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03.02.2012, 21:03
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#1081 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.263
| Zitat:
Zitat von Nafets Selbst permanentes Wirtschaftswachstum in chinesischer Größenordnung könnte das Problem langfristig nicht beseitigen. | Insbesondere deswegen nicht, weil Wirtschaftswachstum in chinesischer Größenordnung erst einen nicht unerheblichen Teil der Krankheiten verursacht, deren Kosten die Allegemeinheit belasten würden.
Beispiel Flughafenausbau. Es lagen genug Studien zu den Krankheitsfolgen von Lärm vor, die aber ignoriert wurden.
In en Arztpraxen im Einflugbereich der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafes sind die Krankenstände seit Eröffnunf der Bahn rapide gestiegen. Bluthochdruckerkrankungen nahmen deutlich zu (genaue Zahlen gibt es demnächst.)
Wieviel Wachstum muss von dem Flughafen ausgehen, um die damit verbundenen Krankheitskosten in den Griff zu bekommen?
Heute werden nicht unerhebliche Krankheitskosten durch psychische Erkrankungen verursacht. Erkrankungen, die unter anderem in Zusammenhang gebracht werden können mit Druck, Streß, wenig Anerkennung, wenig Lohn.
Da muss man sich ja fast schon weniger Wachstum wünschen, damit alles bezahlbar bleibt...
__________________ Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.
Wilhelm Busch |
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03.02.2012, 22:21
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#1082 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Zitat:
Zitat von Nafets Die meisten dargestellten Szenarien sind nachvollziehbar und letztlich erschreckend. Das einzige was wirklich helfen würde, wäre eine drastische Erhöhung der Geburtenrate. | Wenn auf einmal die Geburten gewaltig in die Höhe schnellen würden, dann hätten wir die ersten, schatzungsweise 20 bis 25 Jahre nur ein gewaltiges Kostenproblem.
Im Grunde sollten wir das Problem an der Wurzel anpacken und aufhören, dieses sogenannte Generationenmodell weiterzuwursteln. Wir machen Schulden, die nachfolgende Generationen bezahlen müssen. Unsere Altersversorgung sollen nachfolgende Generationen erwirtschaften. Wir belasten die Umwelt und später muss saniert werden. Und, und, und,...
Schon mal überlegt, was auf ein neugeborenes Kind heute alles zukommt? Es soll einmal x Rentner und 0,x Pensionäre versorgen, es soll die Zinsen des Staats bezahlen, es soll den Staat bezahlen, es soll die Versorgung der vielen alten Menschen bezahlen. Bleibt wenig Platz für ein eigenes Leben, oder?
__________________
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03.02.2012, 23:11
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#1083 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs Ist in der Studie schon bis zu einem gewissen Grad eingerechnet. Es wird aber auch ausgeführt, dass und warum sie, was das Wirtschaftswachstum betrifft, unweigerlich an Grenzen stößt. | Stimmt. Außerdme ist es auch keine Dauerlösung.
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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04.02.2012, 19:13
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#1084 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 15.10.2011 Ort: Thüringen
Beiträge: 1.623
| Zitat:
Zitat von Rohana Heute werden nicht unerhebliche Krankheitskosten durch psychische Erkrankungen verursacht. Erkrankungen, die unter anderem in Zusammenhang gebracht werden können mit Druck, Streß, wenig Anerkennung, wenig Lohn.
Da muss man sich ja fast schon weniger Wachstum wünschen, damit alles bezahlbar bleibt... | Da möchte ich dir gern zustimmen.
Habe das selbst erlebt, bei ganz lieben Kollegen. Hörsturz, Augen- u. Herzinfarkt. Depressionen, die mit "harten Drogen" bekämpft wurden.
Unsere (Hoch)Leistungsgesellschaft ist schon so ein Ding für sich. Ein Job der zwar wirklich gut bezahlt wird, aber den Verlust oder eine ernsthafte Beeinträchtigung der Gesundheit nach sich zieht, ist das auch nicht wert. Es gibt Alternativen.
Scheinbar können wir, bzw. viele von uns, mit ihr (der Leistungsgesellschaft) nicht leben, aber ohne sie auch nicht auskommen.
Das betrifft nicht nur die Jobs die weiter oben angesiedelt sind, sondern auch die kleineren. Lass es mal eine Teamleiterin von Tedi, Kik oder die Chefin eines Rossmannmarktes sein. Die stehen unter einem dermaßen permanent hohem psychischen Druck, dass man da schon eine ziemlich robuste Natur sein muss, um dort zu überleben. Denen macht die Arbeit selbst großen Spaß. Nur was drumrum abgeht, z.T. unfähige Vorgesetzte, nicht nachvollziehbare und schlussendlich schlechte Entscheidungen, kann diese Menschen krank machen. Und das Einkommen ist bescheiden.
Nur werden uns die Kosten, für auf diese Art entstandene Krankheiten, nicht auffressen. Da gibt es andere, schwerwiegendere Probleme, die wir haben.
Der sinnvollste Ansatzpunkt liegt wahrscheinlich mehr in dem, was Triton oben geschrieben hat. Überarbeitung des Generationenmodells. Wobei mehr Kinder auch sehr sinnvoll wäre, nur fehlt da auch wieder der Unterbau.
Eine Sache ohne Ende.
__________________ Wir! gründen das beste Forum für Geschichte. |
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08.02.2012, 03:34
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#1085 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 12.12.2009 Ort: Wien
Beiträge: 2.653
| Die Euro-Fehlpolitik führt keineswegs immer und grundsätzlich zur besseren Völkerverständigung, wie es des Öfteren kolportiert wird. Demonstranten zünden deutsche Flagge an - Griechenland in der Krise - derStandard.at › Wirtschaft
Menschen, die ohnehin nicht viel haben, müssen den Gürtel noch enger schnallen. Z.T. können sie nicht einmal mehr ihre Kinder ausreichend ernähren, wie neulich zu erfahren war.
Es müssen endelich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ich sehe im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:
1) Gelddrucken ohne Ende zum Leidwesen vpn ganz Europa, wie es z.B. von den USA oder Ökonomen wie Fels verlangt wird (wovon ich nichts halte) oder
2) Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, worin ich die einzig gangbare Lösung sehe.
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MfG,
Titus Feuerfuchs
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08.02.2012, 11:44
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#1086 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Die Griechen sollen mal schön deutsche Fahnen verbrennen und sich dann wundern, warum die Touristen ausbleiben. Normalerweise richten sich die Proteste meistens gegen die eigene Regierung, die Anti-EU-Proteste sind doch meist nur Randerscheinungen.
Warum verlangt die Troika Lohnkürzungen im privaten Sektor? Kapier ich nicht. Das schadet doch dem Binnenkonsum, der eh schon schrumpft, weil der öffentliche Sektor darbt.
Und den Teufel muss man auch nicht an die Wand malen, in Griechenland wird niemand verhungern. Es gibt keine Alternative zum Sparkurs, niemand gibt den Griechen mehr Geld. Ihre Haupteinnahmequellen sind Tourismus und Landwirtschaft, die werden wahrscheinlich kaum von der Binnenkrise berührt.
Mit Italien und Spanien kommen die wirklichen Probleme ja erst noch. Und das sind Staaten mit echter Industrie.
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08.02.2012, 11:58
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#1087 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Verunglimpfungen von Merkel lass ich mir noch gefallen, doch das Verbrennen von schwarz-rot-gold ist ein No Go.
Ich hab die Griechen immer gemocht, das ändert sich gerade.
Weiß einer von Euch ob die Rüstungsausgaben halbiert wurden ?
Sollen Sie doch Ihre U-Boot Flotte verkaufen und wieder Galeeren einführen
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... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
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08.02.2012, 12:08
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#1088 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Mit der Verkleinerung der Armee spülst Du halt auch wieder viele junge Männer auf den Arbeitsmarkt, wo ihre Fähigkeiten kaum gefragt sein dürften.
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08.02.2012, 12:10
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#1089 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Frage Wie viele von den jungen mutigen Griechen sind in Afghanistan ?
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... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
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08.02.2012, 13:40
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#1090 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Wow, hier weht ja 'mal wieder der eisige Hauch der Geschichte ... (wobei ich zugeben muss, dass dies eine der Hauptgründe ist, warum ich hier im Forum schreibe - interessiert mich brennend) Zitat:
Zitat von lorginn Wie viele von den jungen mutigen Griechen sind in Afghanistan ? | Ca. 160, Griechische Streitkräfte ? Wikipedia Forces armées grecques - Wikipédia Zitat:
Zitat von lorginn Verunglimpfungen von Merkel lass ich mir noch gefallen, doch das Verbrennen von schwarz-rot-gold ist ein No Go.
... | Liegt a bisserl daran, dass D - halt wie in übler Vergangenheit - geierartig als Krisenprofiteur und Abzocker auftritt, nicht kleine Teile seiner Bev. aber widerwärtigerweise der festen Ueberzeugung sind, sich für Andere und überhaupt die Menschheit zu opfern. Deutsche Wirtschaft: Genießen Sie den Konjunkturrausch! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Die alte Sympathie, die D nach Adenauer bis Schröder für sich erobert hatte, ist hin, und zwar nicht nur in Griechenland. Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs ...
1) Gelddrucken ohne Ende zum Leidwesen vpn ganz Europa, wie es z.B. von den USA oder Ökonomen wie Fels verlangt wird (wovon ich nichts halte) oder
2) Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, worin ich die einzig gangbare Lösung sehe. | Es hat durchaus noch andere Optionen:
z.B.
3) D wird aus EU und Euro ausgeschlossen und wird übermorgen mit einer zu nix zu gebrauchenen Mark auf seinen schimmeligen Produkten sitzenbleiben.
LG |
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