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03.11.2011, 11:25
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#1 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
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| Belagerung Leningrads Die Antisowjetische Fraktion in diesem Forum lässt keine Gelegenheit aus, Ihr Weltbild, gepaart mit einer handfesten Rechtlastigkeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit einzustreuen.
So auch bei Thema 13.August 1961, das zum Thema „Ungarn“ mutierte und von der Redaktion zurecht dann geändert wurde.
Ähnlich war es in einem anderen Thema, das dann zum Thema „Finnland“ = Aggression der Sowjetunion gegen Finnland.
Das auch „Finnland“ ein beliebtes Thema dieser Fraktion ist, zeigen die unreflektierten Beiträge.
Das Thema „Finnland und die CCCP“wird von dieser Fraktion ausschließlich als Ausdruck der imperialistischen Bestrebungen der CCCP und in etwa wie folgt dargestellt: die CCCP wollte von Finnland bestimmte Gebiete haben, Finnland war dagegen, darum Griff die große CCCP das kleine Finnland und und holte sich die Gebiete mit Gewalt. Ich sage dazu einfach: zum Glück für Leningrad, hätte die CCCP diese Schritt, diese ultima ratio nicht getan, die deutsche Abschnürung wäre sehr viel schlimmer für Leningrad ausgegangen, warscheinlich zur Auslöschung der Millionenstadt. Ohne die im Winterkrieg von der CCCP eroberten Gebiete wären Alle in Leningrad verhungert, nicht nur rd. 600.000 Bürger.
Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die sture Haltung Finnlands 1939 ohne Rückversicherung mit Hitler stattfand, die kriegshistorischen Daten des gemeinsamen Vorgehens Finnland und der Wehrmacht lassen keinen anderen Schluss zu.
Diesen, von den Nazis geplante und von den Finnen militärisch unerstützten Versuch , eine ganze Stadt verhungern zu lassen, will ich hier einsellen: - 2.5.41 Besprechung verschiedener Staatsekretäre mit der Wehrmacht: Einplänung von rd. 10 Mio Huntertoten
- 23.5.41 ähnliche wirtschaftspolitische Richtlinie des Wirtschaftstabes Ost
- 22.6.41 Beginn Barbarossa
- 25. Juni 41 Kriegserklärung Finnlands an die CCCP. Angriff finnisc her Truppen in Richtung Ladoga-See und der ehemaligen finnisch-sowjetischen Grenze von 1939
- 27.6.41 Beginn des Baues von Feldbefestigungen durch die Einwohner Leningrads
- 18.7.41 Ausgabe von Lebenmittelmarken an die Bevölkerung
- 20.8.41 Unterbrechnung der Bahnversorgung Moskau Leningrad durch deutsche Truppen
- 30.8.41 Eroberung des Bahnknotenpunktes durch deutsche Truppen damit keine Evakuierung oder Versorgung der Bevölkerung mehr möglich
- 2.9.41 Kürzung der täglichen Brotration auf 600 gr. Für Arbeiter und 300 gr. Für Angehörige
- 8.9.41 Eroberung von Schlüsselburg durch deutsche Truppen , jede Landverbindung nach Leningrad wird damit unterbrochen. In der Stadt leben zu dieser Zeit ca. 2.3 Mio .
- 9.9.41 Beginn deutscher Luftangriffe auf Leningrad, insbesondere auf die Lager der Lebensmittelvorräte (diese wurden bereits ab 1939 durch Deutsche Luftaufklärung festgestellt, diese Aufklärung von sowjetischer Seite hingenommen, um die Beziehungen zum Reich nicht zu strapazieren)
- 11.9. 41 Beginn des deutschen Angriffes auf Leningrad im Westen und Süden bis in die Vorstadt, finnische Truppen gehen weiter bis Podporoshe vor
- 12.9.41 Kürzung der täglichen Brotrationen auf 500 gr./ 250 gr.
- Septmber/Oktober: Das deutsche OKW und das OKH beschließen, Leningrad nicht einzunehmen, zusammen mit den Finnen alle Verbinungen abzuschneiden, eine Kapitilation nicht anzunehmen , im kommenden Frühjahr die wenigen Überlebenden aus der Stadt zu entfernen und die Stadt zu zerstören.
- 1.10.41 Kürzung der täglichen Brotration auf 400 gr/ 200 gr.
- 8.11.41 Eroberung Tichwins durch finnische Truppen, damit wird die Eisenbahnverbindung zum anderen Ufer des Ladoga -Sees unterbrochen
- 13.11.41 Kürzung der täglichen Brotration auf 300 gr./150 gr. Seit Mitte November besteht das Brot zu 1/3 aus Ersatzstoffen wie Zellulose.
- Mitte November 41 Der Ladoga-See über den seit Mitte September täglich 25.000 t an Lebensmitteln per Schiff transportierte worden sind, beginnt zuzufrieren , die wichtigste Versorgungslinie ist damit unterbrochen.
- 20.11.41 Kürzung der täglichen Brotration auf 250 gr./125 gr.
- Seit Ende November Versorgung per LKW über das Eis des Ladoga -Sees , größere Bevölkerungsteile können evakuiert werden.
- 9.12.41 Rückeroberung des Eisenbahnknotenpunktes Tichwin durch die Rote Armee, Wiederaufnahme der Bahnverbinung zum Ladoga See
- 25.12.41 Erhöhung der täglichen Brotration auf 350 gr./200 gr. Die strenge Kälte im Dezember und Jan 42 macht die Kanalisation und Wasserversorgung unbrauchbar.
- 24.01.42 Erhöhung der täglichen Brotration auf 400 gr./250 gr.
- 11.2.42 Erhöhung der täglichen Brotration auf 500 gr./300 gr.
- 5.4.42 Führersweisung 41: im Sommer 41 ist Leningrad „ zu Fall“ zu bringen und eine Landverbindung zwischen Wehrmacht und den Finnen herzustellen
- Im Frühjahr 1942 stabilisiert sich die Versorgung der Stadt auf niedrigem Nieveau
- August 42 Vorbereitung des Unternehmens Akton „Nordlicht“ unter Generalfeldmarschal von Manstein , die Stadt zusammen mit finnischen Truppen wieder einzuschließen und die Bevölkerung verhungern zu lassen.
- 27.8.42 misslungener Versuch der Roten Armee, den Belagerungsring südlich des Ladoga-See zu durchbrechnen, für einen Angriff der Wehrmacht fehlen aber deutscherseit die Kräfte.
- 12.1.43 Beginn einer neuen sowjetischen Offensive die deutsche Belagerung südlich des Ladoga-Sees zu durchbrechen (Operation Iskra)
- 18.1.43 Rückeroberung von Schlüsselburg durch die Rote Armee
- 7.2. 43 Wiederherstellung der Bahnverbindung Leningrads mit dem Hinterland.
- 14.144 Beginn des Großangriffs der sowjetischen Streitkräfte gegen die deutschen Belagerungstruppen , die Heeresgruppe Nord wird weit nach Süden und Westen zurück gedrängt
- 27. Januar 1944 : Ende des Belagerungszustandes für Leningrad nach 900 Tagen. Hierfür Ewigen Ruhm den Soldaten der Roten Armee
All diesen Daten sagen nicht aus, wenn man nicht weiß, dass - im November 1941 10.000 Menschen verhungerten
- im Dezember 1941 53.000 Menschen verhungerten
- im Januar 1942 101.700 Menschen verhungerten
- im Februar 1942 107.400 Menschen verhungerten
- im März 1942 89.900 Menschen verhungerten
- im April 1942 79.700 Menschen verhungerten
- im Mai 1942 53.100 Menschen verhungerten.
Die Sterblichkeit erreichte Anfang Februar 1942 ihren höchsten Stand, als an einzelnen Tagen 4.500 bis 4.700 Menschen täglich starben.
Derweil konnte die Versorgungslage der Bevölkerung in Deutschland als exzellent bezeichnet werden, aber sích über den "verbrecherischen Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung" aufregen.........
Geändert von krasnaja (03.11.2011 um 11:31 Uhr).
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03.11.2011, 11:56
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von krasnaja Die Antisowjetische Fraktion in diesem Forum lässt keine Gelegenheit aus, Ihr Weltbild, gepaart mit einer handfesten Rechtlastigkeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit einzustreuen. | Jaja, wir sind alle böse. Zitat:
Zitat von krasnaja So auch bei Thema 13.August 1961, das zum Thema „Ungarn“ mutierte und von der Redaktion zurecht dann geändert wurde. | Über Ungarn gab es einen neune Thread , was du eigentlich wissen solltest. Zitat:
Zitat von krasnaja Ähnlich war es in einem anderen Thema, das dann zum Thema „Finnland“ = Aggression der Sowjetunion gegen Finnland.
Das auch „Finnland“ ein beliebtes Thema dieser Fraktion ist, zeigen die unreflektierten Beiträge. | Unreflektiert sind sie nicht gewesen. Zitat:
Zitat von krasnaja Das Thema „Finnland und die CCCP“wird von dieser Fraktion ausschließlich als Ausdruck der imperialistischen Bestrebungen der CCCP und in etwa wie folgt dargestellt: die CCCP wollte von Finnland bestimmte Gebiete haben, Finnland war dagegen, darum Griff die große CCCP das kleine Finnland und und holte sich die Gebiete mit Gewalt. | Diese Aussage hast du bis jetzt mit keinem Wort wiederlegt sondern bestätigt. Zitat:
Zitat von krasnaja Ich sage dazu einfach: zum Glück für Leningrad, hätte die CCCP diese Schritt, diese ultima ratio nicht getan, die deutsche Abschnürung wäre sehr viel schlimmer für Leningrad ausgegangen, warscheinlich zur Auslöschung der Millionenstadt. Ohne die im Winterkrieg von der CCCP eroberten Gebiete wären Alle in Leningrad verhungert, nicht nur rd. 600.000 Bürger. | Nein. Ohne einen Krieg gegen Finnland, hätte es keine finnische Blockade im Norden Leningrads gegeben. Dadurch hätte man den Menschen viel Leid erspart. Außerdem hätte die Sowjetunion einen so weiten Vormarshc der Deutschen verhindern können, wenn sie auf die Warnungen ihrer Spione gehört hätte. Zitat:
Zitat von krasnaja Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die sture Haltung Finnlands 1939 ohne Rückversicherung mit Hitler stattfand, die kriegshistorischen Daten des gemeinsamen Vorgehens Finnland und der Wehrmacht lassen keinen anderen Schluss zu. | Natürlich lassen sie einen anderen Schluß zu. Finnland wurde erst nach dem Winterkrieg in die Arme Deutschlands getrieben. Eine andere Möglichkeit hatte Finnland garnicht, um sich vor einem 2. sowjetischen Angriff zu schützen. Zitat:
Zitat von krasnaja Derweil konnte die Versorgungslage der Bevölkerung in Deutschland als exzellent bezeichnet werden, aber sích über den "verbrecherischen Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung" aufregen......... | Der Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung und die Belagerung Leningrads waren Verbrechen. Ist etwa die Bombadierung von Moskau, Rotterdam oder London deiner Meinugn nach kein Verbrechen ??
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum
Geändert von Fabian (03.11.2011 um 11:58 Uhr).
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03.11.2011, 12:54
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#3 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Zitat:
Zitat von Fabian Jaja, wir sind alle böse.
Über Ungarn gab es einen neune Thread , was du eigentlich wissen solltest.
Unreflektiert sind sie nicht gewesen.
Diese Aussage hast du bis jetzt mit keinem Wort wiederlegt sondern bestätigt.
Nein. Ohne einen Krieg gegen Finnland, hätte es keine finnische Blockade im Norden Leningrads gegeben. Dadurch hätte man den Menschen viel Leid erspart. Außerdem hätte die Sowjetunion einen so weiten Vormarshc der Deutschen verhindern können, wenn sie auf die Warnungen ihrer Spione gehört hätte.
Natürlich lassen sie einen anderen Schluß zu. Finnland wurde erst nach dem Winterkrieg in die Arme Deutschlands getrieben. Eine andere Möglichkeit hatte Finnland garnicht, um sich vor einem 2. sowjetischen Angriff zu schützen.
Der Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung und die Belagerung Leningrads waren Verbrechen. Ist etwa die Bombadierung von Moskau, Rotterdam oder London deiner Meinugn nach kein Verbrechen ?? |
Nö,
1.) nicht IHR ALLE, sondern IHR Rechtslastigen seit böse, gehören Sie nicht dazu, sind Sie auch nicht böse.
2.) die Moderation machte die Abschweifungen aus einem anderen Thema erst zum Thema Ungarn.
3.) Sie sind über die Abläufe der beiden Kriege zwischen CCCP und Finnland nicht informiert: Die CCCP begann den Winterkrieg 1939, Finnland eroberte anfangs einige Gebiete der CCCP wurde dann aber weit zurück geworfen, und trat die Gebiete ab, die dann von der CCCP als unabdingbar für eine Absicherung Leningrads angesehen wurden. Mehr hatte die CCCP nicht gefordert.
Es gab keinen 2. Angriff der CCCP !! vor dem sich Finnland schützen musste und darum" in die Arme Hitlers getrieben" wurde. Das, was Sie als 2. Angriff bezeichnen war der Angriff Finnlands auf die CCCP v. 26. juni 41 = Fortsetzungskrieg.
Ein 2. Angriff der CCCP stand nie zur Debatte.
Finnland wollte Revanche für die Gebietsverluste im Winterkrieg und da kam ihm Hitler mit seinem Ausrottungskrieg gegen die CCCP gerade Recht, Oder meinen Sie, der Part der Finnen sei keine Beteiligung an der Ausrottung der Bevölkerung Leningrads gewesen ? |
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03.11.2011, 13:47
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Zitat:
Zitat von krasnaja die CCCP wollte von Finnland bestimmte Gebiete haben, Finnland war dagegen, darum Griff die große CCCP das kleine Finnland und und holte sich die Gebiete mit Gewalt. | Das stimmt nicht, ursprünglich wollte die UDSSR Finnland genauso sowjetisieren wie die baltischen Staaten. Erst nach der blamablen "performance" der Roten Armee gegen einen zugegeben einfallsreichen, hoch motivierten und brilliant geführten Gegner, wuchs der internationale Druck so sehr, dass man sich mit ein paar kleinen, aber strategisch wichtigen Landfetzen begnügte.
Strategisches Ziel war sicher, die eisfreien Häfen Murmansk und Leningrad territorial besser abzusichern, also durchaus nachvollziehbar. Wenn auch völkerrechtlich das Verbrechen Aggressionskrieg bleibt. Zitat:
Zitat von krasnaja Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die sture Haltung Finnlands 1939 ohne Rückversicherung mit Hitler stattfand, die kriegshistorischen Daten des gemeinsamen Vorgehens Finnland und der Wehrmacht lassen keinen anderen Schluss zu. | Finnland war kein germanisches Volk, die Bewunderung Hitlers für Mannerheim und Finnland beruhte erst auf dem Winterkrieg.
Im Winter 1939/40 war die UDSSR mit Hitler verbündet, schon vergessen, werter krasnaya? Französische Truppen standen am Rhein, England schickte sein Expeditionskorps los, und da glaubst Du wirklich, Hitler war so blöd, sich in irgendeiner Form auf die Seite Finnlands zu schlagen? Gar keine Unterstützung gab es. So war das und so kann es nicht anders gewesen sein.
Erst nach dem Sieg im Westen und der nicht erfolgten Landung in GB wurden Banden nach Finnland geknüpft.
Ich denke, Stalin sah das Baltikum plus Finnland als Lohn seiner Unterschrift im Nichtangriffspakt, eben weil er wusste, dass Hitler keinen Widerspruch wagen würde und die Westalliierten sich wie schon im Fall Polens als unfähig zu wirksamer Unterstützung erwiesen.
Da die deutschen Truppen nur wenige Kilometer vor Moskau gestoppt wurden, erwiesen sich die zusätzlichen Kilometer, die die Wehrmacht zurücklegen musste, als Glücksfall für die Hauptstadt und vielleicht für die gesamte UDSSR.
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03.11.2011, 15:09
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#5 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Zitat:
Zitat von Triton Das stimmt nicht, ursprünglich wollte die UDSSR Finnland genauso sowjetisieren wie die baltischen Staaten. Erst nach der blamablen "performance" der Roten Armee gegen einen zugegeben einfallsreichen, hoch motivierten und brilliant geführten Gegner, wuchs der internationale Druck so sehr, dass man sich mit ein paar kleinen, aber strategisch wichtigen Landfetzen begnügte.
Strategisches Ziel war sicher, die eisfreien Häfen Murmansk und Leningrad territorial besser abzusichern, also durchaus nachvollziehbar. Wenn auch völkerrechtlich das Verbrechen Aggressionskrieg bleibt.
Ich denke, Stalin sah das Baltikum plus Finnland als Lohn seiner Unterschrift im Nichtangriffspakt, eben weil er wusste, dass Hitler keinen Widerspruch wagen würde und die Westalliierten sich wie schon im Fall Polens als unfähig zu wirksamer Unterstützung erwiesen.
Da die deutschen Truppen nur wenige Kilometer vor Moskau gestoppt wurden, erwiesen sich die zusätzlichen Kilometer, die die Wehrmacht zurücklegen musste, als Glücksfall für die Hauptstadt und vielleicht für die gesamte UDSSR. | Nun bringen Sie hier Dinge zusammen, die nicht zum Thema Belagerung Leningrads gehören, falsch sogar, was sie Vorgeschichte angeht: - Der anfängliche sowjetische Angriff auf Finnland Anfang Dez. 1939 erwies sich als Fiasko für die Rote Armee, die sich selber überschätzt hatte. Erst nach einer Reform der weiteren Angriffsplanung kam es dann im Frühjahr 40 zum erhofften Erfolg einer (nach Ansicht der CCCP) ausreichenden Absicherung Leningrads.
Ich finde es übrigens absolut geschmacklos von Ihnen, bei einem Krieg
flapsig von "performance" zu sprechen. Buben machen so etwas, aber
keine ernst zu nehmende Diskutanten.
Ihre Meinung zum Grund des Beginns Winterkrieg stimmt ja mit meiner überein, Murmansk liegt allerdings doch etwas weiter entfernt.
Das der 1. Krieg gegen Finnland ein Angriffskrieg war, steht völlig außer Frage. Leider muss manchmal auch ein Krieg geführt werden, um Schlimmeres zu verhüten, und das war für Leningrad der Fall.
Auf Ihre Gedanken zum Stalin-Hitler Pakt gege ich nicht ein, um beim Thema zu bleiben. |
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03.11.2011, 19:30
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von krasnaja 1.) nicht IHR ALLE, sondern IHR Rechtslastigen seit böse, gehören Sie nicht dazu, sind Sie auch nicht böse. | Glaubst du wirklich, dass jemand hier deine Ansicht über den Winterkrieg zustimmt/ zustimmen würde ?? Zitat:
Zitat von krasnaja 3.) Sie sind über die Abläufe der beiden Kriege zwischen CCCP und Finnland nicht informiert: Die CCCP begann den Winterkrieg 1939, Finnland eroberte anfangs einige Gebiete der CCCP wurde dann aber weit zurück geworfen, und trat die Gebiete ab, die dann von der CCCP als unabdingbar für eine Absicherung Leningrads angesehen wurden. Mehr hatte die CCCP nicht gefordert. | Und wieso ist Finnland dann deiner Meinung nach der Aggressor im Winterkrieg ?? Zitat:
Zitat von krasnaja Es gab keinen 2. Angriff der CCCP !! vor dem sich Finnland schützen musste und darum" in die Arme Hitlers getrieben" wurde. | In Finnland gab es wahrscheinlich die Befürchtungen, dass sich die UdSSR nach dem Winterkrieg ganz Finnland, in einem neuen Krieg, einverleiben könnte. Zitat:
Zitat von krasnaja Das, was Sie als 2. Angriff bezeichnen war der Angriff Finnlands auf die CCCP v. 26. juni 41 = Fortsetzungskrieg. | Nein. S.o. Zitat:
Zitat von krasnaja Ein 2. Angriff der CCCP stand nie zur Debatte. | Wussten das die Finnen denn ?? Zitat:
Zitat von krasnaja Finnland wollte Revanche für die Gebietsverluste im Winterkrieg und da kam ihm Hitler mit seinem Ausrottungskrieg gegen die CCCP gerade Recht, Oder meinen Sie, der Part der Finnen sei keine Beteiligung an der Ausrottung der Bevölkerung Leningrads gewesen ? | Dann wäre die finnische Armee weiter vorgerückt, sprich sie hätte Leningrad von Norden komplett eingeschlossen. So blieb aber Korridor zwischen Leningrad und der restlichen UdSSR.
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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03.11.2011, 19:35
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von krasnaja Ich finde es übrigens absolut geschmacklos von Ihnen, bei einem Krieg
flapsig von "performance" zu sprechen. Buben machen so etwas, aber
keine ernst zu nehmende Diskutanten. | Du solltest den Mund lieber nicht so voll nehmen. Zitat:
Zitat von krasnaja Das der 1. Krieg gegen Finnland ein Angriffskrieg war, steht völlig außer Frage. | Damit wiedersprichst du dir selber. Zitat:
Zitat von krasnaja Leider muss manchmal auch ein Krieg geführt werden, um Schlimmeres zu verhüten, und das war für Leningrad der Fall. | Durch eine geschicktere Politik Stalins gegenüber Finnlands und bessere Vorbereitung der Roten Armee auf die deutsche Invasion hätten der gesamten UdSSR viel Leid erspart.
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03.11.2011, 20:12
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Naja, "performance" ist leider ein sehr gutes, inzwischen in den deutschen Sprachgebrauch eingeflossenes Wort für das, was jemand oder etwas an Leistungsfähigkeit abliefert. Mir fällt kein deutsches Wort ein, dass es klar und unmißverständlich ersetzt.
Murmansk liegt relativ weit von Finnland entfernt, aber nicht die Eisenbahnlinie Murmansk-Moskau. Und genau dagegen ging die deutsche Wehrmacht von Finnland aus (m.W. ohne finnische Truppen) los. Willst Du der sowjetischen Führung absprechen, diese Gefahr vorherzusehen? 
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03.11.2011, 20:14
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#9 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
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Beiträge: 1.085
| [quote=Fabian;124851]Glaubst du wirklich, dass jemand hier deine Ansicht über den Winterkrieg zustimmt/ zustimmen würde ?? Ich : ja, außerdem schreibe ich nicht für Applaus
Und wieso ist Finnland dann deiner Meinung nach der Aggressor im Winterkrieg ?? Ich :Habe ich nie geschrieben, (das ist warscheinlich die gleiche Geschichte, als ich Sie auf Ihren eigenen Beitrag bezüglich "in den Rücken fallen" hinwieß.
Dann wäre die finnische Armee weiter vorgerückt, sprich sie hätte Leningrad von Norden komplett eingeschlossen. So blieb aber Korridor zwischen Leningrad und der restlichen UdSSR Ich immer noch: Schauen Sie einfach nur einmal in einen Atlas und suchen nach Schlüsselburg, das im südwestlichen Ufer des Ladoga Sees liegt und vergleichen das mit dem 8.9.41 der Eroberung Schlüsselburgs durch die Wehrmacht.
Und was erkennen Sie da ? na ? genau!! damit war Leningrad von der restlichen CCCP getrennt.
Fabian, ich begreife nicht, wie man so wie Sie auftrumpftund sich dann solche Fehler leistet. Sie demontieren sich selber.
Geändert von krasnaja (03.11.2011 um 20:28 Uhr).
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03.11.2011, 21:08
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#10 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Zitat:
Zitat von Triton Naja, "performance" ist leider ein sehr gutes, inzwischen in den deutschen Sprachgebrauch eingeflossenes Wort für das, was jemand oder etwas an Leistungsfähigkeit abliefert. Mir fällt kein deutsches Wort ein, dass es klar und unmißverständlich ersetzt.
Murmansk liegt relativ weit von Finnland entfernt, aber nicht die Eisenbahnlinie Murmansk-Moskau. Und genau dagegen ging die deutsche Wehrmacht von Finnland aus (m.W. ohne finnische Truppen) los. Willst Du der sowjetischen Führung absprechen, diese Gefahr vorherzusehen?  | nun gut, Ihre performance zur Erklärung des Begriffes ist mir zu dünn, MIR wären stattdessen mehrer deutsche Worte eingefallen.
Auch Ihren Hinweis auf die Bahnlinie kann ich nicht nchvollziehen, die von Murmansk ziemlich genau nach Süden rund 300 km in die Stadt Kandalakscha führt, das fast auf gleichem Längengrad liegt wie Murmansk, dann weitere 800 km nach Petrosavotsk am Onega See.
Die Entfernung zwischen der finnischen Grenze und Murmansk ist rd.200 km und änderet sich im Verlauf der o.g Strecke nicht sonderlich.
Zur eigenen Nachprüfung: die Bahnlinie nach Moskau zweigt in Bjelomorsk ab und läuft sofort nach Osten und dann ab Oboserski in einem Abstand von rd. 500 km östlich der finnischen Grenze über Wologda, Jaroslavl nach Moskau, das von nordosten erreicht wird.
Ein Vorgehen deutscher Truppen gegen die Bahnlinie Murmansk-Bjelomorsk-Moskau stünde im Widerspruch zur Belieferung der CCCP im Rahmen lend-lease (das zwar erst richtig 1943 begann, der Hafen Murmansk aber auch anfangs dafür stand und auch die anfänglich geringe Zahl der Güter in das Land weitergeführt wurden.
Ich habe allerdings aktuell keinen Zugriff über das weiteste Vordringen der Wehrmacht nach Nordosten. |
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