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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    die Jugend eines Diktator

    Quelle ntv

    1906
    AH lebt in Linz und ist heimlich in eine Jüdin mit dem Namen Stefanie Isak verliebt. Es ist aber nur eine Schwärmerei ohne jemals Kontakt, außer einen Brief mit dem Inhalt "nach dem Studium der Kunst werde ich zurückkehren und Dich heiraten", aufgenommen zu haben.
    Doch die Aufnahmeprüfung besteht er nicht.
    Zwar kann er architektonisch zeichnen, aber keine Porträts anfertigen. Dies reicht nicht zum Kunststudium.
    Dann starb die Mutter. AH brach jeglichen Kontakt mit seinen Verwanden ab. Er gab sich in Wien aber weiterhin als Student aus, und verkaufte kleine Ansichten von der Stadt über einen jüdischen Händler an Juden.
    AH fühlte sich als Benachteiligter und schloß sich erst hier dem Zeitgeist des Antisemitismus an (der sich hier in Wien seit dem 1900 ausprägte). Er fing an, auch die Stadt zu hassen.
    In der Stadt gab es eine starke Minderheit, welche die großdeutsche Lösung propagierte, dies beeinflußte Ihn.
    1913 dann die Flucht vor der Einberufung zum Militär. AH war Kriegsdienstverweigerer.
    In München bekam er darauf die Vorladung zum Gericht, aber ein Beamter zeigte sich gnädig, nachdem AH kräftig auf die Tränendrüse drückte, und AH entkam einer Inhaftierung.
    Der Ausbruch des ersten WW läßt AH die Chance, seinen Traum durch Meldung zum deutschen Militär und dadurch endlich Anerkennung zu erhalten, wahr werden.
    Teilnahme bei Kämpfen vor Ypern. Doch AH bleibt nur Gefreiter und gilt auch bei seinen Kameraden als Sonderling.
    Hier entstehen erste Gerüchte über eine Homosexualität.
    Doch anscheinend war AH eher asexuell bzw. abartig veranlagt.
    Nach dem Ende des Krieges ist er kurz im roten Soldatenrat, um gleich nach dem Erfolg der Freikorps, dort politischer Kommissar zu werden. Er ist opportun.

    Fortsetzung folgt

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Bedeutender Zeitgenosse

    "einer der geistigen Väter Adolf Hitlers"

    Karl Lueger
    der Wiener Bürgermeister 1897-1910

    Das politische Klima in Wien wird zunehmend antisemitisch.
    Innerhalb von 60ig Jahren hat sich die Anzahl der jüdischen Bürger in Wien von 10.000 auf 175.000 vervielfacht.
    Trotz intellektueller und kultureller Verdienste der Juden in Wien, und intensiver Anpassungsversuche kommt es zur Stimmung gegen Sie.
    Der Bürgermeister seiner Zeit ist sehr populär, auch mit hemdsärmliger Politik, Aufbau einer Wasser- + Stromversorgung, Einrichtung von Krankenhäuser, Bäder und Volksschulen.
    Doch einen unerklärlichen Hass auf alles jüdische trübt die Biographie.
    Alle Juden, ganz gleich ob intellektuelle "Tintenjuden", wohlhabende "Geldjuden" oder die orthodoxen "Betteljuden" sind meine Feinde. "Beendet die Vorherrschaft des Judentums" sind Aussagen von Ihm.
    Das muß den jungen AH, ohne festen Wohnort und regelmäßiges Einkommen sehr geprägt haben.

    Quelle: Ringbuchreihe deutsche Geschichte vom Atlas Verlag

  3. #3
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    Die Zitate fassen das Ganze gut zusammen. Natürlich wurde Hitlers Charakter in seiner Kindheit geprägt. Die strenge Erziehung des Vaters und die Milde der Mutter waren große Unterschiede, sodass er zum "Müttersöhnchen" wurde. Die Antisemitistische Einstellung bekam er in Politikvoerlesungen in Wien, denen er als Obdachloser gerne lauschte.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Nein!
    Seine antisemitische Einstellung bekam er auf den Strassen Wiens mit, seine antidemokratische Einstellung entwickelte sich, weil der den "Diskussionen" im Wiener Reichstag als Zuschauer beiwohnte.

    Und: Hitler war nur in ÖSTERREICH Kriegsdienstverweigerer, weil er in dieser Armee bzw. in diesem Staat nichts sah, wofür es sich zu kämpfen lohnte. Für Deutschland dagegen wollte er auf Biegen und Brechen kämpfen!

    VG
    Christian

  5. #5
    tigerin456
    Gast
    Zitat Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
    Quelle ntv

    1906
    AH lebt in Linz und ist heimlich in eine Jüdin mit dem Namen Stefanie Isaak verliebt. Es ist aber nur eine Schwärmerei ohne jemals Kontakt, außer einen Brief mit dem Inhalt "nach dem Studium der Kunst werde ich zurückkehren und Dich heiraten", aufgenommen zu haben.
    Doch die Aufnahmeprüfung besteht er nicht.
    Zwar kann er architektonisch zeichnen, aber keine Porträts anfertigen. Dies reicht nicht zum Kunststudium.
    Dann starb die Mutter. AH brach jeglichen Kontakt mit seinen Verwanden ab. Er gab sich in Wien aber weiterhin als Student aus, und verkaufte kleine Ansichten von der Stadt über einen jüdischen Händler an Juden.
    AH fühlte sich als Benachteiligter und schloß sich erst hier dem Zeitgeist des Antisemitismus an (der sich hier in Wien seit dem 1900 ausprägte). Er fing an, auch die Stadt zu hassen.
    In der Stadt gab es eine starke Minderheit, welche die großdeutsche Lösung propagierte, dies beeinflußte Ihn.
    1913 dann die Flucht vor der Einberufung zum Militär. AH war Kriegsdienstverweigerer.
    In München bekam er darauf die Vorladung zum Gericht, aber ein Beamter zeigte sich gnädig, nachdem AH kräftig auf die Tränendrüse drückte, und AH entkam einer Inhaftierung.
    Der Ausbruch des ersten WW läßt AH die Chance, seinen Traum durch Meldung zum deutschen Militär und dadurch endlich Anerkennung zu erhalten, wahr werden.
    Teilnahme bei Kämpfen vor Ypern. Doch AH bleibt nur Gefreiter und gilt auch bei seinen Kameraden als Sonderling.
    Hier entstehen erste Gerüchte über eine Homosexualität.
    Doch anscheinend war AH eher asexuell bzw. abartig veranlagt.
    Nach dem Ende des Krieges ist er kurz im roten Soldatenrat, um gleich nach dem Erfolg der Freikorps, dort politischer Kommissar zu werden. Er ist opportun.

    Fortsetzung folgt
    Dass Stefanie Jüdin war, ist mir wirklich neu. Das habe ich noch bei keinem Historiker bzw. bei keiner Historikerin gelesen, auch nicht bei Dr. Brigitte Hamann in "Hilters Wien". Woher wissen Sie das? Ob AH architektonisch zeichnen konnte, darüber gehen die Meinungen auch auseinander, m. Meinung nach konnte er es nicht, aber das ist vielleicht Interpretationssache. Er gab sich übrigens nicht nur als Student sondern auch als "akademischer Kunstmaler" aus, was nachweisbar falsch war; deswegen lief gegen ihn auch ein Verfahren wg. Titelmissbrauchs. Wann er zum Antisemiten mutierte, ist nicht wirklich geklärt. Ich habe dazu meine eigene Meinung ...

  6. #6
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    Hitler - ein "Vierteljude"

    Soviel ich weiß, könnte Hitler ein "Vierteljude" sein.

    Hitlers Großmutter väterlicherseits - Maria Anna Schicklgruber - war zu der Zeit, als Hitlers Vater geboren wurde, Hausangestellte bei einer jüdischen Familie. Noch Jahre nach dieser Geburt erhielt sie monatlich ein Geld vom Hausherrn der jüdischen Familie. Zu dieser Zeit gehörten zu den Pflichten einer Hausangestellten manchmal auch bestimmte Aufgaben ...

    Gut möglich, dass Hitlers Vater also ein "Halbjude" war.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Antwort

    Hallo tigerin456,
    habe bei einer Dokumentation im Fernsehen mit geschrieben.
    Sie schreiben von Stefanie, welcher Nachname
    ist Ihnen dazu geläufig?
    Die Szene wie AH diese Dame in Linz beobachtet, ist mit Schauspielern als Beweisführung, zur späteren Entwicklung der antisemitischen Einstellung des Diktators, nachgestellt worden.
    Wann ist Ihrer Meinung AH Antisemit geworden?
    mfg
    lorginn

  8. #8
    tigerin456
    Gast

    Die Jugend des Diktators

    Stefanie wurde ja auch von jüngeren Offizieren der unteren Offiziersdienstgrade der KuK-Armee - den feschen Leutnants und Oberleutnants - öffentlich umworben, nachzulesen bei August Kubizek und m. W. auch bei Dr. Brigitte Hamann. Bei dem latent präsenten Antisemitismus in der Monarchie war das zumindest seltsam, denn dass Stefanie (einen Nachnamen kann ich momentan nicht zuordnen) Jüdin oder angeblich Jüdin war, muss in diesen Kreisen bekannt gewesen sein. Eine Jüdin hätten viele wahrscheinlich nicht umworben, zumindest nicht öffentlich und zumindest die Deutschösterreicher nicht ...

    Wann Hitler Antisemit wurde, bleibt letztlich unklar. Zumindest in den etwas erfolgreicheren Jahren seiner Wiener Zeit, hat er sich an jüdischen Zwischenhändlern, die seine cholorierten Postkarten vertrieben, nicht gestört. Kann man daraus folgern, dass er damals noch kein Antisemit war? Ich weiß es nicht ... Kubizek berichtet von einzelnen antisemitischen Ausfällen und vertritt die Meinung, dass H`s Antisemitismus vom Elternhaus ausging, damals etwas ganz normales. Kubizek, der in seiner Naivität allgemein als verlässliche Quelle gilt, wird in diesem Punkt jedoch ein Stück weit angezweifelt, da hier offensichtliche Widersprüche in seinen Interpretationen auftraten.

    Ja, wann wurde H. Antisemit? Ich halte es hier mit Freuds tiefenpsychologischen Lehren. H`s Vater sieht aus, als sei er in bezug auf seine Familie ein veritabler Quäler gewesen, der seine Familie wohl mehr mit der Peitsche als mit Zuckerbrot traktierte. Ich nehme an, dass er sowohl seiner Frau Klara als auch den Kindern rohe Gewalt antat, möglicherweise auch sexuelle Gewalt. Es wird beschrieben, dass er abends öfters alkoholisiert aus dem Wirtshaus nach Hause kam, den Rest kann man sich vorstellen. Der Vater trug einen langen Rauschebart, wie ihn auch die Juden im "Städtel" trugen, möglicherweise gab es hier unterschwellige Rückkopplungseffekte.

    Nach seiner Rückkehr aus dem I. Weltkrieg hielt sich H. in München auf. Es war die Zeit der Münchener Räterepublik, dominiert teilweise von Juden aber auch von Nichtjuden, die vielfach ein gemeinsames Merkmal hatten: den Rauschebart mit seinem schon beschriebenen Rückkopplungseffekt! Meine Vermutung geht dahin, dass sich H`s radikaler Antisemitismus erst in der Zeit der Münchener Räterepublik festigte. Das ist aber wie gesagt alles nur eine Annahme, beweisen lässt sich das nicht.

  9. #9
    tigerin456
    Gast

    Jugend eines Diktators/Nachtrag

    Nachtrag! Noch etwas ist auffallend: während H. seine Mutter Klara abgöttisch liebte und verehrte, sagt er über seinen Vater kaum etwas. Vielleicht bekam der junge H. mit, wie der Vater der Mutter Gewalt antat, vielleicht versuchte die Mutter, die Kinder vor den Ausbrüchen des Vaters zu schützen, vielleicht verehrte und liebte H. seine Mutter deshalb so sehr.

  10. #10
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    Alois Hitler, Zollamts-Oberoffizial der k. u.k- Monarchie war ein sicherlich nicht das was man einen liebenden Vater nennen könnte. Dass Adolf seine Mutter (abgöttisch) liebte, wie es immer heisst, erkläre ich mit dem Umstand, dass er halt ein mutterbezogenes Kind war.
    Dass sein Vater gerne ins Wirtshaus ging und dann besoffen nach Hause kam hat seine Bindung zur Mutter nur noch verstärkt. Die ganze Thematik bezüglich der Frage, ob Hitler nun ein viertel oder achtel oder sonstwie-Jude war, ist in meinen Augen von untegeordneter Bedeutung. Er hat ja nicht nur die Juden gehasst, sondern alles was in seinen Augen "undeutsch"war und dazu gehörte eben auch die Donau-Monarchie, ein Vielvölkerstaat erster Güte.
    Ich möchte noch anfügen dass ich nicht ganz damit einverstanden bin bezüglich dem Statement, er hätte nicht gut zeichnen können. Malen-ja, dem stimme ich zu. Zeichnen hingegen konnte er, wie ich finde, ausgezeichnet. Seine Architektur-Skizzen sind was z.B. Perspektive und Detailgenauigkeit betrifft absolut hochwertig. Gruss, S.

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