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Tags: bildung, fremdsprachen, kultusminister

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Alt 04.02.2012, 18:34   #181 (permalink)
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Statt Lehrer zu studieren, Leher als Berufslehre...

Nach den Erfolglosen "Reformitis" und Versuche hat nun die SVP die Bildungspolitik entdeckt..

In der Schweiz herscht akut Lehrer Mangel und Lehrer werden zum Teil aus andere deutsch Sprachigen Raum abgeworben.

Trotzdem ist das Problem so akut das man sich überlegt Quereinsteiger zu suchen aus der Wirtschaft, selbst gestanden Rentner werden zurück gerufen..also wirklich dramatisch..

Die SVP hat jetzt ein Bildungspolitischen Leitfaden Verabschiedet.

"Der Lehrer Beruf wurde akademisiert und ist nicht mehr Praxis Orientiert" Die SVP möchte die Pädagoischen Hochschulen als solches Abschaffen und stattdesen eine Berufslehre als Leher einführen...

Das heisst zukünftige Pädagogen sollen 3 in der Woche in Schule gehen als Assitenz Lehrer und aktiv mitmirken in der Schule, also quasi Praxis teil daneben 2 Tage in der Woche selber in die Hochschule Theorie lernen...

Zudem möchte die SVP das Notesystem ab der 2 Klasse einführen und nicht wie heute Bewertungsystem mit Punkte oder Smileys...


LG
Obelix
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Sic semper tyrannis "So soll es jedem Tyrann ergehen" von Shakespear Cäsar. diese Worte wurden von Herr Booth bei der Ermordung des Präsidenten Lincoln gesagt.
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Alt 05.02.2012, 10:44   #182 (permalink)
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Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Sollte zu denken geben. Wobei ja Sitzenbleiben keine Schande sein sollte, sondern Chance. Das Abgehen(müssen) wäre dann in der negativen Konsequenz schlecht.
Zwei der Jungs aus der Fußballmannschaft meines Sohnes, die (als Ausländer) sitzengeblieben sind, sind auf die Realschule gewechselt.

Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen

Das klingt in meinen Ohren aber danach, dass er entweder faul ist, wirklich keine Zeit hat zum Nachschlagen und Selbstkontrollieren oder keine Lernmethode hat. Letzteres wäre das Schlimmere, aber man kann auch Methode lernen.
Faul ist er defintiv nicht. Die Lernmethode könnte schon eher hinkommen, aber auch das scheint ein Problem des Schulwechsels zu sein. Die Kinder hier absolvieren eine kuschelige, verwöhnende Grundschule und nach sechs Wochen Somemrferien am Ende der vierten Klasse sollen sie dann auf einmal im Stande sein, sich selbst alles erarbeiten zu können und das im Alter von 10.
Was neurobiologisch nachgewiesenermaßen ohnehin zu früh ist.


Hier geht es aber tatsächlich darum, daß die Lehrerin aufgrund von Zeitmangel- mehr Stoff in kürzerer Zeit und viel zu großen Klassen- darauf verzichtet, das eine oder andere zu kontrollieren.


Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
M.E. ist es aber so, dass Schüler, die grundsetzlich Hilfestellung benötigen für Uebungen, Hausaufgaben usw., im Kurs nicht richtig sind bzw. der Kurs/die Schule/der Lehrer nix für sie ist.
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Eigentlich. Vorausgesetzt, die Lehrer erwarten nicht, daß die Eltern ihren Job machen- und einige tun es. Ernsthaft.

Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, dass ich jemals Hilfe von meinen Eltern bei Schulstoff angefordert hätte (im Ggteil, das hätt' ich als die ultimative Zumutung empfunden - Stichwort Kontrolle und Machtspielchen usw.), ausser einmal, als ich in der Grundschule die Uhr nicht lesen konnte, aber alle anderen schon, was mir superpeinlich war.
Ich auch nicht. Ich war aber auch nie mit der Situation konfrontiert, daß ein Lehrer wegen Zeitmangel auf Erklärungen verzichtet hat. (Ist im übrigen kein Problem meines Sohnes alleine, die ganze Klasse hat sich bereits diesbezüglich über die Lehrerin beschwert- und jetzt klappt es besser)


Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
IWenn er das akzeptiert, gezeigt zu bekommen, dann hast Du Glück. .
Weiß ich.Mein anderer Filius ist da ganz anders....


Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Wobei Ihr die Bed. und die Stellung von (guten) Deutschkenntnissen aber m.E. massiv überschätzt.
Das liegt auch nicht an den Deutschkenntnissen. Das liegt eher daran, daß die drei ausländischen Kinder, um die es geht, aus Arbeiterfamilien kommen. d.h. die eltern sind selbst mit nicht so hoher Schulbildung nach Deutschland gekommen und sprechen kein Englisch und haben nur Grundkenntnisse in Mathe, können also dementsprechend wenig helfen.
Die deutschen Kinder hier in der Gegend stammen dagegen vorwiegend aus Familien, in denen wenigstens ein Elternteil Abitur hat, aber meistens haben es beide und wenigstens einer hat ein abgeschlossenes Studium.



Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
was zählt, ist nicht, dass er jeden einzelnen Satz perfekt hinschustert, sondern, dass er weiss, wie und wo er (von mir aus auch mit ein bisschen Mühe) was nachschlägt und selbst kontrolliert. Darum geht's. Und es spielt (fast) keine Rolle, ob das Judogriffe sind, Mandarin ist oder Integralrechnung.
.
Wobei ich hier der Standard-Antwort "Internet" eher skeptisch gegenüber sehe- und du könntest auch wissen, woher es kommt...




LG[/quote]
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Wilhelm Busch
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Alt 05.02.2012, 12:42   #183 (permalink)
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Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Nämlich? Dass die Schule dann zur Ganztagsaufbewahrungsanstalt verkommen ist?
Ist sie ja nicht. Zwar haben die Fünftklässler 2 mal die Woche Nachtmittagsunterricht, aber der fällt so oft aus (zumindest der Sport), daß die lieben Kleinen dann schon oft nach der fünften Stunde Schulfrei haben...

Nein, das Problem dabei ist eher, daß nun der gleiche Stoff, der früher in sechs Jahren vermittelt wurde, in fünf Jahren vermittelt werden muss. Und das in Klassen mit 30 Schülern.


Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Das klingt in meinen Ohren aber danach, dass er entweder faul ist, wirklich keine Zeit hat zum Nachschlagen und Selbstkontrollieren oder keine Lernmethode hat. Letzteres wäre das Schlimmere, aber man kann auch Methode lernen.
Ich habe mir den Absatz noch mal herausgegriffen, weil ich denke, daß das Hauptproblem wirklich die Methode ist.
Wenn ich so an das erste halbe Jahr fünfte Klasse zurückdenke, dann ist es nicht so, daß die Kinder wirklich große Schwierigkeiten mit dem Stoff hatten.
Das Hauptproblem war wirklich die Umstellung darauf, wie sie von nun an zu lernen und zu üben hatten.

Die Grundschule kennt die Fächer Deutsch, Mathe und Sachunterricht als Hauptfächer. Dazu Englisch, Kunst Sport, Musik und Religion als Nebenfach.Was bedeudet, daß sie z.B. in Mathe und Deutsch 3 Arbeiten pro Halbjahr, in Sachkunde 2 Arbeiten pro Halbjahr und vielleicht in Religion 1 Arbeit pro Halbjahr schreiben.
Die drei Hauptfächer haben sie fast jeden Tag, Hausaufgaben gibt es von dem einen auf den anderen Tag, und wenn ein Kind aus welchem Grund mal Unterricht versäumt, bekommt es alles erklärt.
Gymnasium ist anders. Durch G8 wird fast alles in Doppelstunden unterrichtet, so daß die Schüler z.B nur einmal die Woche Bio und Erdkunde haben (aus einem Sachunterrrichtsfach mach 2). Englisch kommt als Hauptfach dazu, und in allen Nebenfächern außer Sport werden Arbeiten geschrieben. Es gibt auch in allen Fächern außer Sport Hausaufgaben, die dann aber erst bis in einer Woche gemacht werden müssen, weil bei zwei Wochenstunden die Woche und alles in Doppelstunde nur einmal die Woche das Fach unterrichtet wird.
Was natürlich bedeutet, daß die Lücke, die entsteht, wenn ein Kind krank ist, sehr groß ist. Da wird nichts nacherklärt (so kam es bei meinem Sohnemann zu der Lücke in Geometrie)- es wird einfach vorausgesetzt, daß die Kinder das irgendwie nachholen. Wiederholen müssen die Kinder den Stoff ohnhin slbstständig, weil bei einem Abstand von eienr Woche dann doch mehr vergessen wird als wenn ein Fach alle drei Tage eine Stunde unterrichtet wird.
Die Kinder müssen sich komplett anders organisieren, und das verursacht die Schweirigkeiten. Hier sind die Kinder klar im Vorteil, die Eltern haben, die ihnen dabei helfen können, sich Organisationspläne zu machen. z.B. Wenn sie in vier Fächern Hausaufgaben aufhaben, die sie an einem Nachmittag gar nicht schaffen, dann müssen sie lernen, zuerst die Hausaufgabe zu machen, die sie als erstes brauchen und nicht die, auf die sie jetzt gerade am meisten Lust haben, weil sie ansonsten mit den Hausaufgaben des nächsten Tages und dem Üben und Wiederholen des Stoffes in Zeitdruck geraten.
Sie müssen lernen, wie sie Lücken schließen und und und... Lauter so ein Zeug.

Die Kinder, die keine Eltern haben, die ihnen dabei behilflich sein können, fallen dabei hinten runter- einfach, weil das Tempo dann doch zu schnell ist, um ihnen die Zeit zugeben, sich die entsprechenden Fähigkeiten zur Organisation alleine anzueignen. Bis sie sich das angeeignet haben, sind die Lücken für das rein fachliche Wissen zu groß.

Es gibt natürlich auch Schulen, an denen das anders gehandhabt wird. Wir haben hier eine sehr gute integrative Gesamtschule, in denen diese Probleme erst gar nicht auftreten, weil das Konzept ein anderes ist. Da gibt es auch kein G8, sondern noch G9.

Beim Gymnasium läßt sich aber tatsächlich das Fazit ziehen, daß die Schüler, die Eltern haben, die sie auf ihrem Schulweg begleiten können, eine wesentlich höhrere Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss haben als Schüler, die diese elterliche Unterstützung nicht haben.
Da gibt es noch sehr viel Verbrsserungspotential... Sehr, sehr viel. Insebsondere, was die Methode anbelangt.
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