Und wieder einmal ein Hausaufgabenthema ...
Aber schön ...
Man kann die drei Feldherrn weder bei Taktik noch Schlachten noch Politik wirklich vergleichen.
Das fängt schon mit ihren Armeen an. Alle drei hatten gemeinsam, dass zwischen ihren Armeen und ihnen eine starke Bindung bestand. Die Armeen folgten ihren Führern nahezu bedingungslos - erst in Indien meuterten Alexanders Truppen, und auch als Caesars Truppen im Bürgerkrieg meuterten, ging es ihnen nur um Besserstellungen, aber nicht um eine generelle Absage an ihren Feldherrn.
Zusammensetzung und Fechtweise waren jedoch völlig unterschiedlich:
Hannibals Heer bestand aus Söldnern unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Fechtweise: Afrikaner, Spanier (hauptsächlich mittelschwere Infanterie mit Schwertern), Gallier (leichte Infanterie), Numidier (leichte Reiter), Speerwerfer von den Balearen ...
Alexanders Heer bestand aus der schweren makedonischen Phalanx mit ihren 6 m-Sarissen, die nur in Formation und nach vorne hin wirksam war; aus leichteren Hypaspisten, die von der Ausrüstung her eher den klassischen Hopliten entsprachen und in Formation oder auch locker eingesetzt werden konnten; aus Agrianen (Plänkler illyrischer Herkunft); aus Hetairoi und thessalischen Reitern (schwere Kavallerie); dazu griechische Hopliten.
Caesars Heer bestand aus den römischen Legionären, die damals bereits Berufssoldaten waren, sowie germanischen und gallischen Reitern.
Die Taktik war situationsabhängig (wie die Taktik jedes guten Feldherrn).
Hannibal setzte nach Möglichkeit auf Kesselschlachten.
Alexander stellte normalerweise im Zentrum die makedonische Phalanx auf und an den Flügeln Kavallerie. Er selbst kommandierte in der Regel die Kavallerie am rechten Flügel. Die empfindlichen Flanken der Phalanx wurden durch leichtere und beweglichere Truppen geschützt. Mit der Kavallerie versuchte er die gegnerische Kavallerie zu schlagen und nach deren Flucht den Anführer und die Infanterie unter Druck zu setzen.
Caesar war in seiner Taktik am flexibelsten. Er setzte auch öfters darauf, einzelne fähige Unterbefehlshaber wie Labienus oder Crassus autonom agieren zu lassen.
Dementsprechend liefen auch die Schlachten höchst unterschiedlich. Schlag' doch einfach die wichtigsten Schlachten der drei Feldherrn in Wikipedia nach.
Echte Gemeinsamkeiten verschiedener Schlachten fallen mir im Moment nicht ein.
Erwähnt werden sollte vielleicht noch, dass Hannibal in der Schlacht bei Zama als wohl erster Feldherr auf eine Treffen-Taktik setzte: Er stellte seine Infanterie in drei Treffen auf, die er nacheinander angreifen ließ. Die ersten beiden sollten die Römer schwächen, das dritte, bestehend aus seinen Veteranen, ihnen, wenn sie erschöpft waren, den Rest geben.
Politisch lassen sie sich auch nicht wirklich vergleichen:
Alexander wollte ein Weltreich gründen. Außerdem wollte er nicht etwa mit den Makedonen als Herrenvolk über die anderen Völker herrschen, sondern sie miteinander verschmelzen und ihre ethnischen und kulturellen Unterschiede nivellieren.
Hannibal wollte Rom als Hauptbedrohung Karthagos ausschalten.
Caesar wollte die Herrschaft über Rom erringen. Seine Feldzüge in Spanien und Gallien sollten ihm die Mittel und das Ansehen dazu verschaffen.
So, das wäre es fürs Erste. Wenn Du noch Fragen haben solltest, die sich nicht mit Wikipedia beantworten lassen, werde ich sie zu beantworten versuchen.