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Das Reich der Franken - Deutschlands Wurzeln, Europas Ursprung

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Tags: aegypten, alexander, dareios, feldzug, gordischer knoten, makedonien, perser

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Alt 14.12.2010, 06:35   #41 (permalink)
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Zitat:
Zitat von kugelschreiber1 Beitrag anzeigen
Söldner war nichts besonderes und konnten auch sehr gute Soldaten sein. Soweit ich weiß war der großteil der Persischen Armee aus Persern rekrutiert und nicht aus unterworfenen völkern.
Was bedeutet "unterworfene Völker"? In Deutschland haben die Franken auch die Bayern, Allemannen, Sachsen, Thüringer... unterworfen. Später kamen aus ihren Reihen die Kurfürsten und auch Kaiser. Es waren dann gleichberechtigte Stämme, sofern man das in einer Monarchie sagen kann. Die Frage ist also, wie sah das in "Persien" aus?
Heute leben z.B. im Iran überwiegend ganz nah verwandte "iranische Völker". Nicht näher verwandt wären z.B. die Aserbeidschaner, Armenier und Araber.
Auch das damalige Persien war doch homogener als es auf den ersten Blick aussieht. Damals waren die Sprachunterschiede zwischen z.B. Medern, Persern und Skyten wahrscheinlich noch geringer, als die heutigen Sprachunterschiede der Perser zu Belutschen und Kurden. Mir hat ein zweisprachiger Aserbeidschaner/Perser gesagt, er verstehe aufgrund seiner Persischen Sprache Kurdisch.
__________________
viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Lahntal
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Alt 14.12.2010, 08:34   #42 (permalink)
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Dass Persien während der Perserkriege nicht mit aller Macht gegen die Griechen vorging, lag auch darin begründet, dass es im Inneren des Reiches stets zu Unruhen kam (Thronkämpfe, Aufstände der besiegten Völker, vor allem in Ägypten, dazu Aufstände einzelner Satrapen), zumal nicht wenige Großkönige eher unfähig waren.
Ich glaube nicht an gleichberechtigte Stämme.
Aber eigentlich ist ja alles nur Spekulation, denn die Überlieferungen sind einfach zu spärlich-
Die persische Überlieferung ist oft sehr lückenhaft und weist – wie auch babylonische, armenische, syrische, griechisch-römische, arabische und andere Quellen – jeweils eigene Probleme auf, wobei auch Inschriften, wie beispielsweise die Inschrift von Behistun, nicht unproblematisch sind.

a bientot
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Alt 14.12.2010, 08:44   #43 (permalink)
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Nachtrag

Nun ja, die tapfersten und diszipliniertesten Truppen im persischen Heer waren wohl Söldner - nämlich griechische Hopliten.
Die großen Massen des Fußvolkes aber, wurden wahrscheinlich unter den zahllosen Stämmen und Völkerschaften des Riesenreiches mit Zwang ausgehoben und waren in einer Feldschlacht von äußerst zweifelhaftem Nutzen.

a bientot
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Alt 14.12.2010, 14:57   #44 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Paul Beitrag anzeigen
Was bedeutet "unterworfene Völker"? In Deutschland haben die Franken auch die Bayern, Allemannen, Sachsen, Thüringer... unterworfen. Später kamen aus ihren Reihen die Kurfürsten und auch Kaiser. Es waren dann gleichberechtigte Stämme, sofern man das in einer Monarchie sagen kann. Die Frage ist also, wie sah das in "Persien" aus?
Heute leben z.B. im Iran überwiegend ganz nah verwandte "iranische Völker". Nicht näher verwandt wären z.B. die Aserbeidschaner, Armenier und Araber.
Auch das damalige Persien war doch homogener als es auf den ersten Blick aussieht. Damals waren die Sprachunterschiede zwischen z.B. Medern, Persern und Skyten wahrscheinlich noch geringer, als die heutigen Sprachunterschiede der Perser zu Belutschen und Kurden. Mir hat ein zweisprachiger Aserbeidschaner/Perser gesagt, er verstehe aufgrund seiner Persischen Sprache Kurdisch.
Das mit den Unterworfenen Völkern kam nicht von mir sondern von meinem Vorredner und ich hab es weiter verwendet.
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Alt 14.12.2010, 15:08   #45 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Derfelio Beitrag anzeigen
Nun ja, die tapfersten und diszipliniertesten Truppen im persischen Heer waren wohl Söldner - nämlich griechische Hopliten.
Die großen Massen des Fußvolkes aber, wurden wahrscheinlich unter den zahllosen Stämmen und Völkerschaften des Riesenreiches mit Zwang ausgehoben und waren in einer Feldschlacht von äußerst zweifelhaftem Nutzen.
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Es gibt in der Geschichte nur wenige reine Berufsarmeen, viele wurden einfach Ausgehoben. Man muss es nur hinkriegen sie zu disziplieniren. ich weiß nicht wie nsie sonst ein Heer aufstellen sollen, die Reiterei reibt sich sonst in den Speerreien auf, die paar Unsterblichen und Söldner reichen für eine Hammer und Ambos taktik nicht aus. Man brauchte diese "Wehrphlichtigen" wie man es heute bezeichnet. Das Problem war auch nicht die kampfkraft der Persischen Armee, diese war garnicht so gering, man konnte die Grichen an rand der niederlage bringen und immerhin ein weltreich erichten. Es war die Befehlsstruktur die nur auf den Großkönig basierte, dass nutzten die Griechen eiskalt aus, aber was hatte man für eine wahl, sonst hätte man in der Politisch immernoch gespannten lage, den Militärs zuviel macht gegeben, wie oft gesehen im Römischen Reich oder nach Alexanders tot.
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Alt 13.11.2011, 21:53   #46 (permalink)
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Arte Abend Alexander von Makedonien

Ist zwar nur ein Spielfilm mit Richard Burton doch zwei Dinge sind mir aufgefallen, zum einen Kreuzigungen ? keine Erfindung der Römer ? dann die Version welche Griechen und Perser vereinen sollte, stammte von dem besiegten Darius als schriftliches Vermächtnis ?
__________________
... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
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Alt 13.11.2011, 23:13   #47 (permalink)
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Alexander der Große (Frankreich, 2011, 51mn)

Doku von eben;

die Gründe seines Erfolgs:

sehr hohe Bildung/Schüler des Aristoteles;

extremer Ausdauersportler;

die treuesten Freunde waren seine Generäle;

hohes Sendungs- Kulturbewusstsein der Griechen bzw. Er als Gott;

große Finanzkraft der Makedonier durch Edelmetallminen;


Seine Feldzüge führten zur Sprengung der damaligen antiken Welt innerhalb von NUR 11 Jahren . eine exorbitante, exklusive Leistung in der Menschheitsgeschichte !!!

Es kam zur gedachten und gelebten Verschmelzung von West und Ost z.B. durch Eheschließungen zwischen den Völkern. ER ging mit bestem Beispiel vorran. Gründung von neuen Städten, von einem neuen Reich der Griechen, Ägypter, Araber, Perser und Indier. Welch unvorstellbare Dimensionen tun sich da auf. Der erste multikulterelle Denker und Vollstrecker und das hunderte Jahre vor unserer Zeitrechung.

Ich finde gerade keine passende Superlative, aber das ich ein Fan von Ihm bin, wisst Ihr ja schon länger.

PS: die UNS bekannten Kreuzigungen waren tatsächlich eine zahlreich ausgeübte Maßnahme der Makedonier, wohl auch der Karthager. Dies übernahmen die Römer dann.
__________________
... bis hierher und keinen Schritt weiter ...

Geändert von lorginn (14.11.2011 um 12:33 Uhr).
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Alt 19.11.2011, 16:17   #48 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Doku von eben;

die Gründe seines Erfolgs:

sehr hohe Bildung/Schüler des Aristoteles;

extremer Ausdauersportler;

die treuesten Freunde waren seine Generäle;

hohes Sendungs- Kulturbewusstsein der Griechen bzw. Er als Gott;

große Finanzkraft der Makedonier durch Edelmetallminen;


Seine Feldzüge führten zur Sprengung der damaligen antiken Welt innerhalb von NUR 11 Jahren . eine exorbitante, exklusive Leistung in der Menschheitsgeschichte !!!

Es kam zur gedachten und gelebten Verschmelzung von West und Ost z.B. durch Eheschließungen zwischen den Völkern. ER ging mit bestem Beispiel vorran. Gründung von neuen Städten, von einem neuen Reich der Griechen, Ägypter, Araber, Perser und Indier. Welch unvorstellbare Dimensionen tun sich da auf. Der erste multikulterelle Denker und Vollstrecker und das hunderte Jahre vor unserer Zeitrechung.

Ich finde gerade keine passende Superlative, aber das ich ein Fan von Ihm bin, wisst Ihr ja schon länger.

PS: die UNS bekannten Kreuzigungen waren tatsächlich eine zahlreich ausgeübte Maßnahme der Makedonier, wohl auch der Karthager. Dies übernahmen die Römer dann.

Ihre Begeisterung für Alexander von Macedonien ist richtig, dieser Mann veränderte die damalige Welt, es gibt keinen Menschen, der eineseits so kontrovers gesehen wird, interpretiert wird, und doch, bis heute, weiterlebt.

Ich kenne sehr vieke arabische Städte, von Casablanca bis Basra, auch Hafenstädte in diesen Ländern, Alger, Tunis, Tripolis. aber keine dieser Städte atmet den Geist Alexanders wie Alexandrien /Al Iskanderija und das noch heute. Ich bin sicherlich 1-2 x im Jahr dort, zuletzt im März d.j.
Bis vor 30 Jahren waren z.B. die bekannten First.Class Konditoreien /alleine 2 am Raml Platz in griechischer Hand, haben heute noch ihre griechischen Namen, ein weiteres high-light ist eine Kaffeerösterei in der scharia al iskander, der Straße Alexanders, mit einer 10 m breiten offenen Straßenfront, einem sinnenverwirrenden Geruch des Mokkas, ebenfalls unter griechischem Namen (in allen Fällen natürlich mit ägyptischen Eigentümern)
Die Corniche, die 25 km lange Straße am Mittelmeer entlangführend = Wie Beirut, Levante.
333, bei Issos große Keilerein, man sollte einmal hinfahren, wenn plötzlich, und immer in Sichtweite des Meeres die Straße nach Süden abknickt, nach Iskanderum

Nicht konfom gehe ich mit der Sicht, dass Alexander direkt von der Oase Siwa nach Memphis gezogen sein soll. Das geht durch die Libysche Wüste Kararasenke. Nachgewiesen sind zwar pharaonische Depos, deren Installation aberJahrzente und nicht 1 Jhr gedauert haben kann.
Bezüglich seines Grabes soll es derzeit 3 Varianten geben: Neuerdings wieder die Oase Siwa, dann Abu Kir (nicht das östlich von Alexanderia in Richtung Rossetta liegende sondern das in Richtung Borj el Arab/Marsa Matrou liegende. dort ist auf einen Hügel ein ägyptischer Tempel (in dem derzeit auch nach dem Grab der Cleopatra VII und Marc Anton gesucht wird.) sowie eine Minitaturausführung des Pharos von Alexandria.
Eine 3. Version geht ins Wadi Natriun in die Nähe von St. Bischoi, es dort einen einige Kilometer langen unrirdischen Ganz geben soll.

Was die archäologische Arbeit in Ägypten angeht, so scheint es dort z-Z. einen Stillstand zu geben, weil der gute Sahid Hawas doch Nutznießer des alten Regims war und nun nicht mehr aktiv ist.
Andererseits muss der Kessel am Kochen gehalten werden, es können nicht alle Ausgrabungsergebnisse gleichzeitig veröffentlicht werden. "Das, was wir heute wissen, reicht für die nächsten 500 Jahre" hörte ich dort einmal von recht kompetenter Seite.

Um auf Alexander zurück zu kommen: immerhin ging er bis ins Tal von Fergana im äußersten Nordosten seines Reiches.
Ich habe einige Bekannte, die aus diesem Gebiet kommen, für die gehört heute Alexander als Gedanke absolut zu deren Selbstverständnis, möglicherweise sogar in deren Adern das Blut von Griechen fließt, denn Alexander verbot ja nach der Hochzeit der 10.000, die eine Legalisierung der Konkubinen war, die Mitnahme dieser Frauen nach Griechenland, eine weise Entscheidung, um die Soldaten dort sesshaft zu machen.

Es ist recht unbekannt, dass die größte Assimilation der Griechen Alexander in Afghanisten stattgefunden hat.

Fergana ist aber letztlich auch am Hindukusch und da fällt mir doch schon eine alberne Formulierung mit Europa und Verteidigung ein.

Geändert von krasnaja (20.11.2011 um 11:25 Uhr).
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Alt 22.11.2011, 17:13   #49 (permalink)
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Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Ist zwar nur ein Spielfilm mit Richard Burton doch zwei Dinge sind mir aufgefallen, zum einen Kreuzigungen ? keine Erfindung der Römer ?
Definitiv nein. Zitat aus Wikipedia "Kreuzigung":
Zitat:
Das Kreuzigen ist zuerst von den Phöniziern bekannt, einem See- und Handelsvolk im Mittelmeerraum. Dort fesselte man Verurteilte an einen Baum – bei den Römern später arbor infelix („Unglücksbaum“) genannt – und überließ sie dann dem Erfrieren oder Verdursten. Daher dauerte der Todeskampf oft Tage.
Um 1000 v. Chr. erlebte diese Hinrichtungsmethode ihre erste Hochphase. Durch die Handelskontakte der Phönizier gelangte sie ins Zweistromland zu den damals dort herrschenden Assyrern und nach Persien. Dort wurde ein Verurteilter nur festgebunden, aber noch nicht angenagelt. Herodot berichtet im 5. Jahrhundert v. Chr. von Kreuzesstrafen besonders bei den Persern.[2]
In Athen sind Kreuzigungen in literarischen Texten des 5. und 4. vorchristlichen Jahrhunderts kaum erwähnt; allerdings ist aus Gerichtsreden bekannt, dass Kreuzigung bei Eigentumsdelikten die übliche Strafart war. Daraus wird gefolgert, dass sie häufig praktiziert wurde und überwiegend Angehörige der verarmten Unterschichten betraf.
Seit dem Makedonischen Großreich wurde auch das Annageln häufig praktiziert. Nun schuf man auch besondere Richtplätze für die Kreuzigung – meist auf einem Berg oder Hügel – und benutzte eigens dafür vorgesehene Pfähle. 332 v. Chr. ließ Alexander der Große nach der Eroberung von Tyros etwa 2.000 Männer im wehrfähigen Alter kreuzigen.[3]
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