisten (vllt nicht gerade linear, aber immerhin) in Relation steht zu Auseinandersetzungen wie dem Historikerstreit und Bubis-Walser. | Danke, dass du unsere Diskussion in solche Höhen hebst...
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Damit meinte ich eigentlich nur, dass am Ende sowas 'rauskommen kann wie bei Walser.

Dass eben das Risiko besteht, evtl. als Resultat oder Konkomitanz von Positionen, die eben zumindest teilweise vom Funktionalismus gespeist werden.
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Zitat von 913Chris ... Zitat:
Zitat von RedScorpion Wie man Hitler als nicht mordlüstern begreifen könnte, versteh' ich auch nicht (ist noch nicht einmal so, wenn man "mordlüstern" mit "besonders grausam" gleichsetzt). | O.k.
Meine Definition von "mordlüstern": Jemand, der gern mordet - eigenhändig.
Hitler hat, so weit ich das sehe, außer vielleicht während des Krieges, nie eigenhändig gemordet. Nicht einmal seinen Hund hat er m.W. eigenhändig vergiftet, sondern das machen lassen.
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Ja, nur ist das eigentlich bei allen Massenmördern so;
und wenn man es eng sieht, bei allem, was technologisch über ein Messer hinausgeht.
Würd' ich nicht unbedingt mit "nicht wirklich mordlüstern" gleichsetzen (btw halt ich auch Stalin für grausam und mordlüstern, was man aber lange Zeit nicht belegen konnte oder wollte; der Unterschied zwischen Hitler und Stalin besteht nicht so sehr in der Grausamkeit, sondern eher in der jeweiligen Not oder eben Ohnenot auf der einen, in der "Staatsführungskunst" auf der anderen Seite).
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Zitat von 913Chris ...
Hitler wies aber eine (im negativen Sinn) bemerkenswerte Gefühlskälte auf, wenn es um das Schicksal von Menschen ging, die er nicht für "wertvoll" hielt. Mag mit seiner Auffassung von Sozialdarwinismus zusammenhängen, jedenfalls scheint er nicht die geringsten Hemmungen gehabt zu haben, Menschen in beliebig hoher Zahl töten zu lassen, wenn´s ihm in den Kram passte oder wenn´s seiner Ideologie entsprach.
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Jein.
Es ist ein Unterschied, ob jemand hemmungslos, leichtfertig oder fahrlässig auch Millionen Menschenleben auf dem Schlachtfeld dem realen Todesrisiko aussetzt,
oder ob sich der Verantwortliche dafür daran labt und jene Kämpfenden wissentlich und in voller Absicht, ohne Not, diesem Risiko ausgesetzt hat.
Und von dort bis zur Shoa z.B. ist noch ein weiterer Schritt.
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Zitat von 913Chris ... Zitat:
Zitat von RedScorpion Könnte man, wenn man wollte, in Relation sehen zum ersten Punkt oben.
Hoffe, dass dem nicht so ist. | Nimm einfach mal das bestmögliche an.
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Tue ich ja; ich kenn' Dich durchs Forum ja schon länger.
Für einen ziemlichen Newbie wirkt aber manches, was Du schreibst, ein bisschen wie Walser.
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Zitat von 913Chris ...
Ich weiß jetzt nämlich nicht genau, was du meinst. Besteht denn deines Erachtens ein Zusammenhang zwischen der Mordlüsternheit Hitlers und seiner Verantwortung für den Holocaust? M.E. eher zwischen seiner Hemmungslosigkeit im Umgang mit anderen Leben und dem Holocaust, aber auch mit dem gesamten Kriegsgeschehen sowie der Vorgeschichte zu beidem.
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Ich mein' ja auch 'nen Zusammenhang zwischen Mordlust Hitlers und der Verantwortung der Bev. (oder der damaligen "Eliten" Ds).
LG