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Tags: kresy, pluenderungen, vetreibung

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Alt 03.11.2011, 13:18   #1 (permalink)
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Vertreibung - Neubeginn

Betr. Ergänzung zu einem Fernsehbeitrag v. 2.11.2011 „der Wilde Westen Schlesiens“
Ich hatte u.g. Beitrag seit langem in der Maschine, stelle ihn als Ergänzung (dennoch) ein.


Zum Glück ist dieses Forum nicht von nationalistischen Polen dominiert, was in Geschichtsforen selten ist, abgesehen von der üblichen Anzahl Rechtslastiger, die Geschichtsforen zur Spielwiese ihrer Anschaung machen.



Anfangs wollte ich bewusst einer Diskussion über Vertreibung aus dem Wege gehen, weil kaum ein Thema geigeneter ist, gegenseitige Anklagen , der Deutschen gegen die Russen und Polen, sowie der Polen gegen die Deutschen zu kultivieren, besonders rechtslastige Deutsche ihren Kommunistenhass , sowie Polen ihre Anklage gegen die Deutschen durch immer noch tieferes Hineindrückend der Dornenkrone in die Stirm zeigen können.


Da aber das Thema Vertreibung nicht zuletzt durch chris angesprochen und weiter kultiviert wurde , ergänze ich einmals seine Meinung etwas präziser (ich mich nicht im Einzelnen auf seine Beiträge beziehen, damit er nicht unbedingt lediglich mit einem Einzeiler zu antworten braucht) .


Falsch ist einmal (früher dachte ich auch so) dass Polen gewissermaßen „geklappt“ worden ist, dass also die aus den polnischen Ostgebieten durch Stalin nach 1944 ausgewiesenen Polen dann in den ehemaligen Deutschen Ostgebieten angesiedelt wurden. Ich habe umfangreiches Material über die Bevölkerungsentwicklung in einigen ehemaligen deutschen Reichskreisen, insbesondere über die Gebiete nördliches Westpreußen und Danzig ja schon eingestellt.
Unser verehrter Titus meint dazu zwar, dass ihn diese Daten aus stalinistisch-polnischer Feder nicht interessieren, dennoch sind sie eine gute Aussage über die Bevölkerungsbewegung.


Richtig ist für die landwirtschaftliche Bevölkerung, dass aus den zum Reich grenznahen polnischen Gebieten Mazowiens und Großpolens die neuen Bauern oft nur 40 , 50 km weiter zuzogen.


Sicher dürfte es auch reine Stadtmenschen aus den Kresy gegeben haben, die mit landwirtschaftlicher Arbeit überfordert waren, vielleicht meinten Sie das chris, als Sie schrieben, die vertriebenen Polen aus den Kresy hatten keine Ahnung von Landwirtschaft.
Bauern aus der Kresy wussten schon, wo der Euter einer Kuh ist. .


Die aus den Kresy, also aus Ostpolen Vertriebenen wurden in Zentralpolen angesiedelt, stießen dort aber als polnische Flüchtlinge in Polen auch auf ähnliche Ressentiments wie es bei den deutschen Flüchtlingen in Deutschland war.


Es sind übrigens genau diese polnischen Vertriebenen , für die der Staat Polen einen Status reklamiert und das auch könnte , wie es Frau Steinbach für die deutschen Vertriebenen macht.. Das ganze wird in den Medien etwas unklar dargestellt.
Durch Deutsche nach 1939 vertriebene Polen, soweit nicht ermordet, kehrten nach 1945 wieder nach Polen zurück, leider sehr häufig diskreditiert, weil nunmehr Andere Besitzer ihrer Immobilien waren . Es gab also nach 1945 nur durch Russen vertriebene Polen .

(Ähnlich wie die vertriebenen Polen aus den Kresy bestanden gegenüber den nach Polen zurückgekehrten Juden, aus dem Ausland oder auch aus der Roten Armee , eine starke Diskriminierung , sodaß von den rd. 240.000 Juden nach 1945 in Polen lebenden Juden nur noch 10.000 bis 100.000 übrig sind. Diese Differenz von 140 – 230.000 Juden werden polnischerseits nicht als Vertriebene gewertet, da die formellen Voraussetzungen für eine Vertreibung fehlen, (Gewalt. Zeitdruck) , die Realität aber einer „humanen“ Vertreibung gleichkommt . (vorangegangene Repressalien)

Die Gründe der Unsicherheit für eine real in Polen lebende Anzahl von Juden (10 – 100.000) liegt in dem aktuellen polnischen Antisemitismus begründet.
Bei meinem letzten Besuch in Danzig Ende September d.J habe ich mind. 2 Nazi-Schmierereien unmittelbar im Haupttouristen-Gebiet sehen müssen und auch dokumentiert.
Das, was hier Hundertschaften von Staatsanwälten mobilisieren würde, scheint wohl in Polen nur ein müdes Arschrunzeln hervorzurufen, Als ich empört Vorbeigehende darauf hinwies, wurde nur gelacht. .)

Besondere Aufmerksamkeit ist auf Stettin und Umgebung zu richten.
Aufgrund der Nähe der deutschen Grenze wurden dort nah 1945 nur handverlesene Polen angesiedelt, die über keinerlei deutsche Wurzeln verfügten. Dem arischen Nachweis der Nazis ähnlich wurde für die dortigen Neusiedler vorher ein ur-polnischer Nachweis gefordert , bis zur 3. Generation zurück . Ich weiss dieses, weil einer meiner guten Mitarbeiter aus Stettin kommt.

Richtig beschrieben von chris die Angst um den Beibehalt der eigenen 4 Wände , allerdings mit einem nicht unerheblichen , ihm vielleicht in der Breite unbekannten Hintergrund:


In den Jahren 1945 bis 47 war es in Polen üblich geworden, sich eine Genehmigug einer Ansiedlung in einer ehemaligen Deutschen Stadt geben zu lassen , die rasch zu bekommen war, weil das Land in kürzester Frist mit polnischen Menschen besiedelt werden sollte.
Mit dieser Ansiedlungsgenehmigung fuhr man dann quer durch das Land, suchte sich eine Stadt aus und erhielt dann unter Vorlage der Bescheinigung eine Einweisung in eine ehemalige Deutsche Wohnung, wohnte zum Schein dort einige Wochen und verschwand unter Mitnahme der vorgefundenen Möbel in eine Stadt nach Mittelpolen, wo die Möbel und sonstige Plünderungsgegenstände , auf dem Schwarzen Markt verschwanden, einschließlich der Dinge, die man für gewöhnlich als niet und nagelfest bezeichnet, wie Türen, Fenster und Badewannen


Das pikante daran ist, dass diese Plünderungen am eigenen polnischen Staatsvermögen durchgeführt wurden., dass es nach 1944 ja war.

Auf diese Weise verwandelte man die Siedlungen in Trümmerfelder und schuf zugleich eine
„Atmosphäre der Vorläufigkeit“

Es war genau diese Atmosphäre der Vorläufigkeit, die bei den Alteingesessenen und Neusiedlern trotz der polnischen Propaganda das Gefühl aufkommen ließen, nicht an den Fortbestand einer staatlichen Ordnung oder eines Staatswesens zu glauben, dessen Regierung diese „Welle der Ausbeutung“ poln. „fala szabru“ straflos zugelassen hat.


Und so folgte einer Welle von „spontan“ herangekommenen Polen bald wieder eine Welle abwandernder Polen (die Bevölkerungsstatistiken geben darüber Auskunft) die das Chaos noch vergrößerten und die Behörden über den Stand und die Möglichkeiten der Besiedlung verwirrten


Erst durch einen Erlass des Ministeroiums für die Wiedegewonnenen Gebiete aus aus 1948 (ich müsste nachlesen) wurden diese Art der Wohnsitznahme verboten


Eine wirkliche Beendigung dieser Atmosphäre der Vorläufigkeit ist erst mit den Warschauer Verträgen der neuen deutschen Ostpolitik eingetreten, wobei auch heute noch unterschwellig in Polen eine Angst vor einer Rückforderung besteht..

Bei Reisen durch Pommern und Mazuren ist oft zu beobachten, dass auf sehr vielen polnischen Höfen häufig die alten deutschen landwirtschaftlichen Maschinen in irgend einer Hofecke zusammengestellt sind .
Ich habe des öfteren mit Bauern gesprochen, die mir sagten: Das gehört uns nicht, das bewahren wir auf.
Ich selber habe früher bei meinen Reisen durch Polen oft um einen Nacht-Stellplatz auf einem Bauerhof gefragt, sehr häufig fragte man mich nach meinem Namen, um dann den Namen des alten Hofbesitzers zu sagen. Insofern kennen wohl einige der heutigen Bauern die Namen der ehemaligen Vorbesitzer.

Mir ist das völlig unverständlich, vielleicht aber mit einer uns fremden Mentalität zu erklären.





.

Geändert von krasnaja (03.11.2011 um 13:29 Uhr).
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Alt 05.11.2011, 23:27   #2 (permalink)
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Die Vertreibung vollzog sich über mehrere Jahre. Offiziell wird sie meist bis 1950 befristet. Die Ansiedlung von Polen vollzog sich vor allem in den ersten Jahren nicht im menschenleeren Gebieten. Dort lebten in den ersten Jahren noch Millionen Deutsche. 1947 gab es noch eine sehr große Vertreibungswelle. Offiziell lebten 1950 dann noch 1,1(bis 1,3) Millionen Deutsche in den Reichsgebieten, die 1945 anektiert wurden. Von den 3,9 Millionen Menschen, welche die Deutsche Staatsangehörigkeit im Volkslistenverfahren angenommen haben, lebten 1950 auch noch fast 3 Millionen Menschen in ihrer Heimat, etwa 300000 wurden nach dem Krieg umgebracht, mehrere Hundertausend Menschen flohen vor der Front.
In den Gebieten des Deutschen Reichs die schon nach dem 1. Weltkrieg anektiert wurden war die Vertreibung nicht so systematisch.
In Westpreußen blieben ähnlich wie in Oberschlesien, der Waldenburger Region in Niederschlesien und dem ländlichen Masuren viele Deutsche.
In Pommern und Danzig leben heute mehr Deutsche, die aus Westpreußen zugezogen sind, als zurückgebliebene Pommern und Danziger. Auch in Westoberschlesien und Niederschlesien leben heute auch viele Menschen aus Ostoberschlesien.
Die meisten deutschstämmigen jungen Männer z.B. die Männer aus meiner Familie mußten in der Nachkriegszeit ihren "Militärdienst" in oberschlesischen Kohlengruben arbeiten. Einer meiner Onkel ist dann dort geblieben, obwohl er ja aus Lodz kam.
In der ganzen Nachkriegszeit ab 1950 sind wohl etwa 4 Millionen Menschen ausgesiedelt, ohne das dies nun eine Totalaussiedlung war.
__________________
viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Lahntal

Geändert von Paul (06.11.2011 um 16:54 Uhr).
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Alt 06.11.2011, 12:47   #3 (permalink)
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ohne auf Ihre Zahlen einzugehen, unterstellt ich Richtigkeit.
Zwischen den Vertreibungen aus den sog. "Wiedergewonnenen Gebieten" des polnischen Staates und dem nördlichen Ostpreußen gab es aber gewaltige Unterschiede.

In den "Wiedergewonnenen Gebieten" wurde die Erlaubnis zum Verbleiben im neuen polnische Staatsgebiet (also in der Heimat) von verschiedenen Faktoren abhängig gemach. Nicht alle Deutsche mussten das Land verlassen. So wurden vom polnischen Staat die Nazi-Listen zur sog. Volkszugehörigkeit zur Grundlage gemacht, wer ausreisen muss und bleiben kann. Volksdeutsche mussten raus, Polen, die auch auch opportunistischen Gründen sich als Deutsche naturalisieren ließen und bei denen davon ausgegangen wurde, dass diese Naturalisierung unter Zwang erfolgt ist, durften bleiben, wenn sie schriftlich ein Bekenntnis zum neuen polnischen Staat abgelegt haben.
Eheliche Bande spielten eine Rolle, die rechtliche Situation der Kinder u.ä.

Die Problematik einer oftmals wirklichen Entvölkerung ganzer Landstriche (anfängliche Flucht vor den Kriegsereignissen, dann als Ergebnis der anfänglichen willkürlichen Vertreibungen noch vor Potsdam, und dann das Ergebnis einer überhasteten "erlaubten" Vertreibung) veranlasste den polnischen Staat, Deutsche, so erforderlich, im Land zu halten.
Und nicht selten wurde für einer Option von Deutschen für Polen mit dem Roten Hahn nachgeholfen.

Auch wurden mit einem riesigen organisatorischen Aufwand die Gesetzesgrundlagen geschaffen, wie mit den Werten und Gütern der ehemaligen Bewohner umzugehen ist, wie Bankguthaben zu werten sind, welche Kurs hierfür anzusetzen ist, wann die Deutsche Mark kein Zahlungsmittel mehr ist.usw.

Allgemein wird davon ausgegangen, daß die ehemaligen deutschen Ostgebiete der "Wiedergewonnenen Gebiete" nicht gänzlich "entdeutscht" worden sind. Schlesien dürfte den größten Anteil von Bürgern deutschen Ursprungs haben.
(wobei Schlesien für Polen ohnehin ein Sonderfall ist, die Schlesier, auch die polnischen Schlesier sich in erster Linie heute als Schlesier und nicht als Polen verstehen)
Die verbliebenen Deutschen in Polen assimilierten sich in den dem Krieg folgenden Jahrzehntenn wobei es auch heute noch im Großraum Oppeln Gebiete mit einer nicht geringen deutsche Bevökerung gibt, die sich nach Demokratiesierung Polens auch dazu bekennen dürfen.


Gänzlich anders war es im nördlichen Ostpreußen, dort gab es für viele Jahre eine deutsche Mehrheit in einem fast menschenleeren Land.

Erstaunlicherweise ließ die CCCP in ihrer Besatzungszone (also der späteren DDR) im Jahr 1946 , als im Königsberger Gebiet die Zivielbevölkerung noch zm größten Teil aus Deutsche bestand, eine Diskussion über die mögliche Revision der deutschen Ostgrenze zu.
Es kann sein, dass diese Äußerungen zur Einschüchterung der Polen dienen sollte . Diese Äußerungen wurden von SED Politikern gemacht, die das vollste Vertrauen aus Moskau hatten und es ist darum nicht auszuschließen, daß diese Äußerungen nach einem Wink aus Moskau gemacht wurden, denn zu diesem Zeitpunkt - die DDR existierte noch nicht - hatte die SMAD (sowjetische Militäradministration in Deutschland) das Sagen.

z.B mehrere Reden Wilhelm Piecks (14.9.1946 und 17.10.1946, sowie Max Fechner im "Neuen Deutschland"

In späteren Jahren tauchten immer wieder Gerüchte auf , dass die CCCP die Grenzziehung von Potsdam nicht als endgültig ansah und Königsberg als Faustpfand in ihrer Deutschlandpolitik benutzen wollte. Moskau Königsberg an Deutschland zurückgeben wollte (an die BRD) oder zumindest mit der SBZ und der späteren DDR zusammenlegen wollte, und Westdeutschland so in die Neutralität zu locken.

Nach diesem kurzen Abstecher in die Politik wieder zu dem, woran sich die sowjetischen Aussedlungspolitik von der polnischen Vertreibungspolitik unterschied.
Am 14.Oktober 1947 wurde von der Regierung der CCCP der Befehl No.001067 erlassen zur Aussiedlung aller Deutschen aus dem Königsberger Gebiet. Die Aussiedlung sollte in bestimmten Rayons mit sicherheitsrelevanter Umgebung beginnen und nur Personen umfassen, die keine gemeinnützige Arbeit verrichten.

Die Aussiedlung endete am 21.10.1948 mit der Abfahrt des letzten Zuges.
Insgessamt fuhren 48 Züge zu je 30 Wagen ab, die 102 125 Personen befördert hatten.

"von diesen 102 125 Personen starben in der ganzen Zeit 48 Personen:im Jahr 1947: 33 Pesonen (26 an Unterernähgung, 6 an Altersschwäche und 1 an Herzinfarkt)
1948: 15 Personen

An den Verladestationen wurden für 3.082.000 Rubel Lebensmittel verkauft, vornehmich Brot und Butter, Fleich, Fisch und Süsswaren.

Das sowjetische Gebietsexekutivskomitee zahlte an 17647 minderbemittelte Personen 641.221 Rubel zum Kauf von Lebensmitteln aus"

So die offizielle sowjetische Meldung.
Sicher ist es nicht ganz so korrekt zugegangen, nur eines unterscheidet die sowjetische Aussiedlungspolitik von der polnischen:
Es hat keine wilden Vertreibungen gegeben und keine Konzentrationslager.

Geändert von krasnaja (06.11.2011 um 12:57 Uhr).
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Alt 07.11.2011, 00:01   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen

[...]Allgemein wird davon ausgegangen, daß die ehemaligen deutschen Ostgebiete der "Wiedergewonnenen Gebiete" nicht gänzlich "entdeutscht" worden sind. Schlesien dürfte den größten Anteil von Bürgern deutschen Ursprungs haben. [...]
So ist es.
In Oberschlesien leben nach wie vor in etwa 140 000 Deutsche.

Deutsche Minderheit in Polen ? Wikipedia

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
[...]Sicher ist es nicht ganz so korrekt zugegangen, nur eines unterscheidet die sowjetische Aussiedlungspolitik von der polnischen:
Es hat keine wilden Vertreibungen gegeben und keine Konzentrationslager.

Dummdreiste, unmenschliche und antideutsche Sowjetpropaganda vom feinsten...

Die 299 000 ostpreußischen Vertreibungsopfer sind bloß eine eine "rechtslastige" Erfindung.

Vgl.:

Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs Beitrag anzeigen

[...] So groß, dass sie 299 000 Deutsche in Ostpreußen abmurksten.

Siehe Grafik.[...]

Ich zitiere aus einer Ausgabe des Spiegels von 2002:

"[....]Die Deutschen im nördlichen Ostpreußen um Königsberg allerdings, wo ein Jahr zuvor die große Flucht begonnen hatte, blieben zurück.
Stalin hatte diesen Teil des traditionsreichen und reichen Bernsteinlandes an der Ostsee für sich behalten. Die dort Eingeschlossenen stürzte er in kaum beschreibbare Zustände. Die Deutschen, die hier im Winter 1944/45 von der Roten Armee überrannt wurden, vegetierten auch im Frieden wie in einem Gefängnis. Viele bekommen nicht einmal mit, dass der Krieg zu Ende ist.
In Königsberg, wo im Mai 1945 ein Amt zur "Nutzung der deutschen Bevölkerung" eingerichtet wurde, grassiert die Ruhr. Lebensmittel gibt es für Deutsche nicht. Erst kochen die Eingekerkerten Hunde und Katzen, dann Mäuse. Der Arzt Hans von Lehndorff, der in der Stadt Krankenhausdienst leistet, schreibt in sein Tagebuch:
"Die Menschen, die man zu uns bringt, befinden sich fast alle im gleichen Zustand. Oben sind sie zu Skeletten abgemagert, unten schwere Wassersäcke. Auf unförmig geschwollenen Beinen kommen sie zum Teil noch selbst gegangen. Jedes Mal fragen wir uns, ob es noch Sinn hat, die Beine zu amputieren, oder ob man die Leute lieber sterben lassen soll. Und meistens lassen wir es dann bei letzterem bewenden."
Wohin das Auge reicht - Tod und Verderben. Im Hungerwinter 1946/47 warnt die Miliz sogar vor dem Genuss der verkauften Klopse: "Fleisch nicht gut, Menschenfleisch". Als das Schlimmste vorüber ist, ist von den Deutschen, die die Russen in der völlig zerbombten Stadt antrafen, etwa die Hälfte gestorben.[...]"

DER SPIEGEL*15/2002 - Eine teuflische Lösung





Wiki sagt u.a. zu diesem Thema folgendes:


"[...]Viele Städte und Dörfer vor allem in Ostpreußen wurden nach der meist kampflosen Einnahme von plündernden sowjetischen Soldaten in Brand gesteckt. Orte wie Osterode, Angerburg, Arys, Lauenburg oder Demmin können als Beispiele angeführt werden. Der Bevölkerung wurde in manchen Fällen (Demmin) untersagt, den Brand zu löschen. In der Regel überstanden in der Innenstadt nur wenige Gebäude das Inferno.[...]"


"[....]Flüchtlingszüge wurden in vielen Fällen von Einheiten der Roten Armee eingeholt und geplündert, die Flüchtenden weggetrieben, erschossen und die Frauen vergewaltigt.[22][23] Jagdflieger der sowjetischen Luftwaffe drangen viele Kilometer hinter die Front und nahmen die Flüchtlingstrecks unter Beschuss.[22]
Ende Januar 1945 wurden in Ostpreußen 2,5 Millionen Flüchtlinge von der Roten Armee eingeschlossen und sollten nun per Schiff über die Ostsee evakuiert werden. Von ca. 800–1000 Schiffen wurden über 200 versenkt, über 40.000 Zivilisten und Soldaten kamen ums Leben.[22]"

Schändung, Raub und Vertreibung

Der viel zitierte Ort Nemmersdorf (heute Majakowskoje), der meist im Zusammenhang mit den Gräueltaten der Roten Armee genannt wird, stand schon in der nationalsozialistischen Propaganda stellvertretend für viele Orte, in denen gemordet und vergewaltigt wurde. Keineswegs war Nemmersdorf ein Einzelfall, auch beispielsweise in Saalfeld (Ostpreußen) oder in Allenstein fanden ähnliche Ereignisse statt. [...]"

"[...]Mitverantwortlich für Ausschreitungen sowjetischer Soldateska[28][29] war laut dem Historiker Norman M. Naimark die Propaganda sowjetischer Truppenzeitungen.[15] Dort wurde detailliert über Gräueltaten an der sowjetischen Zivilbevölkerung, vor allem an Frauen und Kindern berichtet. Der generelle Tenor der Schriften war, dass die Rote Armee als Rächer und Richter nach Deutschland kam, um „die Deutschen“ zu bestrafen. So schrieb der russische Schriftsteller Ilja Ehrenburg am 31. Januar 1945: „[Im Unterschied zu den Westdeutschen] wurden die Deutschen in Oppeln, in Königsberg und in Breslau schon bestraft. Sie wurden bestraft, aber nicht genügend. Sie wurden bestraft, aber nicht alle.“[30] Aufrufe von sowjetischen Generälen spornten die Soldaten zusätzlich an. Am 12. Januar 1945 wandte sich Armeegeneral Tschernjachowski mit den Worten an seine Truppen: Gnade gibt es nicht – für niemanden, wie es auch keine Gnade für uns gegeben hat. […] Das Land der Faschisten muss zur Wüste werden, wie auch unser Land, das sie verwüstet haben. Die Faschisten müssen sterben, wie auch unsere Soldaten gestorben sind.[...]“


Verbrechen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg ? Wikipedia


Massaker von Nemmersdorf ? Wikipedia







Ich schließe mit einem Zitat von Alexander Solschenizyn aus seinem Buch "Ostpreußische Nächte":

„Wer noch Jungfrau, wird zum Weibe / und die Weiber – Leichen bald.“
__________________
MfG,
Titus Feuerfuchs

Geändert von Titus_Feuerfuchs (07.11.2011 um 06:11 Uhr).
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Alt 07.11.2011, 12:26   #5 (permalink)
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Demmin liegt übrigens in MVP und nicht in Ostpreußen, .

Schlimme Dinge sind damals passiert, zweifelsfrei, aber das war nun einmal so, wenn Herrenmenschen ein anderes Volk überfallen und 20 Mio Tote hinterlassen.
Nix mit antideutscher Sowjetpropaganda. Sowie man die geschändeten Frauen und angesteckten Städte nicht lauthals beweint, ist man antideutsch, was in Ihren Kreisen wohl so gesehen wird.

Und da ist es Ihnen noch nicht einmal peinlich, wenn Sie die Nazi-Preopaganda über Nemmersdorf hier bemühen, es mittlerweile ausreichend bewiesen ist, dass die seit 5o Jahren so dargestellten Vorkommnisse von Nemmersdorf gelogen waren, Ausgeburt eines hasserfüllten Geistes.
Dass Sie hier nun diese Nazi-Propaganda einstellen, wer will Ihnen das verübeln ?

Und nicht alles, wofür genüsslich die Rote Armee verantwortlich gemacht worden ist, hat diese zu verantworten, ich denke da z.B. an Marienburg.
Um die wirklichen Täter zu vertuschen, wurden in anderen Fällen sogar schon die Gebeine auf einer Müllkippe entsorgt.

Auch ich möchte mit einen Zitat enden: Ihr siegreichen Rotarmisten, brecht den Stolz der deutschen Herrenmenschen , brecht den Stolz der deutschen Frauen.

Geändert von krasnaja (07.11.2011 um 12:39 Uhr).
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Alt 08.11.2011, 04:48   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Schlimme Dinge sind damals passiert, zweifelsfrei, aber das war nun einmal so, wenn Herrenmenschen ein anderes Volk überfallen und 20 Mio Tote hinterlassen.
Entweder man verurteilt Kriegsverbrechen wie Genozide, ethnische Säuberungen oder Vergewaltigungen oder nicht.
Manche zu verurteilen und andere billigend in Kauf zu nehmen, ist rassistisch und jenseitig jeder Moral.

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Nix mit antideutscher Sowjetpropaganda. Sowie man die geschändeten Frauen und angesteckten Städte nicht lauthals beweint, ist man antideutsch, [...]
Wenn man so wie sie einerseits permanent selbstbeweihräuchernd den antifaschistischen Moralapostel heraushängen lässt, andererseits jedoch brutalste Verbrechen an deutschen Frauen und Kindern mit einem Achselzucken quitiert und diese auch noch implizit mit Rache rechtfertigt und legitimiert, ja, dann ist man antideutsch.


Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Und da ist es Ihnen noch nicht einmal peinlich, wenn Sie die Nazi-Preopaganda über Nemmersdorf hier bemühen, es mittlerweile ausreichend bewiesen ist, dass die seit 5o Jahren so dargestellten Vorkommnisse von Nemmersdorf gelogen waren, Ausgeburt eines hasserfüllten Geistes.
[....]
Die Tatsache, dass die Nazi-Propaganda das Nemmersdorf Massacker für ihre perfiden Zwecke aufbauschte und missbrauchte, ändert nichts daran, dass die RA dort deutsche Zivilisten ermordete.


Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Und nicht alles, wofür genüsslich die Rote Armee verantwortlich gemacht worden ist, hat diese zu verantworten, ich denke da z.B. an Marienburg.
Um die wirklichen Täter zu vertuschen, wurden in anderen Fällen sogar schon die Gebeine auf einer Müllkippe entsorgt.
Na wenn das so ist, kann man der RA ja sofort die Absolution erteilen....

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Auch ich möchte mit einen Zitat enden: Ihr siegreichen Rotarmisten, brecht den Stolz der deutschen Herrenmenschen , brecht den Stolz der deutschen Frauen.
Dass sie dieses quellenlose Zitat bringen, sagt alles über sie. Sie goutieren damit Genozid, Vertreibung und Vergewaltigung. Zum Kotzen ist das.

Der "Stolz" der ostdeutschen Kriegsflüchtlinge dürfte sich übrigens in sehr engen Grenzen gehalten haben....
__________________
MfG,
Titus Feuerfuchs
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Alt 08.11.2011, 13:05   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Auch ich möchte mit einen Zitat enden: Ihr siegreichen Rotarmisten, brecht den Stolz der deutschen Herrenmenschen , brecht den Stolz der deutschen Frauen.
Welches eigentlich schon als Befehl oder besser gesagt als Aufforderung für Kriegsverbrechen und Vergewaltigung gemeint war.

Mir graust direkt, was Sie krasnaja für ein *gelöscht* Mensch sind.
__________________
Man kann über alles redes,aber nicht zu allem schweigen.

Was manche Leute sich selbst vormachen,das macht ihn so schnell keiner nach.

Geändert von G-Redaktion (08.11.2011 um 15:14 Uhr).
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Alt 08.11.2011, 14:12   #8 (permalink)
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RedScorpion ist einfach richtig nettRedScorpion ist einfach richtig nettRedScorpion ist einfach richtig nettRedScorpion ist einfach richtig nettRedScorpion ist einfach richtig nett
Ihr trabts aber auch echt in jede noch so kleine Falle 'nein, die man Euch stellt ...

Ist wie bei Pavlovs Hund, nur halt dümmer ...




LG
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Alt 08.11.2011, 15:08   #9 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs Beitrag anzeigen
Entweder man verurteilt Kriegsverbrechen wie Genozide, ethnische Säuberungen oder Vergewaltigungen oder nicht.
Manche zu verurteilen und andere billigend in Kauf zu nehmen, ist rassistisch und jenseitig jeder Moral.

Wenn man so wie sie einerseits permanent selbstbeweihräuchernd den antifaschistischen Moralapostel heraushängen lässt, andererseits jedoch brutalste Verbrechen an deutschen Frauen und Kindern mit einem Achselzucken quitiert und diese auch noch implizit mit Rache rechtfertigt und legitimiert, ja, dann ist man antideutsch.

Die Tatsache, dass die Nazi-Propaganda das Nemmersdorf Massacker für ihre perfiden Zwecke aufbauschte und missbrauchte, ändert nichts daran, dass die RA dort deutsche Zivilisten ermordete.


Dass sie dieses quellenlose Zitat bringen, sagt alles über sie. Sie goutieren damit Genozid, Vertreibung und Vergewaltigung. Zum Kotzen ist das.

Der "Stolz" der ostdeutschen Kriegsflüchtlinge dürfte sich übrigens in sehr engen Grenzen gehalten haben....

Aber aber, titus mal wieder keine Ahnung von der deutschen Sprache:
  1. die Gegenüberstellung von Verbrechen, nicht die Aufrechnung "" hat mit Rassismus nichts zutun, Sie können unsere schöne deutsche Sprache sachlich nicht anwenden. und eine Aufrechnung von Verbrechen betreiben nun in erster Linie die Leute, denen Ihre ungeteilte Sympathie gehören.
  2. ICH habe mich noch nie selbstbeweihräuchert. Sie wissen nicht, was antideutsch ist. Sie haben wohl zu häufig die 2. Strophe des Deutschlandliedes gehört, Deutsch sind nicht nur Frauen und Kinder.
  3. Und das mit Nemmersdorf glauben sie heute immer noch ?
  4. Und wieder ohne wissenden Hintergrund und nur sachlich: mit diesem Zitat ist nur Vergewaltigung gemeint, weder Vertreibung noch Genozid, Sie schwafeln Titus .
Wenn Sie Dinge zum Kotzen finden, dann finde ich auch Dinge zum
Kotzen, an denen mein Land fast 4 Jahre beteiligt war.
Sie erinnern mich an diesen Vater, der seinen Sohn über das Jahr 1945 empört aufklärt: " Hier stand ein deutscher Laternenpfahl, der von einem Russenpanzer umgefahren worden ist"

Aber wie Redscorpion schon richtig feststellte: Ihr Rechten geht in jede Mausefalle, wenn ihr meint, das den Deutschen zugefügte Leid würde nicht ausreichend gewürdigt werden, dann ist man plötzlich antideutsch.

Vielleicht kennen Sie die Geschichte nicht in der Breite wie ich: Beim Einmarsch der Roten Armee nach Deutschland gab es auch Vergewaltigungen wie es auch eine erhebliche Anzahl von Vergewaltigungen wärend des und nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die CCCP gab, nur eines gab es bei der Roten Armee im Gegensatz zur Wehrmacht nicht: ethnische Säuberund und Genozid. .
Sie wissen buchstäblich nicht, was Sie reden (Ihr 1. Absatz siehe oben)
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Alt 08.11.2011, 15:35   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von jerome4802 Beitrag anzeigen
Welches eigentlich schon als Befehl oder besser gesagt als Aufforderung für Kriegsverbrechen und Vergewaltigung gemeint war.

Mir graust direkt, was Sie krasnaja für ein grausamer Mensch sind.
Warum stellt die Aufforderung, den Stolz der Herrenmenschen zu brechen in Ihren Augen eine Aufforderung zu Kriegsverbrechen dar ?
Und gehört Vergewaltigung zu den Kriegverbrechen ?

Für das deutsche Gretchen war die Vergewaltigung durch "einen russischen Untermenschen" entehrender als durch einen US Soldaten, darum es auch kollektive Selbstmorde gegeben hat,
Vergewaltigungen durch Rotarmisten haben in der selektiven Wahrnehmung in Deutschland ohnehin einen besonderen Stellenwert, schließen nahtlos an die Nazi-Propaganda vom Untermenschen an.

An einer Vergewaltigung stirbt man üblicherweise nicht, aber an einem aufgesetzten Schuss aus einer deutschen Mauser.

Und was die Entehrung angeht: nach glaubhaften Berichter meiner Mutter wurden in dem Ort, in dem wir evakuiert waren, die deutschen Frauen auf dem Marktplatz zusammengestellt, und von einer Hundertschaft von US-Soldaten umringt angepinkelt. Geschehen in Redwitz/Rodach in der Nähe von Lichtenfels/Oberfranken.
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