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24.02.2009, 18:49
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 24.02.2009 Ort: Oberbayern
Beiträge: 884
| Ardennenoffensive - Noch ein Sieg möglich? Hi
ich habe letztens gedacht das vielleicht nicht Kursk die letzte Chance unserer Wehrmacht war den Krieg zu gewinnen, sondern das sogar noch wenn in der Ardennenoffensive ein Deutscher Sieg herausgesprungen wäre und wir die Alliierten wirklich zurück ins Meer gedrängt hätten ein kleiner Sieg möglich gewesen wäre.
Hätte man dann mit den Westalliierten vielleicht noch einen Frieden aushandeln können bei dem sich die Wehrmacht auf die Westgrenze von vor dem Krieg zurückzieht.
Dadurch wären wieder viele Divisionen für die Ostfront frei geworden und auch unsere Wirtschaft hätte wieder besser produzieren können, da die Alliierten ihre Bombardements eingestellt hätten.
Und somit hätte man vielleicht die Russen an der Ostfront soweit stoppen können das sie sich unter dem Aspekt der riesigen Menschenverluste auch irgendwann auf einen Frieden hätten einlassen müssen.
Ich hoffe ich habe euch die Idee so rübergebracht das man erkennt was ich meine =D
Also was denkt ihr über das geschriebene? |
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24.02.2009, 18:56
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.340
| Servus!
Ich denke, dass bei der Ardennenoffensive der Zug für einen Frieden mit den Alliierten schon laaaaaaaaaaange abgefahren war. Das ganze war nur noch ein Rückzugsgefecht, wobei die deutsche Heeresführung wohl noch immer gehofft hatte, die Allierten würden, um zu grosse Verluste zu vermeiden, ihren Vormarsch einstellen und verhandeln, mit genau den Argumenten, die du gebracht hast.
Da den Briten und vor allem den US-Amerikanern aber schon klar war, dass die Deutschen am Ende waren, hätte ein deutscher Sieg in den Ardennen bestenfalls einen Aufschub gebracht für Deutschland, nicht mehr. Die Ardennen wären umgangen worden oder in einem zweiten Anlauf erobert worden, die deutsche Rüstungsindustrie hätte um keinen Deut besser produzieren können, da sie größtenteil eh schon zerbombt war, fpr die Ostfront wären eher weniger Truppen zur Verfügung gestanden, weil ja die Ardennen auch gehalten hätten werden müssen...
VG
Christian |
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24.02.2009, 19:27
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 10.12.2008 Ort: Unterfranken
Beiträge: 210
| Zitat:
Zitat von 913Chris Servus!
Die Ardennen wären umgangen worden oder in einem zweiten Anlauf erobert worden, die deutsche Rüstungsindustrie hätte um keinen Deut besser produzieren können, da sie größtenteil eh schon zerbombt war, fpr die Ostfront wären eher weniger Truppen zur Verfügung gestanden, weil ja die Ardennen auch gehalten hätten werden müssen...
VG
Christian | Grundsätzlich gebe ich dir recht, aber die Produktion der deutschen Rüstungsindustrie befand sich am Ende des Krieges auf dem Höhepunkt. Zum einen lag das daran weil Frauen gezwungen wurden mitzuhelfen zum anderen weil die nötigen Anlagen rechtzeitig unterirdisch verlagert wurden.
Aber klar ist das Deutschland keine Chance hatte, weil sie materiell schon vor der Zerbombung Deutschlands weit den Alleirten unterlegen waren. |
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24.02.2009, 21:28
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.340
| Servus! Zitat:
Zitat von Fradiabolo die Produktion der deutschen Rüstungsindustrie befand sich am Ende des Krieges auf dem Höhepunkt. Zum einen lag das daran weil Frauen gezwungen wurden mitzuhelfen zum anderen weil die nötigen Anlagen rechtzeitig unterirdisch verlagert wurden. | Das hätte Deutschland aber nicht lang ausgehalten.
Bei Gärtnern sind sog. "Paniktriebe" bekannt: Wenn eine Pflanze kurz vor dem Ersäufen oder Austrocknen oder sonstigen Exitus ist, treibt sie noch schnall extra Triebe aus, um vielleicht doch noch zu überleben oder Nachkommen zu erzeugen. So ähnlich stelle ich mir auch diesen späten Höhepunkt der deutschen Rüstungsproduktion vor...
VG
Christian |
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24.02.2009, 22:46
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Zitat:
Zitat von Fradiabolo Grundsätzlich gebe ich dir recht, aber die Produktion der deutschen Rüstungsindustrie befand sich am Ende des Krieges auf dem Höhepunkt. Zum einen lag das daran weil Frauen gezwungen wurden mitzuhelfen zum anderen weil die nötigen Anlagen rechtzeitig unterirdisch verlagert wurden.
... | ... und natürlich durch die Sklavenarbeit durch Zwangsverschleppte und Kriegsgefangene, im Dienste von Albert Speer. Zitat:
Zitat von Fradiabolo ...
Aber klar ist das Deutschland keine Chance hatte, weil sie materiell schon vor der Zerbombung Deutschlands weit den Alleirten unterlegen waren. | M.E. war bei gegebener Situation Kursk die letzte Chance, einen "Sieg" zu erringen, zumindest im Osten; aber schon da zeigte sich, dass ein relativer Sieg in einer Schlacht die Entscheidung eigentlich nicht mehr näherbringen zu vermochte.
Allerdings hätte die Ardennenoffensive wahrscheinlich genau dann Erfolg gehabt, wenn
es keinen Holocaust gegeben hätte,
die dt. politische Führung den besetzten Ländern einen gerechten Frieden angeboten hätte,
die Besatzungskosten nicht derart aufgehalst hätte, und die Sölde nicht in einheimischer Währung gezahlt hätte (was zu Inflation und Zsbruch der heimischen Wirtschaft führte),
mit anderen Worten: Wenn der einzelne Europäer der Meinung gewesen wäre, durch den militärischen Sieg Ds würde ihm etwas geboten, was er (zumindest in einigen Ländern wie der UdSSR z.B.) vorher nicht hatte, nämlich z.B. Sicherheit.
Weil dem leider aber nicht so war, lieferte man den Alliierten das beste Argument für einen gerechten Krieg, das man sich nur wünschen konnte (und hier könnte man böse nachfragen, ob eine besonders brutale und ausbeuterische dt. Führung möglicherweise durchaus hier und da erwünscht war, was eigentlich ein Gegenargument bez. der Briefe Churchills im Besitz Mussolinis ist)....
LG |
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25.02.2009, 00:10
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 25.01.2009
Beiträge: 2.160
| Verzögerung ja, mit folgen Sieg Nein. Kommt darauf an was du mit Sieg meinst. Ein Sieg war nach 1941 ( Kriegserklärung Amerika gegen Japan und Deutschland nicht mehr möglich.)
Sobald die Amerikaner auf dem Kontinent auftauchen ist der Krieg für Deutschland verloren. 0 ton Churchill. Was hingegen möglich gewesen wäre ein Attentat auf Hitler ( Tod von Hitler) . Dann ein Friedensvertrag mit Deutschland mit Konditionen wie Kriegsverbrecher Tribunal und Verurteilung. Die Ardennen Offensive, ermöglichte den Russen den Vorstoss gegen Berlin zu beschleunigen. Weil Truppen und Panzer fehlten bei der Armee gegen die Armee von General Schukov. Wäre der Vorstoss bei den Ardennen ein Erfolg gewesen. So hätte spätesten eine Woche danach die Alliierten Air Force, die deutschen Panzer von Luft aus Zerstört. Die Ardennen war ja nur so lange erfolgreich, weil die Air Force nicht eingreifen konnte (Wegen schlechten Wetter). Vielleicht hätte man das Manhatten Projekt beschleunigt um weniger Tode und Verwundetet zu haben aber auch den Russen zu zeigen das man nicht die ganz Deutschland unter Sowejtfahen haben wollte. Ich glaube man hätte die Atombombe über Deutschland abgeworfen und nicht über Japan. Das wäre bestimmt die Folge gewesen. |
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25.02.2009, 21:41
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Ganz realistisch betrachtet hatte das 3. Reich nie eine Chance, den 2. Weltkrieg zu gewinnen. Es kämpfte gegen 3/4 der Welt und eine Anzahl von Soldaten, die die Bevölkerung Deutschlands überstieg.
Die Möglichkeit, einen Krieg zu gewinnen, gab es nur vor Barbarossa. Russland ist einfach zu groß, um vollständig besetzt zu werden, und Stalin zu wahnsinnig, um aufzugeben. Der hätte sich wie Hitler irgendwann in einem Bunker in Sibirien erschossen. Und um bis dahin zu kommen, reichten die Ressourcen Hitlers Dank der englischen Blockade nicht mal im Ansatz.
Auch ein fehlender Kriegseintritt der Amerikaner hätte nichts am Ergebnis geändert, allerdings hätte die Sowjetunion dann ganz Europa und nicht nur die Hälfte besetzt. Vielleicht hätten die Briten mit einer reduzierten Version des D-Day Frankreich retten können, aber mehr wäre nicht drin gewesen.
Natürlich muss man dazu sagen, dass die Sowjetunion dann so ausgeblutet gewesen wäre, dass sie sich über Jahrzehnte nicht davon erholt hätte. |
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26.02.2009, 11:57
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#9 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Majestät
Registriert seit: 19.02.2008 Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 5.151
| Ardennenoffensive Ich meine, dass mit dem D-Day am 6.6.1944 der endgültige Todeskampf des III. Reiches begann. Zeitgleich wurde in Russland die gesamte Heeresgruppe Mitte vernichtet. Die Ardennenoffensive hätte unter 2 Prämissen erfolgreich verlaufen können: a) Schlechtes Wetter auf Dauer, was den Start der alliierten Luftwaffe verhindert hätte und b) das Vorhandensein einer wirkungsvollen deutschen Luftwaffe. Beides war nicht der Fall bzw. illusorisch von Beginn an. So waren die Aussichten von Vornherein schlecht. Auch die größte Tapferkeit nützte nichts gegen einen materiell in allen Dingen hochüberlegenen Gegner. |
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01.03.2009, 14:26
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 10.12.2008 Ort: Unterfranken
Beiträge: 210
| Zitat:
Zitat von RedScorpion ... und natürlich durch die Sklavenarbeit durch Zwangsverschleppte und Kriegsgefangene, im Dienste von Albert Speer.
M.E. war bei gegebener Situation Kursk die letzte Chance, einen "Sieg" zu erringen, zumindest im Osten; aber schon da zeigte sich, dass ein relativer Sieg in einer Schlacht die Entscheidung eigentlich nicht mehr näherbringen zu vermochte.
Allerdings hätte die Ardennenoffensive wahrscheinlich genau dann Erfolg gehabt, wenn
es keinen Holocaust gegeben hätte,
die dt. politische Führung den besetzten Ländern einen gerechten Frieden angeboten hätte,
die Besatzungskosten nicht derart aufgehalst hätte, und die Sölde nicht in einheimischer Währung gezahlt hätte (was zu Inflation und Zsbruch der heimischen Wirtschaft führte),
mit anderen Worten: Wenn der einzelne Europäer der Meinung gewesen wäre, durch den militärischen Sieg Ds würde ihm etwas geboten, was er (zumindest in einigen Ländern wie der UdSSR z.B.) vorher nicht hatte, nämlich z.B. Sicherheit.
Weil dem leider aber nicht so war, lieferte man den Alliierten das beste Argument für einen gerechten Krieg, das man sich nur wünschen konnte (und hier könnte man böse nachfragen, ob eine besonders brutale und ausbeuterische dt. Führung möglicherweise durchaus hier und da erwünscht war, was eigentlich ein Gegenargument bez. der Briefe Churchills im Besitz Mussolinis ist)....
LG | Das System Nationalsozialismus existierte aber nur für die Zestörung, deshalb war ein Teilfrieden unmöglich. Wie Göbbels fromulierte: Wollt ihr den totalen Krieg... |
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