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Umfrageergebnis anzeigen: Ist Intoleranz ein Problem in Europa??

Teilnehmer
11. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
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  • Nein, weil... (Begründung bitte im Post)

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Ergebnis 41 bis 50 von 172
  1. #41
    Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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    Zitat Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
    Ich wollte das jetzt hier auch gar nicht im einzelnen diskutieren- sondern wirklich nur darauf aufmerksam machen, daß auch Emanzipation strenggenommen zu diesem Themenkreis gehört.

    Wenn du das anerkennst, dann bin ich schon zufrieden.... (Für heute)
    Es ist ja nur so, dass es oft, wenn du auf (mangelnde) Emanzipation aufmerksam machst, deshalb zu einer Diskussion kommt.
    Im übrigen bin ich damit einverstanden, dass Emanzipation zu Intoleranz gehört.

  2. #42
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Zitat Zitat von Maxdorfer Beitrag anzeigen
    In den letzten Jahren wurde viel gemacht bei der Emanzipation - gerade im politischen Bereich und bei Frauenquoten. Aber dein letzter Satz, der ist das Problem.
    Lieber Maxdorfer,
    das ist Aufgabe der Gewerkschaften und des Gesetzgebers für andere Entlohnungen zu sorgen.

  3. #43
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Zitat Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
    1)Manchmal soll richtiges Lesen helfen. Ich habe explizit geschrieben- in "mancherlei" Beziehung.
    Und das bedeutet- daß es Frauen zwar theoretisch heute möglich ist, in die gleichen Positionen aufzusteigen wie Männer, aber daß es aber in der Realtiät verhältnismäßig gesehen sehr viel weniger Frauen gibt, die das schaffen als Männer. Das willst du doch nicht bezweifeln?
    Wieviele Ministerpräsidentinnen gab es in den letzten 20 Jahren in Deutschland, wieviele Ministerpräsidenten?
    Bist du da immer noch der Meinung, daß das gleich verteilt ist?
    Weitere Details?
    Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als Männer. Frauen arbeiten viermal so oft in Teilzeit wie Männer. Frauen stellen einen wesentlich höheren Anteil an Billigjobbern als Männer.
    In den vorständen der deutschen DAX Unternehmen sind 3,9 % der Führungskräfte weiblich....
    2)Siehst du mal- das sagst du es ja selbst... Wenn ihr die rollen umgekehrt hättet, hättet ihr weniger Geld zur verfügung gehabt.
    Und du willst mir erzählen, das sei Gleichberechtigung?
    Liebe Rohana,
    1) es wäre Aufgabe der Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände und des Gesetzgebrs für gleichen Lohn zu sorgen. Aber Gleichberechtigung kann man nicht nur am gleichen Lohn sehen, sondern auch an der Stellung der Ehefrau in der Familie und da sieht es in meiner Verwandt- und Bekanntschaft für die Frauen sehr gut aus. Kein Mann den ich kenne wird bei uns eine Entscheidung ohne seine Ehefrau treffen. Wir haben auch noch altmodische Familien, meine Mutter hat mit ihrem Gatten die Diamantene Hochzeit schon hinter sich. Meine liebe Frau und meine Wenigkeit sind dieses Jahr 44 Jahre lang verheiratet, mein Bruder etwas kürzer aber auch mit zwei erwachsenen Kindern. Dasselbe gilt für unseren Bekanntenkreis. Wenn diese Ehefrauen mißachtet oder nicht gleichberechtigt wären, dann wären sie längst nicht mehr zusammen.
    2) Nochmal, das ist Aufgabe der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und des Gesetzgebers für gleichen Lohn zu sorgen. Daran kann man aber die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft nicht festmachen.

  4. #44
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    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    Lieber Maxdorfer,
    das ist Aufgabe der Gewerkschaften und des Gesetzgebers für andere Entlohnungen zu sorgen.
    Volle Zustimmung. Das sollten die aber auch machen, was aber nicht geschieht.

  5. #45
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    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    2) Nochmal, das ist Aufgabe der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und des Gesetzgebers für gleichen Lohn zu sorgen. Daran kann man aber die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft nicht festmachen.
    Doch, das kann man natürlich! Wenn ein Mann nicht Hausarbeit übernimmt und die Frau nicht arbeiten geht, weil das sonst für beide finanzielle Nachteile hätte, dann ist das ganz klar ein Fall von mangelnder Emanzipation und liegt wohl an den für Frauen niedrigeren Löhnen. Da sollte sich dringend was ändern.

    Mag sein, dass das die Gewerkschaften machen sollten, aber sie machen es nicht - und das hat durchaus mit Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft zu tun!

  6. #46
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    Zitat Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
    Und in mancherlei Beziehung (aber nicht in aller) mußt du noch hinzufügen, vorausgesetzt, du bist Mann...
    Jetzt übertreibt ihr aber alle beide (Fabian und du).
    Man sollte bei diesen Themen natürlich sehr sensibel verfahren und urteilen, aber nicht so, mit Vorurteilen behaftet, wie ihr es tut.
    Bei euch lebt das Vorurteil, dass alle Mitglieder von Minderheiten + (natürlich) die Frauen, allgemein keine Toleranz erfahren oder akzeptiert sind.
    So zumindest, kommt es rüber. Dabei ist es auch völlig uninteressant, ob du schreibst "in mancherlei Beziehung" oder nicht, was die Frauenfrage betrifft. Deine Grundeinstellung, dein Grundvorurteil bleibt bestehen.
    Wobei ich mir bewußt bin, dass ich dir und deiner Meinung wahrscheinlich wieder einmal Unrecht tue. Sorry.
    __________________________________________________ _____

    Hierzu finde ich z.B. Dieters Worte nicht schlecht.
    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    wir haben eine Bundeskanzlerin, etliche Ministerinnen, die Funktionen bei den Grünen sind paritätisch besetzt. Frau Kraft kämpft in NRW um ihre Wiederwahl, außerdem sind die MPs von Thüringen und und dem Saarland Frauen.
    Die Aufgabenteilung war früher anders
    @Solon hat es sehr gut umschrieben.
    Zitat Zitat von solon Beitrag anzeigen
    Nehme ich aber das schwammige "Große Ganze", so leben wir hier in Europa in einem sehr toleranten Umfeld.
    solon
    Recht hat er, der Solon. Schaut euch mal an wie es anderswo ausschaut.
    Das soll keine Relativierung initiieren, sondern nur auf den realen ethischen Stand in unserer Gesellschaft hinweisen.

    Sicher, es gibt noch einiges zu tun, nur ist schon sehr viel in dieser Richtung passiert und realisiert worden, wobei ein Teil der verbliebenen Fragen aber auf den richtigen Weg gebracht wurden.
    Das ganze ist natürlich ein Kampf. Ein Kampf gegen Vorurteile.

    Für die vollständige Akzeptanz in der großen Mehrheit der Bevölkerung braucht es natürlich auch ein wenig Zeit. Das ist doch klar. Oder?

    Nur als Beispiel; wer hätte denn vor 40 Jahren daran geglaubt, dass es standesamtliche, (fast)eheliche Verbindungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern geben könnte. Heute gibt es diese Option.

  7. #47
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    Zitat Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
    Jetzt übertreibt ihr aber alle beide (Fabian und du).
    Man sollte bei diesen Themen natürlich sehr sensibel verfahren und urteilen, aber nicht so, mit Vorurteilen behaftet, wie ihr es tut.
    Bei euch lebt das Vorurteil, dass alle Mitglieder von Minderheiten + (natürlich) die Frauen, allgemein keine Toleranz erfahren oder akzeptiert sind.
    So zumindest, kommt es rüber. Dabei ist es auch völlig uninteressant, ob du schreibst "in mancherlei Beziehung" oder nicht, was die Frauenfrage betrifft. Deine Grundeinstellung, dein Grundvorurteil bleibt bestehen.
    Wobei ich mir bewußt bin, dass ich dir und deiner Meinung wahrscheinlich wieder einmal Unrecht tue. Sorry.
    Ja, tust du.
    Denn letztendlich hat es auch etwas mit einem Mangel an Toleranz zu tun, daß ich nicht einmal die Auffassung vertreten kann, daß in Bezug auf Emanzipation eben noch nicht genug gelaufen ist.

    Ich habe niemals gesagt, daß Frauen generell immer benachteiligt wären- ein solcher Gedanke wäre völlig abwegig und würde auch nicht von mir vertreten.

    Aber es spricht eben nicht für Toleranz, wenn du auf dem Standpunkt stehst
    "In mancherlei Beziehung" sei bedeutungslos. Wenn du der Meinung bist, daß der Satz der gleiche ist ob mit oder ohne "in mancherlei Beziehung", dann frage ich mich schon nach deinen Vorurteilen.

    Es spricht auch nicht für Toleranz, wenn du den Hinweis auf einen existierenden Mißstand als "Vorurteil" abtust.

    Denn das bringt mich wieder auf den Gedanken, daß du jegliche Forderung nach Gleichberechtigung als Vorurteil abtust- was letztendlich nichts anderes ist als selbst ein Vorurteil...

  8. #48
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    Zitat Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
    Denn das bringt mich wieder auf den Gedanken, daß du jegliche Forderung nach Gleichberechtigung als Vorurteil abtust- was letztendlich nichts anderes ist als selbst ein Vorurteil...
    Das wäre völlig falsch vermutet, total falsch gedacht.
    Du weisst genau, dass ich so nicht ticke.

  9. #49
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    Zitat Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
    Ja, tust du.
    Denn letztendlich hat es auch etwas mit einem Mangel an Toleranz zu tun, daß ich nicht einmal die Auffassung vertreten kann, daß in Bezug auf Emanzipation eben noch nicht genug gelaufen ist.
    Rohana.
    Du darfst, kannst und sollst deine Auffassungen bezüglich der Frauenemanzipation vertreten.
    Genau das tust du ja auch.
    Das ist legitim und letztlich usus.

    Wo genau liegt dein Problem?

  10. #50
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    Zitat Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
    Rohana.
    Du darfst, kannst und sollst deine Auffassungen bezüglich der Frauenemanzipation vertreten.
    Genau das tust du ja auch.
    Das ist legitim und letztlich usus.

    Wo genau liegt dein Problem?
    Mein Problem liegt exakt darin, daß du sagst, es spielt keine Rolle, ob ich sage "Frauen werden prinzipiell diskriminiert" oder ob ich sage "Frauen werden nach wie vor in mancher Hinsicht diskriminiert."
    Ja, damit habe ich ein Problem. Beides ist nicht die gleiche Aussage, und es ist absolut respektlos zu sagen "Ach für mich ist beides das gleiche." Dann muss ich mir die Mühe der Unterscheidung nicht machen. Warum werfen wir uns nicht gleich irgendwelche Worte an den Kopf und reduzieren die Diskussion auf "Gleichberechtigung" "Emanze" "Vorurteil" und überlassen es dem anderen, sich schon das ihm genehme darunter vorzustellen?

    Mein Problem liegt weiterhin darin, daß Angehörige der "privilegierten" Gesellschaftsgruppe, die selbst mit Diskriminierungen nicht unbedingt zu kämpfen haben, glauben, daß sie sich hinstellen können und sagen können, daß Diskrimnierung eigentlich nicht existiert.

    Ich stelle mich auch nicht hin und sage "Homosexeuelle werden nicht diskriminiert, weil es ja inzwischen eine gleichgeschlechtliche Quasi- Ehen gibt." Das wäre einfach nur unverschämt. Ich kann mich nämlich überhaupt nicht beurteilen, welchen Formen von Intoleranz er ausgesetzt ist.

    Wenn mir einige Frauen sagen, daß es eine geschlechtsspezifische Diskrimierung nicht gibt, dann denke ich darüber nach. Wenn mir eine Homosexueller sagt, er werde nicht diskrimiert, dann fange ich an zu glauben, daß es Intoleranz in unserer Gesellschaft nicht gibt.

    Aber wenn das Männer behaupten, die dieser Intoleranz nicht ausgesetzt sind- sorry- wie kommt ihr auf den Gedanken, daß ihr im Stande wärt, das wirklich zu beurteilen?


    Ich speziell für @nafets und @dieter etwas über eine gewisse Intoleranz erzählen, die es eurer Meinung nach nicht gibt, die aber jedes Jahr etliche Frauen das Leben kostet.

    Nehmen wir einmal an, jemand- eine person X- liegt mit einem Herzinfarkt im Rettungswagen.
    Ihr beiden denkt natürlich, daß es für die Überelbenschance von X völlig egal ist, ob X ein Mann oder eine Frau ist.

    Ist es aber nicht. Die Überlebenschancen sind für X viel höher, wenn X ein Mann ist.
    Wißt ihr auch, warum das so ist?

    Die Symptome für Herzinfarkt sind bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bisher wurden als typische Herzinfarktssymptome vor allem die Symptome angesehen, die beim Mann einen Herzinfarkt anzeigen.
    Und deswegen wurden Mediziner jahrzehntelang darauf geschult, auf die Symptome zu achten, die einen Herzinfarkt beim Mann anzeigen.

    Und deswegen wird bei Frauen der Herzinfarkt häufig nicht als solcher erkannt. Die Symptome stimmen nicht. "Gallenkolik" heißt es häufig.
    Erst allmählich fängt die Medinzin an zu begreifen, daß Frauen nicht irgendwie nur 10% kleinere Männer mit Gebärmutter und Eierstöcken statt Hodensack sind.

    Und ihr wollt mir etwas von Gleichberechtigung erzählen, weil wir erstmals eine Frau als Bundeskanzlerin haben?

    P.S. Die Medizin ist nur ein Beispiel.

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