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  1. #1
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Anekdoten historischer Persönlichkeiten

    He,
    da ich gerade den historische Lüge-und-Wahrheit-Thread gelesen habe...
    Wie wäre es, wenn alle Mitglieder des Forums hier auch mal n paar Anekdoten historischer Persönlichkeiten hinterlassen. Ob wahr oder falsch ist da ja meistens sehr schwammig. Lustig und belehrend sind sie aber beinahe immer und oft erfährt man ja auch noch was, was man noch nicht so gewusst hat...

    Also, schreibt ma

    Gruß, Vivi

  2. #2
    Neuer Benutzer Rang: Torwächter
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    Über die Habsburger gibts ja ein ganzes Sammelsurium an witzigen und skurilen Anekdoten.
    Eine besonders lustige fällt mir da zu Fedinand I. ein, der ja mal zwischendurch für 13 Jahre österreichischer Kaiser war, bevor er wg offensichtlicher Unfähigkeit zu regieren wieder abgesetzt wurde.

    Daraufhin soll er jedes Missgeschick seines Nachfolgers Franz Joseph mit hämischem Spott kommentiert haben.
    Als dieser 1866 gegen Preußen in der Schlacht von Königgrätz unterlag soll Ferdinand spontan ausgerufen haben: "Na des hätt i a noch z'ammbracht!"

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
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    Mir fallen da einige Anekdoten zu Diogens ein, seines Zeichens Kyniker und Bewohner eines Tongefäßes in Athen.
    Die bekannteste Überlieferung ist die seiner Begegnung mit Alexander dem Großen. Als dieser ihn fragte, was er für ihn tun könne, forderte Diogenes nur: "Geh mir aus der Sonne."
    Da Platon den Menschen als zweibeiniges Wesen ohne Federn charakterisierte, rupfte Diogenes ein Huhn und rannte mit den Worten: "Das ist Platons Mensch." durch die Akademie.
    Als Diogenes einmal wie einem Hund Knochen vorgeworfen wurden, hob er hundegerecht sein Gewand und urinierte die Menschen an.
    Einmal beobachtete Diogenes, wie der Sohn einer Prostituierten Steine in eine Menge von Bürgern warf. "Vorsicht", rief er ihm zu, "sonst triffst du noch deinen Vater."
    Als Diogenes einige Frauen, die Selbstmord begangen hatten, an einem Baum hängen sah, wünschte er sich: " Ach wenn doch nur alle Ölbäume solche Früchte trügen."

    Dies sind nur ein paar Anekdoten aus dem Leben des Diogenes. Ich möchte ja nicht den Rahmen des Beitrages sprengen.

  4. #4
    Benutzer Rang: Majordomus
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    Ferdinand Porsche

    Die ersten VW Käfer hatten nach dem WK II noch Seilzugbremsen (und keine hydraulischen Bremsen wie heute üblich). Diese Seilzugbremsen erreichten eine durchaus brauchbare Bremsleistung, sie neigten allerdings zu einer unregelmäßigen Bremswirkung (sprich: der Wagen zog zur Seite, wenn man bremste), froren im Winter gerne mal ein (wie heutzutage auch noch manchmal die baugleichen Handbremsen) und waren obendrein nur relativ aufwändig einzustellen.

    Bei der ersten Automobilausstellung nach dem WKII kritisierte deshalb ein Journalist die etwas zweifelhafte Bremswirkung des VW Käfers. Ferdinand Porscher senior (der den Käfer konstruiert hatte - nicht zu verwechseln mit seinem Sohn, dem Konstrukteur der Porsche-Sport-/Rennwagen) soll daraufhin trocken geantwortet haben: "Meine Autos sollen fahren, nicht bremsen". Ich weiß nicht, ob dieser Spruch sicher verbürgt ist, aber er ist einfach originell und treffend.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
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    Bismarck

    Ich steuere ein paar Anekdötchen vom eisernen Kanzler bei:

    Bismarck weilte zur Jagd bei seinem Freund Dietze, Amtsrat auf Barby, als abends das Gespräch auf Regierungsformen kam.
    "Den Absolutismus halte ich für die unglücklichste aller Regierungsformen", meinte der Kanzler. Als man ihm heftig widersprach, erwiderte er: "Sie glauben gar nicht, welchen Anteil an den Geschicken eines absolut regierten Landes oft der Einfluss eines raffinierten Kammerdieners besitzt."

    In der langwierigen wie unnützen Diskussion 1871 in Versailles darüber, wie der Kaiser zukünftig genannt werden solle [Kaiser von Deutschland, Deutscher Kaiser oder Kaiser der Deutschen] wurde auch Bismarck zu seiner Meinung befragt. "Weiß einer der Herren, was auf latein Wurscht heisst?" fragte er zurück.
    "Farcimentum", entgegnete jemand.
    "Nun", meinte Bismarck, " dann würde ich mit den alten Lateinern sagen: Nescio quid mihi magis farcimentum esset" - zu deutsch: Ich wüßte nicht, was mir mehr Wurscht sei.

    Die Gattin des österreichischen Gesandten Graf Karolyi sprach ein entzückendes Puszta-Deutsch, dem zuzuhören Bismarck stets großes Vergnügen bereitete.
    „Herren Sie, Exzellenz“, sagte sie anlässlich eines Essens, bei dem Bismarck ihr Tischnachbar war, zu ihm, „wie is dös im Deitschen mit die Synonyme. „Wos, zum Beischpiel, is derr Unterschied zwischen gesandt und geschickt“?
    „Nun“, meinte Bismarck, gefährlich galant lächelnd, „da bietet ja Ihr werter Herr Gatte ein ganz hervorragendes Beispiel, an dem Sie den Unterschied begreifen werden. Als Botschafter des österreichischen Souveräns ist er an den Berliner Hof gesandt worden – ich würde mich in diesem Falle davor hüten zu sagen, er sei geschickt.“ (Ok, diese ist ein wenig ein alter Hut.)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
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    Karl Valentin

    Von Karl Valentin habe ich erst kürzlich folgenden Ausspruch gelesen:

    Wenn Hitler statt Hitler Kräuter gehiessen hätte, hätte man dann geschrien: "Heil Kräuter"?

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Etwas zu Erich Honecker

    Der Nachruf, den die "Ossis" auf ihren Erich Honecker hielten:

    Werter Genosse Erich Honecker!

    Mag der Klassenfeind über Dich verbreiten, was er will - wir ehemaligen Bürger der ehemaligen DDR wissen besser als jeder andere, daß wir Dir unendlich viel zu verdanken haben.

    In den Jahren Deines historischen Wirkens für das Wohl des Volkes hatten wir, obwohl wir uns die Welt noch gar nicht angeschaut hatten, bereits eine Weltanschauung!

    Ganz gleich, wie die Nachwelt dies beurteilen mag - ein spezielles Verdienst jedenfalls können die Lohnschreiber des Kapitals Dir, hochverehrter, unvergessener Genosse Honecker, nicht streitig machen, auch wenn sie noch so gerne möchten: Du bis der einzige deutsche Staatsmann, der sein Leben erfolgreich einem ganz besonders edlen Ziel geweiht hatte: Du hast uns die Westler vierzig Jahre lang vom Leibe gehalten.

    Dank! Dank!! Dank!!!

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
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    Eine Ankedote zu König Ludwig I

    Da Ausdruck stammt vo Franz Xaver Krenkl (1780 - 1860), vo oam obaboarischn Original, Lohnkutscha, Pferdehändla und Rennmoasta vo de Oktobafestrenna z'Minga.


    Da Krenkl hod amoi mit seina Kutschn im Englischn Goatn an Kronprinz Ludwig iwahoid. Des wor unta strenga Strof vabotn, wei neamd bessare Pferdln ois de Herrscha hom derfn hod. Ois da Prinz eahm zuagruafa hod: "Er weiß wohl nicht, dass das Vorfahren verboten ist!" hod da Krenkl an Kronprinzn schneidig zruckgschrian: "Majestät, wer ko, der ko!"

  9. #9
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    Der alte Fritz ...

    ... traf auf einer Tour durch preußische Hinterland einen Veteranen, der eine große Narbe im Gesicht trug. Darauf Friedrich: "In welchem Wirtshaus hat er sich denn diesen Schmarren zugezogen?" Darauf der Veteran: "Bei Collin, wo seine Majestät die Zeche zahlen musste!"

    Der berühmte Opernsänger Leo Slezak trat irgendwo in der tiefsten Provinz als Lohengrin auf. Dabei war er anscheinend nicht total konzentriert, jedenfalls fuhr der Schwan ohne ihn über die Bühne. Darauf soll er mit folgenden Worten reagiert haben: "Wann fährt der nächste Schwan?"

    Karl Vanlentin dirigierte ein Blasorchester. Dabei fuhr er die Musiker an: "Meine Herren, bei Ihnen fehlt der Rhythmus!" Darauf der erste Tubabläser: "Jo der Rhythmus, den hob` ich scho 14 Tag nimmer gesehen, i muss mol sei Frau frogn, vielleicht liegt er dahoim un ist krank!"

  10. #10
    Gesperrt Rang: Majestät
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    Herbert Wehner ...

    ... sprach den mit viel staatsmännischer Noblesse auftretenden Kanzler der Großen Koaltion von 1966/1969, Kurt-Georg Kiesinger, im Bundestag einmal mit "Frau Kiesinger" an, worauf dieser zusammen zuckte (Quelle; eigene Beobachtungen im TV)

    Den Fernseh-Journalisten Ernst Dieter Lueg sprach er bisweilen mit "Herr Lüg" an.

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