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02.06.2009, 13:34
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#11 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Da übersiehst Du eine Kleinigkeit: Bei so Lagern wurden auch Wachen aufgestellt; die Römer haben ihre obendrein mit Wall und Graben umgeben. Die Plänkler könnten auch nicht aus großer Entfernung das Feuer eröffnen, sondern müssten nahe herankommen, so dass sie bemerkt werden. Außerdem sind Plänkler sehr anfällig für feindliche Gegenangriffe mit Kavallerie.
Guerillataktiken spielten durchaus eine Rolle, aber nicht in Deinem Sinn, sondern indem feindliche Trupps auf Fouragierung angegriffen wurden - nicht mit Plänklern, sondern mit Kavallerie oder leichter Infanterie.
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
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02.06.2009, 13:43
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#12 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 16.04.2009 Ort: Wien
Beiträge: 1.114
| Beides wusste ich bereits bei der Verfassung meines Textes. Aber was hindert einen Bogenschützen über eine, sagen wir mal, 3m hohe Holzmauer zu schießen und per Zufall ein Ziel auszuschalten? Nichts.
Man muss nur entsprechend hoch zielen, dann kann man auch aus dem 10m entfernten Dickicht über die Wand schießen. Freilich ist es Zufall jemanden damit zu treffen, aber im Schlachtgemenge ist es auch nur Zufall wen ausgerechnet dein Pfeil jemanden tötet. (Es ist vorgesehen, aber zum Zielen hast du schließlich wenig Zeit)
Du kannst es natürlich nennen wie du willst. Ich würde es eben Guerilla-Taktik nennen, wenn sich Plänkler zurückziehen und wieder angreifen und sich zurückziehen und wieder angreifen. Aber du kannst es ja auch Penetrations-Traktion-Taktik aus der Distanz nennen oder so ähnlich...
LG Phigo =)
__________________ Inveniemus viam aut faciemus. - Hannibal Hoc enim uno praestamus vel maxime feris, quod conloquimur inter nos et quod exprimere dicendo sensa possumus. - Crassus |
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02.06.2009, 13:59
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#13 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Und Du glaubst, wenn Deine Plänkler angreifen und sich zurückziehen und angreifen und sich zurückziehen usw., dann werden die im Lager ruhig herumsitzen und sich beschießen lassen? Spätestens beim dritten Mal wartet bereits die Kavallerie, um den Plänklern den Garaus zu machen.
Im Übrigen wurden Lager nach Möglichkeit auf einer Anhöhe oder zumindest auf freiem Feld errichtet, wo keine 10 m daneben ein Dickicht war.
In der Schlacht kann der Bogenschütze einen Gegner allemal leichter treffen als wenn der in einem Zelt sitzt.
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02.06.2009, 14:14
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#14 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 16.04.2009 Ort: Wien
Beiträge: 1.114
| Nur wenn das Zelt hinter einer Mauer steht.
Das mit dem Dickicht aus 10m Entfernung war auch nur so dahin gesagt, ab einer gewissen Entfernung ist es eh ziemlich egal, weil Menschen keine Katzen sind...
Irgendwas gibt es immer, auf gänzlich offenem Felde wird es wohl kein Lager geben. Irgendein Graben oder Busch wird schon in der Nähe sein.
Natürlich wird es immer schwerer hinein zu treffen. Vor allem kann so eine Guerilla-Truppe nicht mehr als ein paar Dutzend Leute fassen, weil sie ja sonst auffällt. Wenn da plötzlich 500 Gestalten im Dunkel stehen, ist das schon verdächtig. Aber 60 oder 100 kann man noch halbwegs gut verstecken, je nach Umfeld. Das heißt man könnte ca. 120-200 Pfeile (pro Person rechne ich mit 2, mit einem Geladenen Bogen raus kommen, abfeuern, laden, feuern, zurückziehen, sollte sich ausgehen) abfeuern. Das bedeutete wahrscheinlich ca. 20 Tote oder Verwundete beim Feind. Das ist schon mal was.
Natürlich, wenn eine Legion von ~4000 Mann lagert, sind 20 höchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber wenn jede Stunde 20 getroffen werden, oder 5 frische und 10 bereits Verwundete kommt auch etwas zusammen. Und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass vielleicht der Kommandant getroffen und getöet wird. Das würde Unruhe verbreiten.
Die Kavallerie könnte man sogar in einen Hinterhalt locken. Ein paar Leute kommen zum Angriff, feuern ihre Pfeile ab und laufen so schnell sie ihre Beine tragen, die Kavallerie wird sie natürlich irgendwann einholen, allerdings werden sie sich dann genau im Schussfeld von bis zu 100 Bogenschützen wieder finden die mit Sicherheit ungefähr 20-60 Reiter töten...
Wenn es eine reguläre Truppe war, hatte sie ca. 300 Reiter, richtig? Das heißt es blieben, sagen wir mal 270 übrig, noch eine Ladung ehe sie reagieren können, 235, eine geht noch, 200. Und dann kommt es auf das Umfeld und das Talent/Glück der Soldaten an.
Vielleicht können die Plänkler entkommen, vielleicht können sie sich Zeit für neuerliche Angriffe erkaufen, vielleicht können sie die Kavallerie im Nahkampf ausschalten, vielleicht unterliegen sie den Reitern...
LG Phigo
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Geändert von Phigo (02.06.2009 um 14:17 Uhr).
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02.06.2009, 18:21
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#15 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Das beste Beispiel für den Erfolg der Guerilla Taktik waren die diversen Überfälle der Germanen auf römische Truppen während der Besetzung rechtsrheinisch.
Diese Taktik hat aber nur Erfolg, wenn die misslichen Räumlichkeiten, der Überraschungseffekt und die Verhinderung der Formations Entfaltung zusammenkommen....
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... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
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05.06.2009, 18:15
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#16 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Einmal war so ein nächtlicher Angriff auf ein Lager allerdings tatsächlich ein voller Erfolg, nämlich 203 in Afrika im Krieg des Scipio gegen den mit den Karthagern verbündeten Numidierkönig Syphax. Die Numidier hatten ein Lager aus Holz und Schilf errichtet. Zwischen Scipio und Syphax fanden häufige Verhandlungen statt, bei denen oft römische Gesandte das numidische Lager betraten und dabei auch ausspionierten. Eines Nachts schickte er seinen Unterfeldherrn Laelius und den mit ihm verbündeten Numidierfürsten Massinissa mit dessen Truppen zum Lager des Syphax, während er selbst sich mit seinen Legionären dem nahegelegenen Lager des karthagischen Feldherrn Hasdrubal näherte. Die Leute von Laelius und Massinissa warfen Feuer in das Lager des Syphax, wo Chaos ausbrach. Die Numidier liefen unbewaffnet kreuz und quer und versuchten das Feuer zu löschen, und da ließen Laelius und Massinissa ihre Leute angreifen. Viele Leute des Syphax kamen in den Flammen um, viele wurden im Chaos zertrampelt, viele von den Angreifern getötet. Als die Wachen im Lager des Hasdrubal das Lager des Syphax in Flammen sahen, eilten viele Karthager, im Glauben, das Feuer dort hätte eine natürliche Ursache, hin, um beim Löschen zu helfen, und fielen so geradewegs den Legionären des Scipio in die Hände. Dann drangen die Legionäre durch die unbewachten Tore ins karthagische Lager und setzten es ebenfalls in Brand. Auch dort gab es schwere Verluste.
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