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Ja, weil... (Begründung bitte im Post)
Nein, weil... (Begründung bitte im Post)
Keine Ahnung.
Liebe Rohana,
1) es wäre Aufgabe der Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände und des Gesetzgebrs für gleichen Lohn zu sorgen. Aber Gleichberechtigung kann man nicht nur am gleichen Lohn sehen, sondern auch an der Stellung der Ehefrau in der Familie und da sieht es in meiner Verwandt- und Bekanntschaft für die Frauen sehr gut aus. Kein Mann den ich kenne wird bei uns eine Entscheidung ohne seine Ehefrau treffen.Wir haben auch noch altmodische Familien, meine Mutter hat mit ihrem Gatten die Diamantene Hochzeit schon hinter sich. Meine liebe Frau und meine Wenigkeit sind dieses Jahr 44 Jahre lang verheiratet, mein Bruder etwas kürzer aber auch mit zwei erwachsenen Kindern. Dasselbe gilt für unseren Bekanntenkreis. Wenn diese Ehefrauen mißachtet oder nicht gleichberechtigt wären, dann wären sie längst nicht mehr zusammen.
2) Nochmal, das ist Aufgabe der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und des Gesetzgebers für gleichen Lohn zu sorgen. Daran kann man aber die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft nicht festmachen.![]()
Geändert von dieter (24.03.2012 um 13:51 Uhr)
Doch, das kann man natürlich! Wenn ein Mann nicht Hausarbeit übernimmt und die Frau nicht arbeiten geht, weil das sonst für beide finanzielle Nachteile hätte, dann ist das ganz klar ein Fall von mangelnder Emanzipation und liegt wohl an den für Frauen niedrigeren Löhnen. Da sollte sich dringend was ändern.
Mag sein, dass das die Gewerkschaften machen sollten, aber sie machen es nicht - und das hat durchaus mit Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft zu tun!
Jetzt übertreibt ihr aber alle beide (Fabian und du).
Man sollte bei diesen Themen natürlich sehr sensibel verfahren und urteilen, aber nicht so, mit Vorurteilen behaftet, wie ihr es tut.
Bei euch lebt das Vorurteil, dass alle Mitglieder von Minderheiten + (natürlich) die Frauen, allgemein keine Toleranz erfahren oder akzeptiert sind.
So zumindest, kommt es rüber. Dabei ist es auch völlig uninteressant, ob du schreibst "in mancherlei Beziehung" oder nicht, was die Frauenfrage betrifft. Deine Grundeinstellung, dein Grundvorurteil bleibt bestehen.
Wobei ich mir bewußt bin, dass ich dir und deiner Meinung wahrscheinlich wieder einmal Unrecht tue. Sorry.
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Hierzu finde ich z.B. Dieters Worte nicht schlecht.
@Solon hat es sehr gut umschrieben.
Recht hat er, der Solon. Schaut euch mal an wie es anderswo ausschaut.
Das soll keine Relativierung initiieren, sondern nur auf den realen ethischen Stand in unserer Gesellschaft hinweisen.
Sicher, es gibt noch einiges zu tun, nur ist schon sehr viel in dieser Richtung passiert und realisiert worden, wobei ein Teil der verbliebenen Fragen aber auf den richtigen Weg gebracht wurden.
Das ganze ist natürlich ein Kampf. Ein Kampf gegen Vorurteile.
Für die vollständige Akzeptanz in der großen Mehrheit der Bevölkerung braucht es natürlich auch ein wenig Zeit. Das ist doch klar. Oder?
Nur als Beispiel; wer hätte denn vor 40 Jahren daran geglaubt, dass es standesamtliche, (fast)eheliche Verbindungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern geben könnte. Heute gibt es diese Option.
Geändert von Nafets (24.03.2012 um 16:51 Uhr)
Ja, tust du.
Denn letztendlich hat es auch etwas mit einem Mangel an Toleranz zu tun, daß ich nicht einmal die Auffassung vertreten kann, daß in Bezug auf Emanzipation eben noch nicht genug gelaufen ist.
Ich habe niemals gesagt, daß Frauen generell immer benachteiligt wären- ein solcher Gedanke wäre völlig abwegig und würde auch nicht von mir vertreten.
Aber es spricht eben nicht für Toleranz, wenn du auf dem Standpunkt stehst
"In mancherlei Beziehung" sei bedeutungslos. Wenn du der Meinung bist, daß der Satz der gleiche ist ob mit oder ohne "in mancherlei Beziehung", dann frage ich mich schon nach deinen Vorurteilen.
Es spricht auch nicht für Toleranz, wenn du den Hinweis auf einen existierenden Mißstand als "Vorurteil" abtust.
Denn das bringt mich wieder auf den Gedanken, daß du jegliche Forderung nach Gleichberechtigung als Vorurteil abtust- was letztendlich nichts anderes ist als selbst ein Vorurteil...
Mein Problem liegt exakt darin, daß du sagst, es spielt keine Rolle, ob ich sage "Frauen werden prinzipiell diskriminiert" oder ob ich sage "Frauen werden nach wie vor in mancher Hinsicht diskriminiert."
Ja, damit habe ich ein Problem. Beides ist nicht die gleiche Aussage, und es ist absolut respektlos zu sagen "Ach für mich ist beides das gleiche." Dann muss ich mir die Mühe der Unterscheidung nicht machen. Warum werfen wir uns nicht gleich irgendwelche Worte an den Kopf und reduzieren die Diskussion auf "Gleichberechtigung" "Emanze" "Vorurteil" und überlassen es dem anderen, sich schon das ihm genehme darunter vorzustellen?
Mein Problem liegt weiterhin darin, daß Angehörige der "privilegierten" Gesellschaftsgruppe, die selbst mit Diskriminierungen nicht unbedingt zu kämpfen haben, glauben, daß sie sich hinstellen können und sagen können, daß Diskrimnierung eigentlich nicht existiert.
Ich stelle mich auch nicht hin und sage "Homosexeuelle werden nicht diskriminiert, weil es ja inzwischen eine gleichgeschlechtliche Quasi- Ehen gibt." Das wäre einfach nur unverschämt. Ich kann mich nämlich überhaupt nicht beurteilen, welchen Formen von Intoleranz er ausgesetzt ist.
Wenn mir einige Frauen sagen, daß es eine geschlechtsspezifische Diskrimierung nicht gibt, dann denke ich darüber nach. Wenn mir eine Homosexueller sagt, er werde nicht diskrimiert, dann fange ich an zu glauben, daß es Intoleranz in unserer Gesellschaft nicht gibt.
Aber wenn das Männer behaupten, die dieser Intoleranz nicht ausgesetzt sind- sorry- wie kommt ihr auf den Gedanken, daß ihr im Stande wärt, das wirklich zu beurteilen?
Ich speziell für @nafets und @dieter etwas über eine gewisse Intoleranz erzählen, die es eurer Meinung nach nicht gibt, die aber jedes Jahr etliche Frauen das Leben kostet.
Nehmen wir einmal an, jemand- eine person X- liegt mit einem Herzinfarkt im Rettungswagen.
Ihr beiden denkt natürlich, daß es für die Überelbenschance von X völlig egal ist, ob X ein Mann oder eine Frau ist.
Ist es aber nicht. Die Überlebenschancen sind für X viel höher, wenn X ein Mann ist.
Wißt ihr auch, warum das so ist?
Die Symptome für Herzinfarkt sind bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bisher wurden als typische Herzinfarktssymptome vor allem die Symptome angesehen, die beim Mann einen Herzinfarkt anzeigen.
Und deswegen wurden Mediziner jahrzehntelang darauf geschult, auf die Symptome zu achten, die einen Herzinfarkt beim Mann anzeigen.
Und deswegen wird bei Frauen der Herzinfarkt häufig nicht als solcher erkannt. Die Symptome stimmen nicht. "Gallenkolik" heißt es häufig.
Erst allmählich fängt die Medinzin an zu begreifen, daß Frauen nicht irgendwie nur 10% kleinere Männer mit Gebärmutter und Eierstöcken statt Hodensack sind.
Und ihr wollt mir etwas von Gleichberechtigung erzählen, weil wir erstmals eine Frau als Bundeskanzlerin haben?
P.S. Die Medizin ist nur ein Beispiel.
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