| Ein wesentliches Motiv für Deutschland, überhaupt in den Krieg einzutreten, war der Wunsch, Frankreich zu schlagen, solange es noch zu schlagen war. Außerdem hoffte man wohl, die inneren sozialen Probleme durch eine Welle nationaler Begeisterung übertünchen zu können.
Über konkrete Kriegsziele machte man sich erst nach Kriegsausbruch Gedanken, die waren aber dafür umso fantastischer: Vor allem wollte man im Osten Russland deutlich schwächen, indem seine von Minderheiten besiedelten Gebiete (vor allem Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ukraine) zu eigenen, von Deutschland abhängigen Staaten werden sollten. Vor allem der Ukraine sollte eine große Bedeutung als Kornkammer zukommen. Diese Ziele wurden durch den Frieden von Brest-Litowsk dann auch verwirklicht.
Im Westen sollten Luxemburg und der flämische Teil Belgiens annektiert werden.
In erster Linie sollte also die deutsche Macht in Europa vergrößert werden. Eine Erweiterung des Kolonialreiches spielte demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle. Da dachte man vor allem an die Mitte Afrikas, um die schon vorhandenen Kolonien miteinander zu verbinden.
__________________
Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
|