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  1. #11
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    Zitat Zitat von Fishman Beitrag anzeigen
    Hier konnten die U-Boote verheerenden Schaden mit ihren Torpedos anrichten, wenn sie es schafften, einen solchen "dicken" Pott ohne Geleitschutz anzugreifen.
    Schön und gut das - aber niemand war so dumm, sogenannte "Dickschiffe" ohne entsprechenden und ausreichenden Geleitschutz - dazu gehörten auch Flugzeuge - fahren zu lassen.

    Außerdem: Ein Schlachtschiff war nicht so einfach zu versenken; da bedurfte es mehr als nur eines Torpedos - wenn nicht gerade die Panzerung zu den Munitionskammern durchschlagen wurde.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Radulf Beitrag anzeigen
    Was der deutschen U-Boot-Waffe dann aber wirklich das Genick brach, war die Dechiffrierung des Codes, mit dem die deutschen Funksprüche verschlüsselt wurden, durch die britische Marine. Hier bekamen die Briten auch noch die genauen Angaben wie viele Boote sich wann wo aufhalten. Da konnte man schön planen...
    Recht interessant ist in diesem Zusammenhang die "psychologische Seekriegsführung" der Briten. Als sie in den Besitz der deutschen Schlüsselmaschine und der Code-Unterlagen gekommen waren, ließen sie die Deutschen wissen, sie hätten alle Codes geknackt, lediglich der Marinecode sei ihnen noch ein Rätsel.

    Die Deutschen fielen darauf rein, änderten flugs alle Codes - bis auf den Marinecode.

    Die Schlüsselmaschine hätten sie übrigens billiger haben können. Sie wurde von einer zivilen Firma entwickelt und, bis die Reichswehr bzw. die Wehrmacht ihre Hand darauf legte, auf dem Markt zum Verkauf angeboten.

    Im Krieg selbst wurde das Prinzip der Enigma nicht geändert, es kamen lediglich noch einige Walzen hinzu, was natürlich die Möglichkeiten der Verschlüsselung ins Astronomische erhöhte.

    Ich selbst habe einmal ein Verschlüsselungsprogramm nach dem Substitutionsverfahren geschrieben, doppelte Substitution, und einen verschlüsselten Text - ein Kochrezept (Tafelspitz mit Meerrettischsauce) - einem bei der Polizei beschäftigten Freund gegebeben. Sie haben einige Zeit (in Freizeit, wohlgemerkt) ihr Glück versucht, es dann aber aufgegeben.

  3. #13
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    Deutsche Marine

    Zitat Zitat von PèreJoseph Beitrag anzeigen
    Schön und gut das - aber niemand war so dumm, sogenannte "Dickschiffe" ohne entsprechenden und ausreichenden Geleitschutz - dazu gehörten auch Flugzeuge - fahren zu lassen.

    Außerdem: Ein Schlachtschiff war nicht so einfach zu versenken; da bedurfte es mehr als nur eines Torpedos - wenn nicht gerade die Panzerung zu den Munitionskammern durchschlagen wurde.
    Die Deutschen konnten nach den Worten des OB der Marine, Großadmiral Raeder, im Kampf gegen die Royal Navy nur zeigen, "dass sie mit Anstand zu sterben verstand!" (Nachzulesen in "Verdammte See" von Cajus Bekker).
    Was hatten denn die Deutschen? Keine Flugzeugträger, keine Marineluftwaffe, kaum Unterstützung durch "Meiers" Luftwaffe, nur eine Handvoll Schlachtschiffe, die in Einzelunternehmen verheizt wurden. Lt. Z-Plan (Bau- und Entwicklungsplanung der Deutschen Kriegsmarine) hätte die deutsche Marine erst ab 1947 kampffähig sein sollen, weil sie erst da die nötige Anzahl von Schlachtschiffen gehabt hätte, um der Royal Navy auf den Weltmeeren Paroli bieten zu können. Nur die U-Boote waren erfolgreich bis 1942/1943, dann war es mit der deutschen Seeherrlichkeit im II. WK endgültig vorbei.

  4. #14
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    Servus!
    Zitat Zitat von Joachim Clar Beitrag anzeigen
    Was hatten denn die Deutschen? Keine Flugzeugträger, keine Marineluftwaffe, kaum Unterstützung durch "Meiers" Luftwaffe, nur eine Handvoll Schlachtschiffe, die in Einzelunternehmen verheizt wurden.

    Die Luftwaffe wäre auf Träger angewiesen gewesen, die die Marine nicht hatte.
    Und da das D.R. wirklich nur eine Handvoll Schlachtschiffe hatte, konnte es damit auch nur piesacken. Das allerdings z.T. recht erfolgreich. Wie viele Schiffe der Briten band "Graf Spee" im Südatlantik? Wäre "Bismarck" der Durchbruch gelungen, hätten auch die U-Boote ein bisschen freier operieren können.
    Und dass "Tirpitz" in ihrem Fjord lag, war für die Alliierten mit ein Grund, nur wenige, dafür riesige Konvois zu Stalin zu schicken. Auch "Tirpitz" band also eine Menge alliierte Schiffe.
    Stell dir vor, die hätten da einen "Linienverkehr" wie über den Atlantik eingerichtet.
    Fazit: Nicht nur die Deutschen überschätzten den militärischen Wert der "Dickschiffe", auch die Alliierten hatten gehörigen Respekt vor den deutschen Schlachtschiffen...
    Womit wir wieder bei der Psychologie wären...

    VG
    Christian

  5. #15
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    Marine

    Zitat Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
    Servus!



    Die Luftwaffe wäre auf Träger angewiesen gewesen, die die Marine nicht hatte.
    Und da das D.R. wirklich nur eine Handvoll Schlachtschiffe hatte, konnte es damit auch nur piesacken. Das allerdings z.T. recht erfolgreich. Wie viele Schiffe der Briten band "Graf Spee" im Südatlantik? Wäre "Bismarck" der Durchbruch gelungen, hätten auch die U-Boote ein bisschen freier operieren können.
    Und dass "Tirpitz" in ihrem Fjord lag, war für die Alliierten mit ein Grund, nur wenige, dafür riesige Konvois zu Stalin zu schicken. Auch "Tirpitz" band also eine Menge alliierte Schiffe.
    Stell dir vor, die hätten da einen "Linienverkehr" wie über den Atlantik eingerichtet.
    Fazit: Nicht nur die Deutschen überschätzten den militärischen Wert der "Dickschiffe", auch die Alliierten hatten gehörigen Respekt vor den deutschen Schlachtschiffen...
    Womit wir wieder bei der Psychologie wären...

    VG
    Christian
    Für Hitler waren die Schlachtschiffe Prestigeobjekte, die er nicht gerne der Gefahr des Versenkens aussetzte. So fehlte denn der Marineführung der Mut zum großen Wurf, zum konzentrischen Einsatz der Schlachtschiffe "Bismarck, Tirpitz, Scharnhorst und Gneisenau". Die vier in einem Flottenverband, das wäre schon was gewesen, damit hätten sie der "Royal Navy" das Fürchten gelehrt. Aber last not least in Übereinstimmung mit Hitlers Direktiven wählte die Marineführung die Taktik des Einzeleinsatzes. Na ja, wenn man aus der Kirche kommt ist man immer schlauer ...

  6. #16
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    so Viele sind umsonst gestorben

    Auch wenn der Vergleich hinkt, muss ich diesen hier loswerden.
    Irgendwie war der ganze Krieg von vorne herein zum Scheitern verurteilt.
    Wie der N1 dachte der "Führer" wohl England auf dem Landweg besiegen zu können?
    Ohne eine entsprechende Seemacht zu sein, war ein Sieg aber nicht möglich.
    Die Luftangriffe und die U-Boot Schlachten waren alles nur strategisch gesehene Verzweiflungstaten.
    Zwar gab es mal einen kritischen Moment für England so Ende 1940 mit der Versenkung der Bruttoregistertonnen, aber dieser Vorteil für die deutsche Kriegsführung war auch schnell wieder dahin. Nachdem dann die USA aktiv eingriffen war es dann sowieso vorbei.

  7. #17
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    U-Boote

    Die Werftgarantie auf maximale Tauchtiefe bei einem VII C-Boot lag m. W. bei ca. 90 m. In Notsituationen gingen sie mitunter auf 200 m und tiefer. Dann konnte es passieren, dass die Nieten rausknallten. Wurde man von einer Niete am Kopf getroffen, war das wie eine glatter Durchschuss einer Pistolenkugel, ein tödlicher Kopfschuss. Gab es in diesen Tiefen nur einen kleinen Wassereinbruch, hatte dieser Strahl die Wirkung einer Kreissäge, durch den hohen Druck schoss der Strahl mit einer derartigen Druch heraus, dass er einen Menschen in Stücke schneiden konnte.

  8. #18
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    was soll ich davon halten

    Zitat Zitat von Joachim Clar Beitrag anzeigen
    ....war das wie eine glatter Durchschuss einer Pistolenkugel, ein tödlicher Kopfschuss....
    ....durch den hohen Druck schoss der Strahl mit einer derartigen Druck heraus, dass er einen Menschen in Stücke schneiden konnte....
    Also auf der einen Seite kritisierst Du den Film "das Boot" vernichtend, auf der anderen Seite schreibst Du hier solche Horror Märchen...

  9. #19
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    Kein Märchen

    Zitat Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
    Also auf der einen Seite kritisierst Du den Film "das Boot" vernichtend, auf der anderen Seite schreibst Du hier solche Horror Märchen...
    Junge, das ist kein Märchen, das war so, ein paar Grundkenntnisse in Physik reichen aus, um das so zu verifizieren. Es stimmt auch, dass sie Tote zu den Torpedorohren rausgeschossen haben, Rohr gewässert, vorher den Toten reingelegt, dann den Toten mit Pressluft rausgeschossen.

    Was hätten sie auch machen sollen, sie konnten Tote nicht unbegrenzt an Bord behalten, außerdem hätte das die Besatzung demoraliert, da haben sie es so gemacht. Im Detail betrachtet war der U-Boot-Krieg vollkommen unromantisch.

    Es gibt einen sehr guten und sehr realistischen Roman: "Haie und kleine Fische" von Wolfgang Ott, das war der erste große erfolgreiche U-Boot-Roman nach dem Krieg, geschrieben von einem Überlebenden, da stehen diese Dinge auch drin. Wo Buchheim mitunter gelogen hat, sagt Ott immer die Wahrheit.

    "Haie und kleine Fische" war auch ein sehr erfolgreicher gleichnamiger Film, der m. E. in den späten `50ern gedreht wurde - ausgezeichnet gemacht, mit Hansjörg Felmy, Wolfgang Frank, Wolfgang Preiss und anderen namhaften Schauspielern.

  10. #20
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    Bist Du sicher?

    Zitat Zitat von Joachim Clar Beitrag anzeigen
    Es stimmt auch, dass sie Tote zu den Torpedorohren rausgeschossen haben, Rohr gewässert, vorher den Toten reingelegt, dann den Toten mit Pressluft rausgeschossen.
    So so und das steht also in Deinen Romanen?

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