Das aktuelle Heft
  (ab 27.07. am Kiosk)


Mehr G-Geschichte.de
Aktuelle Ausstellungen Austellungen im internet

Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
    Registriert seit
    02.05.2008
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    1

    Lächeln Die Bedeutung des besetzen Norwegens für Deutschland?

    Hallo

    Ich beschäftige mich zur Zeit insbesondere mit der Außenpolitik des Dritten Reiches gegenüber Skandinaviens und mir sind ein paar Fragen gekommen, die mir bisher auch die Sekundärliteratur nicht wirklich beantworten konnte.

    1. Und zwar verlor Norwegen nach der Eroberung Frankreichs und der alliierten Besetzung Islands und der Färöer Inseln stark an geostrategischer Bedeutung. Das "Halten" Norwegens war durch England erschwert und hat viele Truppenkapazitäten geschluckt.
    Worin bestand dann eigentlich, sagen wir im Winter 1940, die Bedeutung Norwegens für das 3. Reich?
    Immerhin hat ja selbst Ribbentrop energisch daran mitgewirkt, dass die Unterstützung der in Norwegen befindlichen Truppen über den Transit durch Schweden im Sommer 1940 bewilligt wurde.
    Selbstverständlich hätte Hitler Norwegen nach dem ja doch sehr kräftezehrenden Kampf nicht einfach wieder herausgegeben, aber welchen tatsächlichen Nutzen hatte Norwegen eigentlich noch? Weder die Basenfunktion war nach dem Sieg über Frankreich noch von Nutzen noch hatte man über Norwegen Zugang zum offenen Atlantik.

    2. In der Sekundärliteratur wird oft hervorgehoben, dass die Wehrmacht den Erfolg der Westoffensive offen bezweifelte. Wo gibt es in den Quellen hierzu Angaben? KTB Halder habe ich schon durch...

    Es wäre toll, wenn ihr mehr darüber wisst

  2. #2
    Benutzer Rang: Majordomus
    Registriert seit
    26.02.2008
    Ort
    bei Münster
    Beiträge
    92
    zu 1.
    Allgemein ist zu lesen, dass durch die Besetzung Norwegens der Nachschub an Erz, das aus Schweden per Bahn nach Narvik gebracht wurde, gesichert werden sollte.
    Außerdem soll es britische Pläne gegeben haben, über Norwegen in den Krieg um Finnland einzugreifen.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
    Registriert seit
    13.03.2008
    Beiträge
    5.153

    Ausgangsbasis

    Hallo,
    Norwegen war ein sehr wichtiger Stützpunkt für die Luftwaffe, nach meiner Karte zu urteilen mit 6 Flugplätzen Stand Juni 1942, und Rückzugsgebiet für die deutsche Kriegsmarine.
    Die Aufklärung des Nordmeer und der Nordsee war wohl primär die Aufgabe. In der Luftschlacht um England gab es die 5te Luftflotte, welche aber nur mit den Bombern rüber kam, die Reichweite der Me109 war zu kurz.
    Auch wichtige Ziele z.B. Häfen der Sowjetunion lagen in der Reichweite der Luftflotte.

    Es gab Geleitzug Schlachten in der Grönland- und Barentssee. Wobei alle Waffengattungen zum Teil recht erfolgreich gegen den Nachschub für die Sowjetunion zusammen arbeiten konnten. Dafür war Norwegen unerlässlich und sogar Kriegs entscheidend. Wenn die meisten Geleitzüge so gelitten hätten wie der PQ17 im Sommer 1942 wäre die Rote Armee nicht in der Lage gewesen die Verluste an der Front auszugleichen. Doch durch die vielen Schauplätze konnte die deutsche Kriegsmaschinerie nicht immer so zahlreich diesen Himmelfahrtskommandos der Alliierten entgegengetreten. Außerdem wurde die Flotte der deutschen Kriegsmarine nur diesmal entschlossen eingesetzt, das führte zum frühzeitigen Auflösen des Geleitzugs und somit war die Jagd eröffnet. In wie weit U-Boote in Norwegen stationiert waren entzieht sich im Moment meiner Kenntnis.
    Gute Nacht
    lG

    PS: Frage zwei ist die Tage dran... habe auch schon einer Idee muss aber noch mal nachlesen.

    Quellen:

    • Geleitzug PQ17 von G. Karweina Verlag Heyne
    • Angriffshöhe 4000 von C. Bekker Verlag Heyne
    • Luftschlacht über England von L. Deighton Verlag Heyne

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
    Registriert seit
    21.03.2008
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    229

    Arisch

    Ich denke dass man, und gerade im Falle von Norwegen, nicht nur immer in militärstrategischen Dimensionen denken sollte.
    Hier scheint mir die "Rassenideologie" von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Gerade die skandinavischen Völker gehörten für die Nazis zu jenen arischen "Uebermenschen", von denen Hitler und seine Paladine die ganze Zeit schwafelten.
    Gross, blond und blauäugig.

    MfG
    Savonarola

Ähnliche Themen

  1. Schlachten mit welthistorischer Bedeutung
    Von Nimrod im Forum Allgemein
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 21.03.2010, 09:59
  2. Klima im Mittelalterlichen Deutschland
    Von JohannesL im Forum Mittelalter Allgemein
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 13.11.2009, 17:04

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •