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Heiliges Rom, Sündiges Rom – Die Päpste zwischen Reformation und Revolution

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Tags: obama

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Alt 19.10.2011, 16:38   #1 (permalink)
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US-Präsidentenwahl 2012

Am 06.11.12 sind US-Präsidentenwahlen. Betrachtet man die sechs letzten Präsidenten, haben drei eine Wiederwahl geschafft, drei nicht. Für Obama sind die Chancen nach dem gegenwärtigen Stand eher ungünstig. Nach allgemeiner Einschätzung sind sein größter Vorteil im Augenblick die Republikaner, die trotz guter Ausgangssituation keinen überzeugenden Kandidaten finden. Ist das so?

Eine gewisse Unlust im republikanischen Lager könnte sich damit erklären lassen, dass die Chancen für Obama nicht so schlecht stehen, wie allgemein angenommen. Gerne werden vergleiche mit Jimmy Carter gezogen, aber werden sie Obama gerecht?

Zunächst einmal wurde Carter zu einer Zeit Präsident, wo die Republikaner durch "Watergate" noch sehr geschwächt waren. Amtsinhaber Ford hat 1976 nach einem massiven Rückstand gewaltig aufgeholt, so dass Carter - vor dem Hintergrund der anfangs guten Ausgangslage der Demokraten - mit einem relativ schlechten Wahlergebnis Präsident wurde. Hinzu kommt, dass er immer schwache persönliche Umfragewerte hatten. Bei Obama ist das etwas anders. Zwar wurde er trotz des Lehman-Zusammenbruchs und dem Imageverlust der Republikaner im letzen Drittel der Bush-Präsidentschaft auch nicht gerade mit einem Erdrutschsieg ins Weiße Haus gespült, aber seit dem Tag seiner Vereidigung sind seine persönlichen Werte beachtlich und liegen ein Jahr vor der Wahl noch immer über denen von Bush und Clinton im dritten Jahr ihrer jeweiligen Amtszeit. Hier liegt vielleicht der Grund, weshalb Republikaner aus der ersten Reihe es scheuen den Amtsinhaber herauszufordern! Bleibt die Arbeitslosenquote dagegen auf dem jetztigen Stand, dann wäre Obama der erste Präsident seit Roosevelt, der trotz socher Zahlen wiedergewählt würde.

Schließlich bleibt zu klären, ob die Republikaner wirklich so schlecht aufgestellt sind, wie behauptet wird. Schaut man sich das Feld an, scheint es bei den Vorwahlen um ein Rennen zwischen vier Kandidaten zu gehen. An der Spitze der eher liberale Romney und der konservative Perry, daneben Cain und etwas abgeschlagen Ms. Bachmann. Ms. Bachmann hat zwar die Testwahl in Iowa gewonnen, dürfte aber nur Außenseiterchancen haben. Sie ist erst seit einem Jahr "congress-woman", zu wenig in einer Zeit, wo ein lagerübergreifender Vorwurf gegen Obama darin besteht, dass er wegen seiner Unerfahrenheit die Wirtschaftskrise nicht in den Griff bekommt. Gleiches dürfte - mit Abstrichen - auch für Cain gelten, der allerdings in Umfragen momentan ein Zwischenhoch hat.

Bliebe ein Duell zwischen Romney und Perry. In einem Historikerforum drängt sich förmlich der Vergleich mit der Vorwahl der Republikaner 1980 auf, wo zwischen Bush und Reagan zu entscheiden war. Favorisierte das Parteiestablishment Bush, war die Parteibasis für Reagan. Hier sollte man wissen, dass die Präferenz für Bush in diesem Fall einer gewissen Regel bei den Republikanern entspricht, mit einem gemäßigten Kandidaten der Mitte in den Wahlkampf zu ziehen. Im Idealfall ein unauffälliger Typ in dem sich der Durchschnittsamerikaner aus dem "Heartland" wiederfinden kann. Nixon, Ford, Bush und Dole sind typische republikanische Präsidentschaftsbewerber dieser Sorte. Anders die Demokraten, die sich gerne von großen Charismatikern wie Kennedy, Clinton oder Obama "verführen" lassen.
1980 war es anders: Trotz des Vorwurfs, er sei zu konservativ um eine Wahl zu gewinnen wurde Reagan der Kandidat gegen Carter. Nun haben wir wieder einen Amtsinhaber, der u.a. wegen seiner Neigung zum Idealismus und seiner desaströsen Wirtschaftspolitik mit Carter verglichen wird und wieder drängt sich mit Perry ein Kandidat nach vorn der sich eindeutig im rechten Flügel der Partei verorten läßt. Wie Reagan ist auch Perry ein klassischer Lokalpolitiker, dessen Bundesstaat sich wirtschaftlich positiv gegen den Bundesdurchschnitt entwickelt. Aber da hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Perry ist im Vergleich zu Reagan in den USA recht unbekannt und Texas ist im Gegensatz zu Kalifornien zu speziell um als Patentrezept zur Bewältigung der Krise im "Midwest" herzuhalten. Die muskelöse Religiösiät Perrys wirkt selbst für amerikanische Verhältnisse etwas deplatziert in einer Zeit, wo es weniger um Werte, als um die Wirtschaft geht. Romney ist zwar dem Vorwurf ausgesetzt, er sei als Mormone kein Christ, kann sich aber als Mann der Mitte präsentieren. Ein Vorteil, wenn man bedenkt, dass die Wahl 2012 von Wechselwählern entschieden wird. Romney ist als Kandidat zwar wenig charismatisch, kann damit aber eine wohltuende Alternative für Wähler sein, die Obamas Pathos müde geworden sind. Letztlich wäre Romney auch keine Reizfigur die Obama helfen würde, seine enttäuschten Wähler von 2008 zu mobilisieren. Im Augenblick halte ich Romney für den aussichtsreichsten Kandidaten, aber nichts ändert sich schneller, als Umfragewerte bei amerikanischen Vorwahlen und bis zum ersten "Super-Tuesday" sind es noch drei Monate. Zeit für Spekulationen. Ohnehin wage ich die vorsichtige Prognose, das Obama es noch einmal schafft, auch wenn es für ihn eine Zitterpartie wird. Wetten würde ich aber nicht darauf...
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Alt 19.10.2011, 16:56   #2 (permalink)
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Sollten die Republikaner gewinnen hat das ein gutes. Sie müssten wieder sinnvoll regieren und müssten aufhören zu blockieren und sinnlos alles aufzuhalten was so kommt.
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"Vergessen scheint, dass die europäische Integration uns sechzig Jahre lang Frieden beschert hat; dass der europäische Wirtschaftsraum zu einem der wohlhabendsten und größten der Welt herangewachsen ist; dass hier so viel Menschen in Freiheit leben können wie noch nie zuvor."
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Alt 19.10.2011, 18:15   #3 (permalink)
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Dann blockieren eben später die Demokraten. Taktische Machtplänkeleien wird es in einem Mehrkammernsystem immer geben und das muss man als Preis für das korrektive Element im System einfach in Kauf nehmen. In Großbritannien oder Frankreich gibts das nicht, mit der Folge einer weniger homogenen Wirtschafts- und Finanzpolitik bzw. Gesetzgebung.

Erst einmal bin ich froh, dass Sarah Palin nicht antritt...
Die anderen Kandidaten kenne ich noch zu wenig, um mir ein Urteil zu erlauben, aus europäischer Sicht sind fast alle Republikaner extrem rechts einzuordnen (Todesstrafe, Militärmacht, Steuerpolitik) aber selbst mit Reagan konnten wir hier gut leben.

Obama hat noch über ein Jahr Zeit, die Konjunktur wieder anzustoßen. Oder besser gesagt, dass sie von selbst wieder in Tritt kommt, viel kann er ja nicht machen bei den sowieso niedrigen Zinsen und dem horrenden Staatsdefizit. Deshalb auch die ständigen Bitten an die Europäer, auf Pump zu investieren bzw. sich finanziell stärker in die NATO einzubringen.
Was mir Sorgen macht, sind die wiederaufgeflammten Versuche, mit dem Iran einen neuen Todfeind aufzubauen. Aber das wird Obama nicht helfen, im USA-Wahlkampf zählt fast nur Innenpolitik und das weiß er sicher auch.
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Alt 20.10.2011, 21:31   #4 (permalink)
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Erst einmal bin ich froh, dass Sarah Palin nicht antritt...
Da hast du absolut recht, eine Präsidentin Palin wäre auch für mich eine absolute Horrorvorstellung gewesen. Warum hat sie eigentlich abgesagt (gebe zu habe die ganze Sache nur sehr wenig beobachtet)?
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Alt 21.10.2011, 00:24   #5 (permalink)
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Wahrscheinlich sind die Erfolgsaussichten zu mau, ganz einfach.
Wenn Obama wiedergewählt wird, tippe ich auf leichtes Spiel für die Republikaner beim übernächsten Mal, und Palin hat ja noch alle Zeit. Leider. Ich fürchte, die sehen wir wieder.
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Alt 21.10.2011, 11:42   #6 (permalink)
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Wahrscheinlich sind die Erfolgsaussichten zu mau, ganz einfach.
Wenn Obama wiedergewählt wird, tippe ich auf leichtes Spiel für die Republikaner beim übernächsten Mal, und Palin hat ja noch alle Zeit. Leider. Ich fürchte, die sehen wir wieder.

Glaube nicht, dass man Palin so schnell wieder sieht,
es gibt doch bereits jetzt eine große Mehrheit in den USA die sagt, sie würden niemals für Palin stimmen.
Man unterschätzt auch die Republikaner, die gewöhnlich sehr sorgfältig ihre Kandidaten auswählen und mit einer "Luftnummer" wie Palin sicher keinen Präsidentschaftswahlkampf bestreiten würden, erst recht nicht in vier bzw. fünf Jahren, wo sich dann die ganzen Schwergewichte der Partei bewerben würden.
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Alt 21.10.2011, 11:49   #7 (permalink)
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Die anderen Kandidaten kenne ich noch zu wenig, um mir ein Urteil zu erlauben, aus europäischer Sicht sind fast alle Republikaner extrem rechts einzuordnen (Todesstrafe, Militärmacht, Steuerpolitik) aber selbst mit Reagan konnten wir hier gut leben.
Die Todesstrafe ist in den USA (leider) so populär, dass kein Kandidat - egal ob Dem oder Rep sich davon distanzieren würde.
Clinton hat im Wahlkampf 1992 selbst einer Hinrichtung beigewohnt, um Zweifel an seiner Befürwortung der Todesstrafe zu zerstreuen.
Was die Militärmacht angeht, hat der Friedensnobelpreisträger Obama in einem Jahr soviele Drohnenangriffe befehligt, wie Bush in seiner ganzen Präsidentschaft nicht...
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Alt 21.10.2011, 17:26   #8 (permalink)
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Dann blockieren eben später die Demokraten.
So wie derzeit die Republikaner zum Schaden der USA? Glaube ich nicht mal.

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Erst einmal bin ich froh, dass Sarah Palin nicht antritt...
Warum? Sie wäre chancenlos und Obama hätte gesiegt, außerdem würde sie die Tea Party demaskieren, als das was sie ist.
Der Rest der Kandiaten besteht aus den üblichen dümmlich, lauten und aggressiven Südstaatlern. Meist noch mit zweifelhaften religiösem Hintergrund.
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Alt 22.10.2011, 13:34   #9 (permalink)
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Der Rest der Kandiaten besteht aus den üblichen dümmlich, lauten und aggressiven Südstaatlern. Meist noch mit zweifelhaften religiösem Hintergrund.
Du meinst aus der Kategorie Dschordsch Dabbeljuh? Der war so dumm, dass er die ahnungslos, naive Kanzlerin regelmäßig über den Tisch zog, und die merkte es nicht mal. Der ach so smarte Obama dagegen fährt ganz offen einen Konfrontationskurs und handelt sich nur Ärger ein.

Man darf Auftreten nicht mit Intelligenz verwechseln, Strauß war für die meisten auch ein ungehobelter Südstaatler ohne Manieren, aber mit Sicherheit einer der klügsten Köpfe des Nachkriegsdeutschland.

Zur Todesstrafe finde ich es einfach erstaunlich, wie ein so tief christlich verwurzeltes Land wie die USA ("God bless America") so hartnäckig daran festhalten kann, gegen eines der fundamentalen christlichen Gebote zu verstoßen. "Du sollst nicht töten", warum sagt da kein Politiker etwas dazu?
In Europa, die wir uns politisch gar nicht gar nicht auf das Christentum berufen sondern Religionsfreiheit und Trennung von Kirche und Staat proklamieren, klappt das doch auch.
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Alt 22.10.2011, 19:08   #10 (permalink)
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Du meinst aus der Kategorie Dschordsch Dabbeljuh? Der war so dumm, dass er die ahnungslos, naive Kanzlerin regelmäßig über den Tisch zog, und die merkte es nicht mal. Der ach so smarte Obama dagegen fährt ganz offen einen Konfrontationskurs und handelt sich nur Ärger ein.
Aber Du?
Bezogen war das auf Menschen, die z.B. die Evolution ablehnen, für mich sind solche Menschen in der hinsicht dumm.
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