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Tags: todesstrafe, umfrage

Umfrageergebnis anzeigen:
Todesstrafe-ja oder nein?
Ja, ich befürworte die Todesstrafe generell. 10,34%
Ja, ich befürworte die Todessrafe in Ausnahmefällen 24,14%
Nein, ich bin generell gegen die Todesstrafe 65,52%
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Alt 05.08.2008, 10:02   #21 (permalink)
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Benutzerbild von Protagoras
 
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Beiträge: 1.811
Protagoras wird schon bald berühmt werdenProtagoras wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Talley Beitrag anzeigen
Darum ist es gut, dass das Urteil nicht von mir gesprochen wird, der auf Rache sinnt, sondern von einem Richter, der unbeteiligt ist und einen kühlen Kopf bewahren kann.
Wirklich sehr weise gesprochen.
__________________
Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden, daß sie sind, und der Nichtseienden, daß sie nicht sind.
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Alt 05.08.2008, 20:32   #22 (permalink)
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Benutzerbild von cäsar
 
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Beiträge: 1.088
cäsar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärecäsar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Tolle Diskussion

Ehrlich!
Ihr habt da wirklich gute Argumente Vorgebracht und damit meine Meinung als Befürworter der Todesstrafe erheblich ins Wanken gebacht. Das Argument dass jemand durch langsames "dahinschmoren" mehr gestraft als mit einem schnellen schmerzlosen Tod ist ja wirklich gut.

Nun kommt meine Einschätzung als Psychoanalytiker:
Jemand der weggesperrt oder zur Zwangsarbeit herangezogen wird, droht zu resozialisieren. Damit könnte er u.U. wenn er wieder frei ist zur Gefahr werden und rückfällig werden. Auch nicht gut.Dann kommt noch der psychiatrische Aspekt hinzu: Oft steigert sich ein Mörder in solch einen Hass, der schließlich zum Mord führt, nur weil er seinen steigenden "Wahnsinn" selbst nicht bemerkt und dann sich auch keine Hilfe holt. Bei Leuten die von Natur aus eine schlechte psychische Konstitution haben passiert das, manchmal nach Schicksalsschlägen, umso leichter. Dann stellt sich vor Gericht die Frage: Psychisch krank? Das einzuschätzen ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, schwierig und manchmal fast unmöglich. Steht nun auf bewiesenen Mord der Tod so könnte das heissen einen Kranken hinzurichten. So washat sich dann doch keiner verdient!
Fasst das als Gegenargument gegen die Todesstrafe auf, aber seht mich nicht als Moralisten, der immer Kranken zur Seite stehen will!
cäsar ist offline  
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Alt 05.08.2008, 23:17   #23 (permalink)
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Benutzerbild von lorginn
 
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
lorginn sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelorginn sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelorginn sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Für was?

Zitat:
Zitat von cäsar Beitrag anzeigen
Oft steigert sich ein Mörder in solch einen Hass, der schließlich zum Mord führt, nur weil er seinen steigenden "Wahnsinn" selbst nicht bemerkt und dann sich auch keine Hilfe holt. Steht nun auf bewiesenen Mord der Tod so könnte das heißen einen Kranken hinzurichten. So was hat sich dann doch keiner verdient!
OK, aber wer soll diese mörderischen Zeitbomben beaufsichtigen und wofür?
Jemand der mehrmals aus niederen Beweggründen tötet und dabei Lust empfindet ist nicht therapierbar. Also warum sich der Gefahr aussetzen?
Viele der Täter wünschen sich den Tod.
Verweise auch auf meinen Beitrag über die Einstufung des Bösen. Der Autor ist in den meisten Fällen ebenfalls aus den genannten Gründen für die Todesstrafe.
http://www.g-geschichte.de/forum/wis....html#post4324 (menschliche Abgründe)
lG
__________________
... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
lorginn ist offline  
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Alt 06.08.2008, 08:48   #24 (permalink)
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Benutzerbild von Talley
 
Registriert seit: 20.02.2008
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Zitat:
Zitat von cäsar Beitrag anzeigen
... droht zu resozialisieren. Damit könnte er u.U. wenn er wieder frei ist zur Gefahr werden und rückfällig werden. Auch nicht gut.
Hallo Cäsar,

diese Formulierung finde ich doch bemerkenswert. Es wäre ein Gefährdung, wenn ein Straftäter im Vollzug sich aus seinen kriminellen Strukturen löst und ein bürgerliches Leben beginnt. Womöglich könnte er dann ja nach Verbüßung seiner Haft unauffällig unter uns leben...

Nein, dies ist ja genau die eine Säule unseres Strafvollzugs. Der Häftling soll irgendwann wieder in unserer Gesellschaft leben können, ohne erneut straffällig zu werden. (Die andere wäre der Schutz der Gesellschaft vor dem Täter). Ich verschließe nicht die Augen davor, dass die Rückfallquote erheblich ist. Aber dabei stellt sich doch die Frage, inwieweit die Gesellschaft zu einer Reintegration von Straftätern bereit ist. Wer stellt einen resozialisierten Vergewaltiger ein? Wer erlaubt einen Mörder nach verbüßter Haft seine Kinder zu unterrichten? Wer nimmt einen Totschläger zum Freund? Ich auch nicht, diesen Schuh ziehe ich mir ebenso an. So bleiben diese Menschen in meist Arbeitslosigkeit, Armut und Depression hängen, wo die Rückfallgefahr natürlich zu greifen ist.

Die Gefahr einer Straftat ist bei einem aus der Haft Entlassenen höher als bei dir und mir. Dies wäre natürlich ein Argument ihn weiter zu verwahren. Jedoch sind mir durchaus auch Jugendliche bekannt, bei denen es sonnenklar ist, wohin die Entwicklung gehen wird: Diese werden auch immer mehr auf die schiefe Bahn geraten und kriminell werden. Ladendiebstahl, Körperverletzung, Nötigung, irgendwann Raub und zum Schluss vielleicht ein Tötungsdelikt. Diese müssten dann genauso in vorsorgliche Haft genommen werden wie ein Exhäftling, obwohl noch keine Straftat begangen ist. Ist das die Justiz, die wir wollen?

Zitat:
..., aber seht mich nicht als Moralisten, der immer Kranken zur Seite stehen will!
Ich sehe in dieser Einstellung keinen Makel. Einem Kranken gebührt unsere Hilfe, egal welches die Natur dieser Krankheit ist. Desungeachtet können natürlich verschiedene Krankheiten Maßnahmen der Gesellschaft bedingen, die der Freiheit des Patienten zuwiderlaufen. Trotzdem soll die Hilfe Verpflichtung für uns alle sein.
Talley ist offline  
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Alt 06.08.2008, 12:00   #25 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Talley Beitrag anzeigen
Einem Kranken gebührt unsere Hilfe, egal welches die Natur dieser Krankheit ist. Desungeachtet können natürlich verschiedene Krankheiten Maßnahmen der Gesellschaft bedingen, die der Freiheit des Patienten zuwiderlaufen. Trotzdem soll die Hilfe Verpflichtung für uns alle sein.
Grundsätzliche Zustimmung, allerdings wird heutzutage schon fast alles als Krankheit eingestuft. Selbst Drogensüchtige gelten heutzutage politisch korrekt als "Drogenkranke".
Scifi ist offline  
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Alt 06.08.2008, 12:04   #26 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Grundsätzliche Zustimmung, allerdings wird heutzutage schon fast alles als Krankheit eingestuft. Selbst Drogensüchtige gelten heutzutage politisch korrekt als "Drogenkranke".
Ist ja auch so: ohne Drogen sind diese Menschen krank...
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Alt 06.08.2008, 14:14   #27 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Grundsätzliche Zustimmung, allerdings wird heutzutage schon fast alles als Krankheit eingestuft. Selbst Drogensüchtige gelten heutzutage politisch korrekt als "Drogenkranke".
Ist das etwa falsch? Frage doch einmal einen Arzt, wie sich beispielsweise Alkoholismus (das ist ja die verbreitetste Drogensucht) körperlich manifestiert. Da halten wenige in Europa verbreitete Krankheiten mit.

Freilich, diese Krankheit, ist selbst verschuldet und selbst zu verantworten, da beißt keine Maus den Faden ab.
Talley ist offline  
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Alt 06.08.2008, 14:25   #28 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Talley Beitrag anzeigen
Freilich, diese Krankheit, ist selbst verschuldet und selbst zu verantworten, da beißt keine Maus den Faden ab.
Genau darauf wollte ich hinaus.
Scifi ist offline  
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Alt 06.08.2008, 16:38   #29 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Talley Beitrag anzeigen
Ist das etwa falsch? Frage doch einmal einen Arzt, wie sich beispielsweise Alkoholismus (das ist ja die verbreitetste Drogensucht) körperlich manifestiert. Da halten wenige in Europa verbreitete Krankheiten mit.

Freilich, diese Krankheit, ist selbst verschuldet und selbst zu verantworten, da beißt keine Maus den Faden ab.
Nicht ganz - Alkoholismus bzw. generell Drogensucht ist teils genetisch bedingt. Das trifft natürlich nicht auf jeden Abhängigen zu. Zum Beispiel ist mein Erzeuger Alkoholiker, sein Vater war es auch und genau deshalb muß ich aufpassen, mich nicht zu häufig dem Alkohol hinzugeben sonst habe ich das gleiche Dilema (und darauf hab ich ganz sicher keinen Bock). Das hat mir im übrigen auch unser langjähriger Familienarzt erklärt.
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Alt 06.08.2008, 18:14   #30 (permalink)
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Du hast vielleicht eine gewisse angeborene Neigung zum Alkoholismus, aber Du wirst nicht zwingend Alkoholikerin. Wenn Du wenig oder gar keinen Alkohol trinkst, ist die Gefahr gering. Mag sein, dass jemand leichter süchtig wird als andere, aber wenn er nie Drogen ausprobiert, wird er trotzdem nicht abhängig werden.
Gerade Drogen zu nehmen ist eine bewusste Entscheidung, trotz aller Ausreden von Milieu, Gruppendruck etc. Stell' Dir vor, jemand injiziert sich bewusst einen tödlichen Virus - hättest Du mit dem Mitleid?
Scifi ist offline  
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