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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Krieg in Afghanistan

    Hallo Leute,
    leider kam es jetzt doch auch bei einem Bundeswehr Einsatz im Kundus zu Kollateralschäden an Zivilisten.
    Wir waren naiv zu denken, das könnte uns nicht passieren, sowas passiert nur den Cowboys!
    Sorry ich kann damit ganz schlecht umgehen.
    Wie ist eure Meinung dazu?
    Abzug oder weiter in einem sehr fremden und nicht in der Nachbarschaft liegenden Land Zivilisten töten?
    lG

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Du tust ja geradezu so, als wären die Zivilisten gezielt in ihrer Eigenschaft als Zivilisten getötet worden. Soweit ich informiert bin, schossen die Soldaten, weil die Zivilisten in ihren Fahrzeugen bei einem Kontrollposten trotz Aufforderung nicht anhielten. Zu prüfen ist also, ob die Stopp-Zeichen gegeben wurden und für die Zivilisten erkennbar und verständlich waren. Wenn ja, haben die Soldaten vollkommen richtig gehandelt. Es gibt schließlich immer wieder Selbstmordanschläge, bei denen die Attentäter in Menschengruppen fahren und sich dann sprengen.

    Der Afghanistan-Einsatz ist wichtig und richtig. Ein fundamentalistisches Regime, das den eigenen Bürgern nicht einmal die grundlegendsten Menschenrechte gewährte und den internationalen Terrorismus unterstützte, musste gestürzt werden. Danach konnte man das Land doch nicht einfach seinem Schicksal überlassen.

  3. #3
    Benutzer Rang: Kellermeister
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    Bundeswehreinsatz in Afghanistan

    Ich kann Scifi nur zustimmen. Allerdings sollte eines klar sein: Afghanistan ist ein riesiges Land, das zum größten Teil aus unwegsamen bzw. nur schwer zugänglichen Gebirgslandschaften besteht, und somit ideal als Versteck für Terroristen geeignet. Nicht mal die Rote Armee hat es geschafft, das Land unter vollständige Kontrolle zu bringen, als sie Ende 1979 dort einmarschierten. Und die hatten gewiß keine Probleme damit, auf "unschuldige" Zivilisten zu schießen.

    Aber ob das Problem einzig nur dadurch gelöst werden kann, indem man immer mehr Soldaten dorthin sendet, wage ich zu bezweifeln.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
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    Zitat Zitat von Carissimo Beitrag anzeigen

    Aber ob das Problem einzig nur dadurch gelöst werden kann, indem man immer mehr Soldaten dorthin sendet, wage ich zu bezweifeln.
    Ich auch. Das Ziel ist Afghanistan zur Ruhe zu bringen, es wieder aufzubauen um es sich dann wieder selbst zu übergeben. Der humanitäre Einsatz ist meiner Meinung nach lobenswert, doch der Militäreinsatz ist wie ich finde, sinnlos. Wenn immer wieder mal, mehr oder weniger auch durch Glück, ein paar von den Radikale aus dem Verkehr gezogen werden, dann ist das. Man müsste die eigentlich überschaubare Gruppe mal mit einem Großaufgebot quer durchs Land jagen und dann abschiessen und gefangen nehmen. Sonst geben die doch nicht auf und dann ist es auch nicht wert, dass dort Deutsche Soldaten sterben.
    Außerdem müssen die, v.a jüngeren Menschen, ideologisch , von mir aus demokratisch oder monarchistisch, aber auf alle Fälle anti-islamistisch, erzogen werden. Sonst gibt es da nach dem Truppenabzug wieder Chaos.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    So einfach ist das nicht. Ein humanitärer Einsatz ist ohne militärischen Einsatz nicht möglich, da sich die Taliban auch an zivilen Helfern vergreifen.
    Das mit-dem-Großaufgebot-durchs-Land-jagen klingt zwar gut, funktioniert aber nicht. Erstens bräuchte man dafür natürlich wesentlich mehr Truppen, und diese zu entsenden ist ja aus innenpolitischen Rücksichten zuhause kaum jemand bereit. Zweitens müssten diese Truppen dann auch kämpfen. Gegenwärtig kämpfen nur die Amis, die Briten und die Kanadier; die anderen Kontingente wie z. B. die Deutschen halten sich in vergleichsweise sicheren Gegenden auf; ihre Regierungen erteilen den regelmäßigen US-Forderungen nach mehr Engagement ebenso regelmäßig klare Absagen. Berichte über gefallene eigene Soldaten machen sich in den Boulevardmedien und Umfragen halt gar nicht gut. Drittens ist Afghanistan so groß und topographisch so ungünstig geformt, dass ein Durchkämmen in der Praxis nicht möglich ist.
    Das mit dem anti-islamistisch-erziehen könnte leicht nach hinten losgehen. Zwangsweise Indoktrination kommt nie gut an und könnte dazu führen, dass sich auch gemäßigt islamische Kreise, die die Gewalt der Taliban eigentlich ablehnen, dem Widerstand gegen die Besatzer anschließen.

  6. #6
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    Scifi, ich gebe Dir da durchaus recht. Aber da ich nicht den Einsatz selbst, sondern seine Durchführung kritisiere, das Folgende:
    Dass das Land unwegsam und militärisch schwer begehbar ist, ist mir klar. Da aber meiner Meinung nach aber nur ein Kampfeinsatz mit Großaufgebot Sinn macht, sollte dafür gesorgt werden, dass eine große Kampftruppe, in der auch Länder wie Deutschland vertreten sind, entsteht. Eine riesige Truppenstärke würde den topographischen Nachteil wohl wettmachen. Auch Länder wie Deutschland müssen um ein gutes Ansehen zu erreichen/bewahren an solchen Aktionen als den Amerikanern und Briten gleichgestellte Truppen teilnehmen.

    Was mit einer Indoktrinierung alles passieren kann, kenne ich aus Erfahrung. Man muss für die Leute Verständnis zeigen, ihnen kostenlosen Zugang zur Bildung ermöglichen, mann muss ihnen wenn sich die Lage bessert vor Augen führen, dass sie Ruhe und Aufstieg dem Westen, Tod und Zerstörung den Taliban zu verdanken haben. Mit der Brechstang darf man da freilich nicht herangehen, darum heißt es ja "erzihen".

  7. #7
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    Zitat Zitat von cäsar Beitrag anzeigen
    Auch Länder wie Deutschland müssen um ein gutes Ansehen zu erreichen/bewahren an solchen Aktionen als den Amerikanern und Briten gleichgestellte Truppen teilnehmen.
    Schreib' an Deinen Abgeordneten! Sogar Euren heißgeliebten Obama habt Ihr mit seiner Forderung nach mehr Engagement abblitzen lassen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
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    Ach, ach, ach...
    Für Österreich: zwei Drittel der Deutschen wollen Obama, das andere Drittel McCain als Präsident. (Umfragen)
    Ich persönlich bin ja gegen Obama, warum soll denn die Regierung da nicht gleich eingestellt sein? Die haben ihn zum Glück nicht direkt vor dem Brandenburger Tor sprechen lassen, da wäre ja Hysterie ausgebrochen.
    Wenn ich die Politiker recht verstehe, dann wollen sie selbst entscheiden wo, wann und wie sie die Armee einsetzen. Obama fordert aber eine bedingungslosere Gefolgschaft, dessen sind sich viele Deutsche nur auch nicht ganz bewusst.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    so so Scifi

    Dann hier meine Forderung:

    Österreicher an die Front!

    Aber nur mit User Bild.
    Mach doch endlich mal eins klar.
    lG

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Zitat Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
    Österreicher an die Front!
    Erkläre das doch unseren Politikern und Boulevardmedien.
    Besonders letztere treiben es arg. Vor ein paar Tagen gerieten ein paar unserer Soldaten im Tschad bei einer nächtlichen Patrouille in einen kleinen Schusswechsel mit ein paar Banditen. Niemand von den Unseren wurde verletzt. Am nächsten Tag titelte unsere auflagenstärkste Boulevardzeitung: "Unsere Soldaten im Tschad in wildem Feuergefecht!"
    Aber auch die Politiker sind da nicht besser, besonders die Grünen. Zunächst forderten sie die Entsendung von Truppen nach Darfur (wo es viel gefährlicher ist als im Tschad), blieben damit aber alleine. Dann forderten sie die Entsendung in den Tschad, was von den anderen Parteien und der Regierung zunächst abgelehnt wurde. Als die Regierung sich aber endlich doch mit dem Gedanken anfreundete, waren auf einmal die Grünen dagegen, ebenso die beiden anderen Oppositionsparteien, darunter die rechten Recken von der FPÖ.

    Zitat Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
    Aber nur mit User Bild.
    Mach doch endlich mal eins klar.
    Sag' das doch WDPG. Der war von Anfang an dabei und hat fast so viele Beiträge wie ich, ich erst seit 2 Monaten.

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