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Tags: cannae, gedankenspiele, hannibal, karthago, punischer krieg, rom, scipio, zama

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Alt 28.03.2010, 21:28   #31 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sandrokottos Beitrag anzeigen
Immerhin eroberte auch Karl der Große noch Stammesgebiete der Sachsen, die ganz und gar nicht etwa ein geeintes Herzogtum oder Königreich Sachsen darstellten.
Ein sehr schönes Beispiel: Sobald es eine Bedrohung von außen gab, schlossen sich einige oder alle Teilstämme zusammen und wählten einen Herzog, und sobald die Bedrohung vorbei war, gingen sie wieder ihrer Wege.
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Alt 28.03.2010, 21:33   #32 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
Immerhin haben die Griechen auch mal so angefangen...
Genau! Und sie haben sich niemals freiwillig vereinigt. Auch bei Bedrohungen durch außen schlossen sie nur oberflächliche Koalitionen, die danach rasch zerbrachen. Selbst die beiden Bündnisse mit der höchsten Beständigkeit und Integration, der Erste Attische Seebund und der Achaiische Bund, waren noch lange keine Staaten und umfassten nur Teile Griechenlands, denen andere Teile und Bünde (Peloponnesischer Bund bzw. Aitolischer Bund und Sparta) feindlich gegenüberstanden.
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Alt 28.03.2010, 21:37   #33 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sandrokottos Beitrag anzeigen
Die Römer waren zäh. Eine Niederlage gegen Karthago hätte wohl kaum das Ende der Stadt bedeutet. Außerdem hatte Karthago noch genug Konkurrenten, wie z.B. Syrakus, die Ärger gemacht hätten. Durch die Ablenkung hätte Rom Mittelitalien, das außerdem sehr loyal war, wieder vereinen können, zumal das Bündnissystem für die damalige Zeit unheimlich fortschrittlich und vor allem auch attraktiv war.
War es das? Wieso musste dann Rom seine Vasallen im Zweiten Latinerkrieg mühsam wieder gefügig machen? Wieso fielen so viele Bundesgenossen zu Hannibal ab?
Wenn Karthago klug gewesen wäre, hätte es den Städten und Stämmen Italiens maximale Freiheit gewährt und sich lediglich Handelsprivilegien einräumen lassen. Die hätten dann wohl kaum Lust verspürt, wieder für Rom in den Krieg zu ziehen.
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Alt 28.03.2010, 22:06   #34 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Ich glaube, Paul meinte eher, dass sich die Germanen in de Gebiete östlich der Weichsel, in die Steppen Russlands und der Ukraine ausgebreitet hätten.
So meinte ich das. Ich habe mich ja sowieso gewundert, das die Goten ihre nördlichen Siedlungsgebiete verlassen haben sollen, statt sich einfach auszubreiten. Eigentlich war es ja meistens üblich, das sich nur der Bevölkerungsüberschuß neue Siedlungsräume gesucht hat, wie die Sachsen, von denen nur ein Teil nach Großbritannien ging o. wie bei den Franken, von denen auch immer nur ein Teil nach Gallien zog.
Sicher wissen wir das zwar nicht, denn die Bevölkerung in den nördlichen ehemals gotischen Gebieten wurden ja dann als Vandalen...bezeichnet, also ein Teilstamm der Goten. Letztlich haben aber dann zumindest die Vandalen ihre Heimat ohne nennenswerte Restbevölkerung verlassen.
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Paul

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Alt 28.03.2010, 23:43   #35 (permalink)
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Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Genau! Und sie haben sich niemals freiwillig vereinigt. Auch bei Bedrohungen durch außen schlossen sie nur oberflächliche Koalitionen, die danach rasch zerbrachen. Selbst die beiden Bündnisse mit der höchsten Beständigkeit und Integration, der Erste Attische Seebund und der Achaiische Bund, waren noch lange keine Staaten und umfassten nur Teile Griechenlands, denen andere Teile und Bünde (Peloponnesischer Bund bzw. Aitolischer Bund und Sparta) feindlich gegenüberstanden.
Richtig! Erst im 19. Jahrhundert entstand ein gesamtgriechischer Staat. Vorher war Griechenland stets nur unter Besatzung vereint.
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Alt 28.03.2010, 23:45   #36 (permalink)
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Zitat von Paul Beitrag anzeigen
Letztlich haben aber dann zumindest die Vandalen ihre Heimat ohne nennenswerte Restbevölkerung verlassen.
Goten und Vandalen waren aber auch kein Einzelfall. Kimbern, Teutonen, Helvetier...die Reihe ließe sich fortsetzen.
Wobei in allen Fällen von einer restlosen Räumung wahrscheinlich keine Rede sein kann. So sind in den ehemals von Germanen besiedelten Gegenden des späteren Berlin nach der "Räumung" sehr wohl auch archäologisch nachweisbare germanische Bevölkerungsreste vorhanden gewesen, die sich dann mit den neu kommenden Slawen vermischten und in diesen aufgingen.

VG
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Alt 29.03.2010, 23:40   #37 (permalink)
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Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
Goten und Vandalen waren aber auch kein Einzelfall. Kimbern, Teutonen, Helvetier...die Reihe ließe sich fortsetzen.
Wobei in allen Fällen von einer restlosen Räumung wahrscheinlich keine Rede sein kann. So sind in den ehemals von Germanen besiedelten Gegenden des späteren Berlin nach der "Räumung" sehr wohl auch archäologisch nachweisbare germanische Bevölkerungsreste vorhanden gewesen, die sich dann mit den neu kommenden Slawen vermischten und in diesen aufgingen.

VG
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Die Heimat der Kimbern..blieb germanisch besiedelt, wahrscheinlich auch von Kimbern, die dann in Angeln, Friesen und Jüten aufgingen o. umbenannt wurden. Die keltischen Helvetier wurden wohl aus dem heutigen Hessen/Bayern eher vertrieben. Dies ist eine andere Situation.
Gerade bei der Besiedlung Großbritanniens durch Angeln, Sachsen, Jüten und wahrscheinlich auch Friesen....blieb die alte Heimat dicht besiedelt. Die Auswandernden wurden durch den Geburtenüberschuß schnell ersetzt, so das immer wieder weitere Siedler nach Großbritannien auswanderten.
Dasselbe galt ja auch für die fränkische und allemanische Auswanderung nach Gallien.
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Alt 30.03.2010, 13:37   #38 (permalink)
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Die keltischen Helvetier wurden wohl aus dem heutigen Hessen/Bayern eher vertrieben. Dies ist eine andere Situation.
Stimmt. Diese Situation meinte ich auch nicht, sondern ich bezog mich auf die caesarischen Helvetier, die ihre Wohnsitze in der heutigen Schweiz ja laut Caesar "komplett" räumten. Nimmt man allein die Zahlen, die Caesar selbst liefert, kommt man zum Schluss, dass nicht wirklich alle Helvetier nach "Großgallien" auswandern wollten.

VG
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