Manche Schüler kommen an den öffentlichen Schulen ganz gut zurecht, manche gar nicht. Aus den unterschiedlichsten Gründen.
Das Problem ist, dass es zu wenig alternative Schulen gibt, an denen man dann auch die "normalen" Schulabschlüsse machen kann (auf denen dann auch das Weiterbildungssystem = Lehre, Studium... beruht). Der Grund ist einfach: Geld.
Der Staat kann nicht flächendeckend öffentliche Schulen UND private Schulen unterhalten.
Private Schulen können sich selten alleine finanzieren.
Ein Ausweg wäre es, wenn der Staat gewisse pädagogische Prinzipien der privaten Schulen übernähme.
Nur: Welche? Und in welchem Maße? Für alle Schüler?
Das Problem ist sehr komplex, deswegen geht die Diskussion ja auch schon mehr als hundert Jahre ohne wesentliches Ergebnis. Beide Schularten haben ihre Vorzüge, beide haben aber auch unbestreitbare Nachteile.
Ich hab jedenfalls - trotz einiger Ideen - keine eindeutigen Lösungsvorschläge. Jeder Vorschlag, den ich hätte - s.o. - hat auch gravierende Nachteile, etwa den, dass immer eine ganze Anzahl Schüler eine Sonderbehandlung bräuchten, um adäquat unterrichtet werden zu können. Letzten Endes wieder ein Geldfrage.
Der einzige Vorschlag, der m.E. wirklich was bringen würde, wären mehr und besser ausgebildete Lehrer. Und da sind wir schon wieder beim Geld...
Darüber hinaus haben die öffentlichen Schulen schon so einiges aus der Reformpädagogik übernommen. M.E. noch nicht genug, aber die "Dagegenhalter" in den zuständigen Ministerien und Schulbehörden müssen halt auch erst mal überzeugt werden. Und da Bildungsfragen sehr oft auch Glaubensfragen sind, ist das sehr schwer und langwierig. Da braucht´s meistens richtiggehende Paradigmenwechsel wie in den 70ern, damit sich Wesentliches ändert...
VG
Christian