| Ungarn, Byzanz, Naher Osten in der Zeit des 4. Kreuzzugs: -Ungarn: Ungarn nahm im 4. Kreuzzug eine neue Rolle ein, bisher war es immer Durchzugsland gewesen, ab und zu waren auch einige Ungarn in einem Kreuzzug beteiligt gewesen, aber im 4. Kreuzzug wurde Ungarn bzw. ein kleiner Teil davon Opfer.
Venedig leitete den Zug nach Zara um die Stadt, die im Laufe ihrer Geschicht mehrmals den Oberherren zwischen Venedig und Ungarn wechselte wieder unter seine Kontrolle zu bringen, was auch gelang.
König zu dieser Zeit (1202 wurde Zara beleagert) war Emmerich. Dieser herrschte 1196-1204. So erschreckend es auch gewesen sein mag, das Ungarn nun Opfer eines solchen Zugs gewesen ist, es dürfte sich auf Ungarn nicht groß ausgewirkt haben. Beschäftigt man sich mit der Geschichte Ungarns muss man eher aufpassen um das Eregnis überhaupt zu finden oder zumindest nicht zu übersehen. Kann aber auch sein, dass ich die das Eregnis unterschätze. -Byzanz: Der Zustand von Byzanz in dieser Zeit war ein schlechter, schon beim dritten Kreuzzug kämpfte man unter Isaak II Angelos mit verschiedenen wirklich großen Problemen, doch diese verschärften sich unter seinem Nachfolger Alexios III Angelos, der durch eine Palastrevolution an die Macht kam sogar noch. Die finanzielle Lage war äußerst problematisch, die militärische ebenfalls, was kein Wunder ist, ein großer Teil des Heeres von Byzanz bestand aus Söldnern, ohne Geld also kein starkes Heer, die legitimität des Kaisers wurde in Frage gestellt, was zu zahlreichen Erhebungen führt und Bulgarien war auch seit einigen Jahren nun wieder unabhängig geworden.
Dieser zunehmde Verfall von Byzanz gipfelte schlussendlich in der Eroberung von Byzanz im 4. Kreuzzug.
Ein Kreuzzug mit einem christlichen Staat zum Opfer, einer bei dem man sich fragen muss ob man ihn überhaupt als Kreuzzug bezeichnen sollte.
Nach dem Sturz von Alexios III durch die Kreuzfahrer, nach der Einnahme von Konstantinopel folgte kurze Zeit Alexios IV und der blinde Isaak II Angelos kamen zurück. Doch sie konnten sich nicht lange halten. Die Versprechen die Alexios IV den Kreuzfahrern versprochen hatte um an die Macht zu kommen, konnte er nicht erfüllen und so kam es zu seinem Sturz. Ihm folgt Alexios V. Dieser Versuchte widerstand zu leisten doch er scheiterte, Konstantinopel wurde von den Kreuzfahrern abermals eingenommen. In der Folge gründete man das Lateinische Kaiserreich. -Anatolien, Syrien, Ägypten, Persien:
In Anatolien profitierten die Rum-Seldschuken von der Schwäche von Byzanz und auch von der späteren Eroberung Konstantinopels und erreichten eine neue Blütezeit.
Um Ägypten kam es nach dem Tod Saladins unter seinen Nachfolgern zu Machtkämpfen aus denen schlussendlich Al Adil I, der im 3. Kreuzzug eine Rolle bei Verhandlungen gespielt hat durchsetzte. Er war von 1200- 1218 Sultan in Ägypten.
Weiter östlich in Persien erreichte zur Zeit des 4. Kreuzzugs gerade das Reich des Choresm-Schah sein Blütezeit und größte Ausdehnung. Herrscher war Ala-ad-Din Muhammad der das Reich vom Jahr 1200 bis zum Jahr 1220 beherrschte, schlussendlich aber gegen die Mongolen verlor.
Geändert von WDPG (14.03.2010 um 11:33 Uhr).
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