Zitat:
Zitat von Triton Und Admiral Lütjens war weder Nazi noch unfähig. Er galt als außergewöhnlich intelligent und pflichtbewußt, Raeder vertraute ihm als einzigem Admiral blind. Alle seine Entscheidungen waren nachvollziehbar, zum Teil sogar brillant und immer mit Überblick gefällt worden. Dagegen war Kapitän Lindemann ein zwar sehr guter Mannschaftsführer, aber zu emotional und unkontrolliert. Nach dem Torpedotreffer in die Ruderanlage saß er unansprechbar auf der Brücke und starrte ins Leere...
Die Anekdote mit der Feuereröffnung ist doch ein Ammenmärchen von von Müllenheim-Rechberg. Niemand außer ihm erzählte diesen Käse, der in der Kriegsmarine undenkbar war (Befehlsverweigerung). In Wirklichkeit war weder der Gegner identifiziert (man nahm Kreuzer an) noch ist es üblich, sich auf spitz zulaufende Gegner auf irrwitzige Entfernung einzuschießen.
Lütjens hat beim Unternehmen "Berlin" seine außergewöhnlichen Fähigkeiten bewiesen und "Rheinübung" bis zum Treffer in die Ruderanlage völlig überlegen geleitet. Ohne den Glückstreffer in die Ruderanlage wäre er mit jedem Orden behangen worden, den das Reich hergab.
Und was wäre die Alternative zum Atlantikeinsatz gewesen? So eine Gammelkarriere wie Tirpitz? Churchill hat nie verstanden, warum die Deutschen die Tirpitz nicht auch in den Atlantik geschickt haben, wofür sie gebaut wurde. |
Hallo Triton.!
da bin ich ganz gepflegt anderer Meinung.
Schon allein, daß Raeder ihm bedingungslos vertraut hat...ist ein Hinweis.
Und daß er (= Lütjens ) in einem beginnenden Gefecht einen derartigen Befehl über die Realität stellt...zeigt ganz eifach folgendes.:
Der Admiral stellt Ideologie ÜBER die Realität...
JETZT kämen wir eigentlich zu ein paar theoretischen Erwägungen, aber die lassen wir hier mal weg.
ABER.:
JEMAND....der wegen seiner Ideologie eine Selbstvernichtung ( und folgend die seines Schiffes -- darausfolgend die des Staates ) in Kauf nimmt...
...ist für mich ein Ideologe.
Und das kann in diesem Falle nur ein Nazi sein.
DAS...
...zeigt auch das weitere Geschehen und Verhalten des Admirals.:
Also.:
Die Hood ist versenkt...die Prince of Wales dampft ab.
Die Bismarck dreht ab...man begutachtet die Schäden.
WAS
...machen die Engländer:?
Die halten mit zwei leichten Kreuzern, die aber die damals beste und allerneueste Radar-Anlage hatten, Kontakt.
Die beiden Kreuzer hatten Order, außerhalb der Reichweite der 38er zu bleiben...aber per Radar Kontakt zu halten. natürlich *unsichtbar* und sich nicht in Gefechte verwickeln zu lassen.
Jetzt macht Lütjens tatsächlich mal was gescheites und *hängt die beiden Kreuzer ab*. mit einem richtig schönen geschickten Manöver.
DAS
...war richtig gut gemacht...und die Engländer wußten nicht mehr, wo die Bismarck war.
Sie tappten im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln...
UND.:
Die Bismarck wußte dies auch.!
Jetzt hätte das Schiff also mehr oder weniger unbehelligt einen Hafen in FRA ansteuern können:?
ABER.:
Was tut unser Lütjens.:
Obwohl er weiß, das die Engländer NICHT wußten, wo er war, ließ er einen 20-minütigen Funkspruch absetzen.!
und dann...nach kurzer Zeit.:
Ließ er den Funkspruch wiederholen.
Also.:
2 X 20 Minuten Funkspruch:!
Die Engländer dankten es ihm mit *Einpeilung* und fingen an, Flugzeuge loszuschicken, die jetzt besser wußten, in welcher Richtung sie suchen mußten.
Triton -- Triton.:
DAS klingt eindeutig NICHT nach Erfahrung und *Qualität*. Das ist schlicht *strafbar* und wurde auch mit der Versenkung der Bismarck *bestraft*.
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Die Engländer fanden dann auch die Bismarck und attackierten sie, obwohl das eigentlich völlig irre war.
Mit veralteten Doppeldeckern gegen ein voll bewaffnetes Schlachtschiff, das natürlich bestens gegen Torpedos gepanzert war.
Getrieben wurden sie dabei von Churchill, dem die Vernichtung der Bismarck sehr am Herzen lag.
Tjaaaa...und ähnlich wie bei der Hood geschah das total unwahrscheinliche.:
Ein Torpedo verklemmte sich im Ruder.
Das sind ja alles bekannte Fakten...
ABER.:
Ich stelle die Unwahrscheinlichkeit, daß schon die 3.Salve der Bismarck die Hood explodieren ließ...
...in ein Verhältnis mit.:
der Unwahrscheinlichkeit, daß ein derart gepanzertes Schiff mit einem einzigen Torpedo an dieser Stelle lahmgelegt werden kann.
Unwahrscheinlichkeit gegen Unwahrscheinlichkeit.! Ein echtes YIN & YANG.!
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Und.:
DAS ALLES spricht nicht für Lütjens.
Ich kenne einige führende Marine-Historiker, die der Meinung sind, daß Lütjens die Bismarck regelrecht *verdaddelt* hat.
Verdaddelt wie im Casino.
Schlußbemerkung.: Vielleicht ist genau DESHALB ein Zerstörer der Bundesmarine nach dem Admiral benannt worden.?