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17.04.2008, 23:18
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#11 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| [quote=Talley;3115]Ich möchte einmal ein paar Bücher in die Runde werfen, die zwar nicht zur Belletristik gehören, aber für den Geschichtsinterssierten jedenfalls interssant sein dürften. Der große Ploetz
DAS Standardwerk für Historiker und solche, die es sein wollen. Wo sonst steht zuverlässig, in welchem Jahr Karl der Hinterhältige Konrad den Armseligen in der Schlacht am Kaninchenhügel vernichtend schlug? Mit einer gewissen Berechtigung kann man behaupten, was nicht im Ploetz steht, ist nicht passiert.
Und nicht selten folgt auf ein gezieltes Nachsehen ein längeres Schmökern, weil es unverhofft interessant ist, was in Russland im 11. Jahrhundert oder in Persien um die Zeitenwende los war.
Den großen Ploetz hab ich auch zuhause, ein tolles Buch. Liefert zuverlässige Daten und beachtet auch die weniger Beachteten Teile der Welt und das doch relativ genau.
Wozu ich den großen Ploetz gern verwende ist für das "entschlüsseln" und "einteilen" von Bürgerkriegen oder Zeiten mit relativ komplizierten Machtkämpfen, etwa die Diadochenkämpfe. Ist zwar viel Arbeit macht mir aber viel Spaß. Steven Runciman: Geschichte der Kreuzzüge
Schon etwas schwerere Kost, aber immer noch fesselnd. Derjenige, der sich für die Kreuzzüge interessiert, findet nach der Lektüre dieses Buches aller Fragen beantwortet und unzählige Antworten auf Fragen, auf die er nie gekommen wäre. Woh anerkannterweise eines der besten historischen Fachbücher.
Ist ein tolles Buch, hab es zu Weihnachten geschenkt bekommen (nach einigen Anweisungen) finde die Beschreibungen toll. Sehr genau, man kann sich sehr gut reinfühlen und es bringt einem sogar in Kapiteln zusätzliches Wissen wo man es kaum für möglich hält (bei mir war das bei 4. Kreuzzug so). |
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18.04.2008, 10:40
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#12 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 22.02.2008 Ort: Straubing
Beiträge: 281
| Zitat:
Zitat von WDPG Bei "Mit Gottes Segen in die Hölle" um was geht es da? | In diesem Buch geht es um den 30jährigen Krieg. Ist von Aufbau her genau so wie "Imperium" nur halt mit einem anderen Thema - sehr viele Bilder, super geschrieben. Finde ich empfehlenswert
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"Wir lernen aus Erfahrung, dass die Menscheit nichts aus Erfahrung lernt!"
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18.04.2008, 10:43
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#13 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Hügl In diesem Buch geht es um den 30jährigen Krieg. Ist von Aufbau her genau so wie "Imperium" nur halt mit einem anderen Thema - sehr viele Bilder, super geschrieben. Finde ich empfehlenswert | Ah, weiß schon. Hab das Buch glaub ich schon mal gesehen. |
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19.04.2008, 20:15
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#14 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 21.03.2008 Ort: Zürich
Beiträge: 233
| Lieblingsbuch Eines meiner absoluten Lieblingsbücher was Belletristik betrifft ist Ismail Kadaré - Die Festung
Es geht um die Belagerung einer albanischen Festung vor den heranrückenden Osmanen im Jahre 1450.
Ismail Kadaré hat das Buch 1972 geschrieben. Neuauflage bei DTV.
Viel besser kann Prosa nicht mehr sein!
MfG Savonarola |
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22.04.2008, 17:52
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#15 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 29.02.2008 Ort: Rottenburg am Neckar
Beiträge: 147
| Hi Leute,
ich hab sehr gutes Buch gefunden: Warum tötest du, Zaid? von Jürgen Todenhöfer. Es ist eine wahre Geschichte. Jürgen Todenhöfer war nämlich illegal im Irak und hat dort einen irakischen Wiederstandskämpfer (nicht verwechseln mit al qaida) interviewt. Der erzählt über sein Leben und warum er kämpft. Ich kann es nur empfehlen. |
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27.08.2008, 13:36
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#16 (permalink)
| | Benutzer Rang: Majordomus
Registriert seit: 27.08.2008
Beiträge: 58
| Hallo,
bereits seit 1 Minute hier und schon am Pfad-Wiederbeleben. Ich denke auch, dass Geschichtler einfach sehr viel lesen um sich ein umfangreiches Wissen anzutrainieren. Natürlich Studierende in höherem Maße als Hobbyinteressierte. Doch auch für Hobbyinteressierte gilt, dass man sich Hintergrundinformationen wohl nur durch das Wälzen von Fachliteratur aneignen kann. G-Geschichte bietet für mich die Möglichkeit in ein Thema hinein zu "schnuppern". Die Informationen sind kompakt und interessant aufgearbeitet, man hat einen Einblick in das Thema - Interessiert es mich, kann ich mir in der Bibliothek Literatur ausleihen und mich tiefer damit beschäftigen.
Hier mal ein paar meiner "Lieblingsgeschichtsbücher": (Die meisten sind mir wohl noch so in Erinnerung, weil ich sie erst vor kurzem las) Tödlicher Irrtum - Die Geschichte der RAF (Butz Peters) Ein sehr kompakter Band über die 3 Generationen der RAF, vom Ursprung in der Studentenbewegung bis hin zum ruhmlosen Ende der 3. Generation '98 (Ihr seht, ich vertrete die These, dass es keine 4. Generation gab). Dabei helfen sehr authentische Berichte, interessante Hintergrundberichte und ein sehr ausführlicher Zeitstrahl, das Geschehene zu erfassen. Einblicke in die Logistik der RAF geben Informationen zu anderen Guerilla Gruppen und deren Kampfesweise. Ich kann dieses Buch vor allem empfehlen, da es einen ausführlichen Überblick über die Materie bietet und eigentlich keine Fragen offen lässt (Für welche, die es offen lässt, gibt es ja solche Foren hier). Kurze Geschichte des Nationalsozialismus (Ernst Piper)
Piper geht mit der Zielsetzung an das Buch die Geschichte des Nationalsozialismus von den frühen Anfängen bis hin zum Hier und Jetzt zu bearbeiten. An sich gelingt ihm das, nur bleiben einige Aspekte sehr rar behandelt, wo andere Themen sehr stark gewichtet werden. Aber um einen Gesamteindruck über das Buch zu bekommen, und die Geschichte der NSDAP zu verstehen (von ihren Ursprüngen) ist das Buch sehr gut geeignet. Dabei bekommt man einen sehr guten Einblick in die Finanzwirtschaft der NSDAP, ein Punkt der mir gefiel, aber der leider in anderer Literatur eher schwach ausgeprägt ist. Der Baader-Meinhof-Komplex (Stefan Aust)
Stefan Aust beleuchet die Geschichte der Roten Armee Fraktion sehr ausführlich, vor allem mit Schwerpunkt auf dem s.g. Deutschen Herbst anno 1977. Ihm gelingt es, Originaldokumente interessant einzubauen, den Gerichtsprozess in Stammheim sehr authentisch zu beschreiben und dem Leser einen Einblick in die RAF zu geben. Zusammen mit dem oben genannten Buch (Tödlicher Irrtum) kann man sich ausführliche Informationen zur RAF aneignen.
Derzeit liegen 2 Bücher der Buchreiche Deutsche Geschichte auf dem Nachttisch (Weimar und 3. Reich). Mal sehen ob ich zum Lesen komme, aber was ich bisher "erschnuppert" habe klingt sehr gut.
P.S. Ich will auf keinen Fall Werbung für die Verlage machen, es sind meine Einschätzungen und nicht die der Verlage. Sollte es fälschlicherweise so rübergekommen sein, entschuldige ich mich dafür.
Liebe Grüße
Balduin |
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27.08.2008, 15:19
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#17 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.341
| Servus! Zitat:
Zitat von Balduin P.S. Ich will auf keinen Fall Werbung für die Verlage machen, es sind meine Einschätzungen und nicht die der Verlage. Sollte es fälschlicherweise so rübergekommen sein, entschuldige ich mich dafür. | Keine Angst, ich glaube nciht, dass das einer hier von dir denkt...
VG
Christian |
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28.08.2008, 10:59
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#18 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Hügl Autor "Hans-Christian Huff" empfehlen, diese wären "Mit Gottes Segen in die Hölle" | Bin schon gespannt, hab mir das Buch erst vor kurzem gekauft (werde wohl im Urlaub Zeit finden um es zu lesen). Bisher habe ich mich mit dem 30-Jährigen Krieg kaum beschäftigt. Ein Heft von GEO-Epoche hat aber mein Interesse was den 30. Jährigen-Krieg betrifft geweckt, jetzt hab ich mir das Buch von Huff gekauft (da mir Imperium I und Imperium II auch ganz gut gefallen haben) und freue mich schon aufs lesen. |
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29.01.2012, 13:40
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#19 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Sanne de Bakker: Mozart. Ein Wunderkind auf Reisen.
Dieses Buch erzählt sehr interessant von der ersten Europareise des klassischen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Gerade sechs Jahre alt, gastierte er an fast allen europäischen Königshöfen und kam erst nach drei Jahren wieder in seine Heimat Salzburg zurück.
De Bakker hält sich, soweit es geht, an historische Tatsachen, erfindet aber einige Szenen hinzu, die sich so abgespielt haben KÖNNTEN. Ich habe das Buch vor vielen Jahren geschenkt bekommen und lese heute noch gerne darin.
Es wird nicht langweiliger, je älter ich werde, und so kann ich es auch den Usern des G Geschichte Forums empfehlen.
Clara Asscher – Pinkhof: Sternkinder.
Das Buch berichtet von einem jüdischen Kind, das mit Eltern und Geschwistern in ein KZ kommt. Es ähnelt darin Anne Franks Tagebuch, kann aber auch von Jugendlichen gelesen werden. Man erfährt viel vom Leben als Jude in der Nazizeit und vom Leben im KZ. Die Autorin war selbst im KZ und überlebte, da eine Gruppe jüdischer KZ – Insassen gegen einige deutsche Gefangener in Palästina ausgetauscht wurde.
Auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Ich habe eine ziemlich alte Ausgabe von 1961, aber ich weiß, dass es zumindest eine Neuauflage gibt.
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29.01.2012, 14:32
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#20 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Hanswilhelm Haefs: Handbuch des nutzlosen Wissens
Auch dies ein sehr interessantes Buch, wenn auch in eine ganz andere Richtung als die beiden anderen vorgestellten gehend. Hanswilhelm Haefs stellt einige unglaubliche, einige wirklich nutzlose, amüsante und einige eigentlich logische Tatsachen vor.
Beispiele für unglaubliche: Der Körper der meisten Chamäleonarten misst nur die Hälfte ihrer Zungenlänge. Die griechische Nationalhymne hat 158 Strophen. In Ägypten grüßt man sich: „Wie schwitzt du?“. Der Name der Chemikalie Tryptophansynthetase hat 1913 Buchstaben, sie heißt C1289H2051N343O375S8. Im Arabischen gibt es über 1000 Worte für Kamel…
Beispiele für nutzlose: Der Moskito hat 47 Zähne. Grillen hören mit den Knien. Über 50 % aller Babys werden vor dem Mittagessen geboren. Der Feldkurat des 91. k. u. k. Infanterieregiments hieß Katz. Ratten können sich nicht erbrechen.
Beispiel für eine amüsante: Katharina de Medici ließ ein Loch in den Fußboden ihres Schlafzimmers bohren, um ihrem Mann beim Fremdgehen zuzusehen.
Beispiel für eine logische: Der Vatikan hat die niedrigste Geburtenrate der Welt.
Das Buch hat noch einige Fortsetzung (Das 2. Handbuch des nutzlosen Wissens…).
Auch sehr zu empfehlen. Lasst euch nicht von den negativen Bewertungen auf Amazon abschrecken!
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