| Eine Frage die ich eigentlich noch stellen wollte die ich aber scheinbar vergessen habe war: Wer waren die Verlierer der Kreuzzüge.
Aber zunächst zur Frage nach den Gewinnern: Einerseits würde ich sagen die Kirche und andererseits die Seemächte aus Italien. Genua und Pisa hatten meines Wissens nach vor den Kreuzzügen kaum Bedeutung. Venedig war auch bei weitem nicht so bedeutsam wie es durch die Kreuzzüge wurde. Es hatte aber schon vorher eine gewisse Bedeutung. Immerhin trat der byzantinische Kaiser Basileos II Dalmatien an Venedig ab.
Im 1. Kreuzzug spielten die Seemächte Italiens kaum eine Rolle (kein Wunder es wurde ja auch der Landweg genommen). Doch schon bei der Eroberung der Küstengebiete durch die Kreuzritter brauchte sie Hilfe und die kam von den Seemächten.
Bei der Kreuzzügen direkt erhielten die Seemächte erst dann Macht und Bedeutung als man den Seeweg nahm.
Mit dem 4. Kreuzzug bekam Venedig enorme Macht im Gebiet des Bosporus. Durch die Wiedereroberung Konstantinopels durch Nikäa erlangte Genua an Einfluss in dieser Gegend, ohne Venedig wirklich zu verdrängen. Die Macht der beiden Seemächte im Osten war damit begründet.
Ein weiterer Gewinner waren die Verschiedenen Orden. Sie wurde ja in dieser Zeit gegründet. Manche wie die Templer verloren ihre Macht kurz nach den Kreuzzügen, häuften aber wärend dessen große Schätze an. Der deutsche Orden entstand auch in dieser Zeit, ihm gelang es sich in Nordosteuropa eine Basis zu schaffen.
So jetzt zur Frage der Verlierer:
Da fallen mir vor allem 2 Verlierer ein. Einige Arabische Dynastien wie die Fatmidien (in Ägypten und Syrien) oder die Großseldschuken und zeitweise auch die Rum Seldschuken (Seldschuken in Anatolien).
Der zweite Verlierer war Byzanz. Schon beim 1. Kreuzzug (den ja der Kaiser von Byzanz ausgelöst hatte) waren die Kreuzritter nicht nur Verbündete sondern auch eine Bedrohung. Im 3. Kreuzzug kam es schon zu sehr ernsten Auseinandersetzungen und der 4. Kreuzzug schädigte das Reich so dass es sich nie wieder erholte. |