Werte Peggy Sue, die Richtung stimmt schonmal.
Eine kurze Übersicht zur Erklärung:
Sparta war in sich ein sehr geschlossenes System. Es gab nur wenige freie Bürger, eben die Spartaner (oder Spartiaten). Selten waren es mehr als 9000 - 10000, vll. sogar auf maximal 9000 festgelegt.
Auf diese war der Landbesitz etwa gleichmäßig verteilt, den sie sahen sich als Gleiche (Homoioi) an (Deswegen auch ein Doppelkönigtum und nie eine Tyrannis in Sparta

).
Eine große Zahl unterworfener Heloten (Sklaven) bearbeitete das Land. Die ebenfalls zahlreichen Perioiken (sozusagen Freie, aber eben keine Spartaner) kümmerten sich um Handel und Wirtschaft. Dies war den Spartanern selbst verboten.
Die Spartaner aber waren als die einzigen "Vollbürger" für Politik und Militär sowie die Organisation des Grundbesitzes, also die Nahrungsmittelproduktion, zuständig.
Da sich nun die wenigen Männer von ihrer Kindheit an ganz und gar auf die Politik bzw. das Militär konzentrierten, was ja die Stärke und den Ruf Spartas begründeten, mußte sich jemand um den Grundbesitz kümmern.
Das übernahmen dann eben vor allem in Kriegszeiten, auch gewünscht, deren Frauen, die rechtlich über den Heloten und Perioiken standen.
Und da selbst die hartgesottenen Spartaner Verluste in den Kriegen hatten, erbten mitunter die Frauen Land und damit auch Macht.
Sie hatten somit nicht die gleichen Rechte wie die Männer, sondern eben etwas andere.
Im Vergleich zum restlichen Griechenland oder gar Persien aber war schon dies etwas besonderes. Denn außerhalb Spartas war es damals geradezu undenkbar, das Frauen auch Grundbesitzer(innen) sein könnten.
