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Tags: georgien, kaukasus, krieg, osseten, russland, stalin, tiflis

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Alt 08.08.2008, 22:30   #1 (permalink)
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Krieg im Kaukasus und Südossetien ist der Sündenbock

Der Kaukasus brennt und pünktlich startet die Olympiade in China.

Hier ein kurzes Statement
von Christina Nagel, ARD-Hörfunkstudio Moskau zur Lage und Einführung in einen historischen Konflikt mit Säbelrasseln und Ansage.

Südossetien hat wenig zu bieten: die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Wirtschaft liegt brach. Trotzdem riskiert Georgien wegen der Region einen Krieg mit Russland. Dabei geht es nicht nur um die Einheit des Landes, sondern vor allem um die strategischen Interessen Russlands und der NATO.
Auf dem Rücken von Südossetien wird internationale Politik betrieben. Die NATO, und damit auch die USA, Russland und die Europäer sind alle involviert. Das erklärt auch, warum sich der UN-Sicherheitsrat in seiner nächtlichen Sondersitzung nicht auf eine gemeinsame Linie im eskalierenden Konflikt einigen konnte. Russische Interessen stehen gegen West-Interessen. Keiner will nachgeben. Darum bleibt es zurzeit bei Appellen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Meine Anmerkung:
Vor ca. zwei Wochen wurden jegliche Bemühungen des deutschen Außenminister milde in Tiflis und Moskau belächelt und jetzt müssen vor allem Zivilisten sterben. Ist wieder ein mal sehr ernüchternd und traurig was sich dort abspielt. Die Mächtigen entscheiden sich für einen Waffengang und es läuft wieder so wie immer ab. Anscheinend gab es sogar schon ethnische Säuberungen seitens der georgischen Truppen an den Süd Osseten. Die wilde Soldateska feiert ihren Blutrausch. Wieder ein mal schlagen sich die Nachbarn die Köpfe ein. Keiner kann und will es verhindern und das im 21. Jahrhundert. Seid froh das es die EU gibt und somit ein Krieg zu mindestens in Mitteleuropa undenkbar erscheint.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Konflikt?

lG
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Geändert von lorginn (08.08.2008 um 22:32 Uhr).
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Alt 08.08.2008, 22:51   #2 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Seid froh das es die EU gibt und somit ein Krieg zu mindestens in Mitteleuropa undenkbar erscheint.
Ist das so? Ich weiß, es ist ein Standardsatz, dass die EU Kriege bis in alle Ewigkeit unmöglich macht, aber ich bezweifle ihn trotzdem.
Dass es zwischen den EU-Staaten in absehbarer Zeit keine Kriege mehr geben wird, liegt zum einen schon mal am 2. Weltkrieg und seiner unmittelbaren Folgezeit, als zahlreiche ethnische Konflikte gewaltsam "bereinigt" wurden. So gibt es jetzt vor allem praktisch keine deutschen Minderheiten mehr in Ost- und Südosteuropa.
Zum anderen haben heute die meisten Minderheiten in Europa genügend Rechte, um ihr Schicksal einigermaßen erträglich zu finden. Das hat allerdings nichts mit der EU-Mitgliedschaft zu tun, sondern war Folge von innerstaatlichen Demokratisierungen und teilweise (Spanien, Italien) Föderalisierungen. Die Minderheiten, die nach wie vor weitgehend rechtlos sind (vor allem in Frankreich), haben keine ausländischen Verbündeten, sodass ein bewaffneter Aufstand aussichtslos wäre.

Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Wie ist Eure Meinung zu diesem Konflikt?
Was soll ich dazu sagen? Im Grunde meines Herzens habe ich ein Herz für alle unterdrückten Minderheiten, aber auch ich bin mir natürlich im Klaren darüber, dass nicht jede kleine Minderheit einen eigenen Staat haben kann. Bei Südossetien mit seinen gerade mal 77000 Einwohnern (nach den heutigen Kämpfen sind es wohl nur noch 75000) stellt sich ja auch die Frage nach der Lebensfähigkeit eines solchen Staates. Am sinnvollsten wäre freilich die Vereinigung mit Nordossetien.
Die EU hat nach der Anerkennung des Kosovo jedenfalls keinen moralischen Anspruch, da irgendwie mitzureden und Südossetien die Anerkennung zu verweigern, denn alles, was für die Unabhängigkeit des Kosovo sprach, trifft auch auf Südossetien zu: Südossetien wird fast ausschließlich von Osseten bewohnt, dem Land wurde und wird seine Forderung nach zumindest weitreichender Autonomie verweigert, und Georgien ging und geht militärisch vor.
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Alt 08.08.2008, 23:38   #3 (permalink)
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Soll jetzt Südossetien für die Anerkennung des Kosovo bluten?

Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
als zahlreiche ethnische Konflikte gewaltsam "bereinigt" wurden. So gibt es jetzt vor allem praktisch keine deutschen Minderheiten mehr in Ost- und Südosteuropa.
Nach meiner Meinung sind die meisten der osteuropäischen Deutschen aber bereits auf der Flucht gewesen, als die Sowjetarmee das Land besetzte.
Es gab aber auch gewaltsame Übergriffe während der Vertreibung, insbesondere von den Tschechen auf Deutsche mit Hunderttausend Erschlagenen. Insofern hast Du auf den zweiten Blick durchaus Recht.

Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Südossetien wird fast ausschließlich von Osseten bewohnt, dem Land wurde und wird seine Forderung nach zumindest weitreichender Autonomie verweigert, und Georgien ging und geht militärisch vor.
Sind denn nicht viele Georgier nach der Niederlage der Milizen aus dem Jahre des Bürgerkrieg Anfang der neunziger Jahre vertrieben worden?

Es ist halt wieder das alte Lied. Der Westen unterstützt Georgien massiv mit Moderner Waffentechnik und reibt sich jetzt die Augen wie die Staatsführung der Georgier diese auch einsetzt. Das Russland ohne Mandat offen in den Konflikt eingreift ist aber ebenfalls rechtswidrig und eines demokratischen Staates unwürdig. Eine Volksabstimmung über einen Verbleib bei Georgien wäre wohl das Beste gewesen. Natürlich vor der Vertreibung des georgischen Teil der Bevölkerung. Jetzt müssen Zivilisten und junge Soldaten sterben. Wenn noch Abchasien und Nordossetien offiziell eingreifen kommt es zum Flächenbrand.
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Geändert von lorginn (08.08.2008 um 23:44 Uhr).
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Alt 08.08.2008, 23:47   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Nach meiner Meinung sind die meisten der osteuropäischen Deutschen aber bereits auf der Flucht gewesen, als die Sowjetarmee das Land besetzte.
Ja, aber die wären wohl gerne wieder zurückgekehrt, sobald der Krieg vorbei ist.


Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Sind denn nicht viele Georgier nach der Niederlage der Milizen aus dem Jahre des Bürgerkrieg Anfang der neunziger Jahre vertrieben worden?

Es ist halt wieder das alte Lied. Der Westen unterstützt Georgien massiv mit Moderner Waffentechnik und reibt sich jetzt die Augen wie die Staatsführung der Georgier diese auch einsetzen. Das Russland ohne Mandat offen in den Konflikt eingreift ist aber ebenfalls rechtswidrig und eines demokratischen Staates unwürdig. Eine Volksabstimmung über einen Verbleib bei Georgien wäre wohl das Beste gewesen. Natürlich vor der Vertreibung des georgischen Teil der Bevölkerung.
Du hast vollkommen recht.

Es sind Angehörige beider Völker vertrieben worden, nämlich ca. 20000 Georgier und ca. 100000 Osseten. Außerdem sind zu Sowjetzeiten viele Georgier extra in Südossetien angesiedelt worden.
Referenden lehnt nicht nur Georgien, sondern auch die EU ab. Und die USA sind natürlich aus Eigeninteresse ohnehin auf georgischer Seite.
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Alt 08.08.2008, 23:55   #5 (permalink)
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Doch gab es...

Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
dem Land wurde und wird seine Forderung nach zumindest weitreichender Autonomie verweigert
Es gab Angebote.
Inwiefern diese ernst gemeint waren und über eine Annahme intensiv nachgedacht wurde entzieht sich meinen Kenntnissen.
Keiner der Verantwortlichen Politiker scheint wirklich besonnen und mit gutem Willen zu operieren.
Doch die Aufrüstung der Georgier, habe gerade einen Bericht eines russischen Militär Reporter gelesen, scheint durch die USA und auch Deutschland mit zu mindestens Beratern gut funktioniert zu haben. Sie sind bestens modern bewaffnet und können bis zu 100.000 Mann stellen.
Hoffe es gibt bald ein Einsehen und die Diplomatie kommt zum Tragen.
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Geändert von lorginn (08.08.2008 um 23:59 Uhr).
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Alt 09.08.2008, 00:09   #6 (permalink)
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kurzer Überblick

Georgien

Die gebirgige Kaukasusregion zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer hat frühe Großreiche hervorgebracht und entwickelte eine bedeutende christliche Kulturtradition. Seit der Auflösung der sowjetischen Zwangsordnung ist die staatliche Einheit Georgiens durch innere Konflikte bedroht. Es bleibt ungewiss, wie sich das kleine Land gegen den Einfluss des übermächtigen Nachbarn Russland behaupten kann.

Bevölkerung:

Die Bevölkerung Georgiens besteht aus mehreren kulturell sehr unterschiedlichen Völkern. Die Georgier, die mit rund 84% die Mehrheit bilden, die Adscharen und die Abchasen sprechen kaukasische, die Armenier, Osseten, Russen indoeuropäische Sprachen und die Aseri eine Turksprache. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum orthodoxen Christentum; die Aseri, die Adscharen und ein kleiner Teil der Osseten sind Muslime. Aufgrund von Flüchtlingsbewegungen, Auswanderung und niedriger Geburtenraten verzeichnet Georgien einen Bevölkerungsrückgang.

Staat und Politik:

Gemäß der inzwischen revidierten Verfassung von 1995 ist Georgien eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt ist der für fünf Jahre direkt gewählte Staatspräsident. Er hat weit reichende Befugnisse und darf einmal wiedergewählt werden. Der Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt auch den Ministerpräsidenten. Das Parlament, der Oberste Rat, hat 235 Abgeordnete, die für eine Legislaturperiode von vier Jahren gewählt werden. Stärkste parteipolitische Kraft ist die Vereinigte Nationale Bewegung, die Partei des Präsidenten. Neun Parteien bilden das Bündnis Vereinigte Opposition. Die Verfassung sieht für die Zeit nach Wiederherstellung der territorialen Integrität Georgiens eine zweite Kammer vor. In Abchasien und Südossetien, die nicht von der Zentralregierung kontrolliert werden, waren bislang keine freien Wahlen möglich.

Geschichte:

Antike und Mittelalter:

Erste Staatsbildungen entstanden im 6. Jahrhundert v. Chr. als Kolchis im Westen und Iberien im Osten. Nach 66 v. Chr. gelangte das Gebiet unter römischen Einfluss. Im 4. Jahrhundert breitete sich das Christentum aus. Unter der Bagratidendynastie erreichte Georgien im 12. und 13. Jahrhundert die größte Ausdehnung und eine kulturelle Blüte, bevor es in der Folgezeit von den Mongolen erobert und verwüstet wurde.

Die Entwicklung in der Neuzeit:

Am Ende des 15. Jahrhunderts war das Gebiet in mehrere Teilherrschaften zerfallen, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert teils von der Türkei, teils von Persien abhängig waren. 1801 fiel Georgien an das russische Zarenreich. Nach der Oktoberrevolution erklärte sich das Land 1918 für unabhängig, wurde aber 1921 von der Roten Armee besetzt und zunächst als Teil der Transkaukasischen Sowjetrepublik und später als eigenständige Unionsrepublik (1936) in die UdSSR gezwungen.
Mit dem Zerfall der Sowjetunion erlangte Georgien 1991 die Unabhängigkeit. Der erste Präsident Swiad Gamsachurdia wurde 1992 gestürzt. Sein Nachfolger wurde 1992 der ehemalige sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse Sezessionistische Bestrebungen der nationalen Minderheiten der Abchasier und Südosseten eskalierten zum blutigen Bürgerkrieg. Nach Waffenstillstandsvereinbarungen gelang es in der Folgezeit nicht, eine politische Lösung der Regionalkonflikte zu finden. 1993 vollzog Schewardnadse den Beitritt zur GUS. 1995 trat eine neue Verfassung in Kraft.
2003 brach wegen Manipulationen bei den Parlamentswahlen ein Machtkampf zwischen Regierung und Opposition aus, der nach mehrwöchigen Demonstrationen (Rosenrevolution) schließlich zum Rücktritt von Schewardnadse führte. Michail Saakaschwili , Führer der Opposition, wurde im Januar 2004 zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Bei der Wiederholung der Parlamentswahlen im März 2004 gewann die Partei des neuen Präsidenten eine überwältigende Mehrheit. Im selben Jahr kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Führung der nach Unabhängigkeit strebenden Region Adscharien und der Zentralregierung sowie zu Zusammenstößen zwischen südossetischen Milizen und der georgischen Armee. Die Beziehungen zu Adscharien normalisierten sich in der Folgezeit. 2006 sprach sich die Bevölkerung von Südossetien in einem international nicht anerkannten Referendum für die Unabhängigkeit aus.
Die seit der georgischen Unabhängigkeit angespannten Beziehungen zu Russland verschlechterten sich auf Grund des russischen Einflusses in den Konfliktregionen Südossetien und Abchasien weiter. Russland belegte bestimmte georgische Waren mit einem Einfuhrverbot.
Nach regierungskritischen Massenprotesten verhängte Saakaschwili, dem Korruption und Versagen in der Wirtschaftspolitik vorgeworfen wurden, im November 2007 den Ausnahmezustand. Die Sicherheitskräfte gingen gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Um den innenpolitischen Konflikt zu beenden, setzte Saakaschwili für Januar 2008 vorgezogene Präsidentschaftswahlen an, bei denen er im Amt bestätigt wurde. Gleichzeitig sprach sich die Bevölkerung in einem Referendum für einen NATO-Beitritt Georgiens aus. Die Opposition erhob den Vorwurf der Wahlfälschung. Bei den Parlamentswahlen im Mai 2008 konnte die Vereinigte Nationale Bewegung von Saakaschwili ihre Zweidrittelmehrheit erhalten. Aufgrund von einigen Unregelmäßigkeiten beim Wahlablauf erkannte die Opposition das Ergebnis nicht an.

Quelle. Spiegel Wissen Online
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Alt 09.08.2008, 00:13   #7 (permalink)
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Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag.

Nur so nebenbei: Normalerweise heißt es, Stalin sei Georgier gewesen. Streng genommen war er aber Ossete.
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Alt 09.08.2008, 00:18   #8 (permalink)
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Wirklich? Sein Vater?

Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Streng genommen war er aber Ossete.
Moment bin selbst im Zug durch Gori gefahren und habe dort sein rießiges gemaltes Porträt am Bahnhofseingang hängen sehen. Soviel zur georgischen Vergangenheitsbewältigung.
Diese Stadt ist seine Heimatstadt und die liegt in Georgien?
lG
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Alt 09.08.2008, 00:21   #9 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Diese Stadt ist seine Heimatstadt und die liegt in Georgien?
Das stimmt.
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Alt 09.08.2008, 00:25   #10 (permalink)
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Herkunft

Erstaunliche Parallelen von Stalin und Hitler!
Beide hatten denselben Vater im Geiste.
Herrsch- und Trunksüchtig.
Beide verehrten die Mutter.

Jugend von Stalin

Sein Vater Bessarion Dschughaschwili (ბესარიონჯუღაშვილი) wurde in Gori geboren. Seine Mutter Ekaterine Geladse (ეკატერინეგელაძე) war Ossetin und Tochter eines Leibeigenen. Somit war Stalin einer der wenigen Parteiführer der später entstandenen KPdSU mit einfacher Herkunft. Die Geschwister Stalins starben jung, so dass er als Einzelkind aufwuchs. Sein Vater eröffnete nach seiner Befreiung ein Schuhgeschäft, das aber rasch bankrott ging. Danach war er gezwungen, in einer Schuhfabrik in Tiflis zu arbeiten. Stalins Vater kümmerte sich kaum um seine Familie, war trunksüchtig und schlug Frau und Kinder. Einer der Freunde aus Stalins Jugendzeit schrieb später: „Diese unverdienten und schrecklichen Prügel machten den Jungen genauso hart und gefühllos wie seinen Vater.“ Derselbe Freund schrieb auch, dass er Stalin niemals hatte weinen sehen. Ein anderer Jugendfreund Stalins, Iosseb Iremaschwili, schrieb, dass diese Prügel auch einen Hass auf Autoritäten in Stalin hervorriefen, da jeder Mensch, der mehr Macht als er selbst hatte, ihn an seinen Vater erinnerte. 1888 ging Stalins Vater nach Tiflis und ließ seine Familie zurück.

Quelle: Wikipedia

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Geändert von lorginn (09.08.2008 um 00:36 Uhr).
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