Zitat:
Zitat von puma92 Glaubt Ihr, dass die Seleukiden mit einem geschickten König in der Lage gewesen wären Rom zu besiegen und ein europäisch-asisches Imperium zu begründen?
Bin gespannt auf eure Meinungen. |
So ungeschickt war Antiochos III auch wieder nicht. Hätte er sich im Krieg mit den Römern geschickter vehalten (etwa indem er mehr auf Hannibal gesetzt hätte), wäre es möglich gewesen, die Römer zu besiegen und damit das Vordringen nach Osten zumindest vorerst zu stoppen.
Langfristig sehe ich aber nicht wirklich Chancen, dass da ein Imperium entstanden wäre. Das Seleukidenreich war ein gigantisch großes Reich unter Antiochos III eine Großmacht, aber es strebte von Anfang an auseinander. Schon nach den ersten beiden Herrschern gings bergab, Antiochos III konnte sich gegen diesen Niedergang stellen und noch einmal Großmachtspolitik betreiben, doch schon nach ihm (und das lag nicht nur an der Niederlage gegen die Römer) zerfiel das Seleukidenreich immer mehr, bis es sich schließlich nur noch auf Syrien beschränkte.
Da hätten auch weitere Eroberungen im Westen nicht viel gebracht um das Seleukidenreich zusammenzuhalten. Die Probleme im inneren hätten es so und so zerstört und die westlichen Eroberungen wären dann wohl wieder abhanden gekommen.