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12.06.2008, 17:23
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#1 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 10.06.2008
Beiträge: 32
| Heilige Schar Bei den Diskussionen zum Unterschied der Schlagkraft zwischen Griechen und Persern wird bisher kaum auf die innere Verbundenheit der griechischen Einheiten geachtet. Während die Spartaner in ihrer "Heiligen Schar" zum Beispiel nur Liebespaare zuließen, war bei den persischen Unsterblichen mit einer Anzahl von 10.000 wohl kaum mit echter Kameradschaft unter den Soldaten zu rechnen. |
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12.06.2008, 17:32
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#2 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 12.06.2008 Ort: Erfurt
Beiträge: 6
| Da muss ich gleich mal nachfragen, weil ich davon noch nie was gehört habe:
Was war denn die "Heilige Schar" der Spartaner? |
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12.06.2008, 17:45
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#3 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 10.06.2008
Beiträge: 32
| Theben nicht Sparta Mist, hab grad noch mal nachgesehen. Die heilige Schar war bei je bei den Thebanern, nicht bei den Spartanern. Die haben sogar die Spartaner besiegt. Das war eine Einheit von 150 männlichen Liebespaaren, die im Zentrum der Phalanx aufgestellt war und berühmt war, dass sie sich auch im Tod nicht im Stich ließen. Später lehnten die Makedonier ihre Elite-Infantrie, die Gefährten zu Fuß, an der heiligen Schar an. |
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12.06.2008, 20:41
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Nachfrage Zitat:
Zitat von sene-K Das war eine Einheit von 150 männlichen Liebespaaren, die im Zentrum der Phalanx aufgestellt war und berühmt war, dass sie sich auch im Tod nicht im Stich ließen. | Hallo Senecar,
das halte ich für eine Legende.
Hast Du dazu eine Quellenangabe?
lG
__________________
... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
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13.06.2008, 11:48
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#5 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 10.06.2008
Beiträge: 32
| Aber gerne In den "Prolegomena zur Erforschung der Bedeutung der Eliteeinheiten im archaischen und klassischen Griechenland" schreiben Victor Alonso und Klaus Freitag:
"Das Corps bestand nach Plutarch, der aber an dieser Stelle eine gewisse Unsicherheit deutlich werden läßt, aus Erastai und Eromenoi, aus jeweils 150 Paaren, die durch homosexuelle Liebe miteinander verbunden waren. Der Gruppenzusammenhalt wurde durch einen Eid an Eros besiegelt."
Als Quellen sind aufgeführt: Plut. mor. 639f. Polyain. 2,5,1. Athen. 13,561F.; 13, 602 A. Vgl. D. Ogden, Homosexuality and Warefare in ancient Greece, in: Battle in Antiquity, ed. by A. B. Lloyd, London 1996, 114. |
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13.06.2008, 11:52
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#6 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 10.06.2008
Beiträge: 32
| was ich sagen wollte Im Grunde geht es mir nicht darum, ob die Soldaten schwul waren, sondern, dass die Griechen sich eben gegenseitig verbunden waren. So war die Aufstellung in der Phalanx so organisiert, dass man seine Nachbarn in der Kampfreihe kannte und erfahrene und junge Krieger so durchmischt waren, dass die einen die anderen in der Schlacht unterstützten. Darin besteht wahrscheinlich einer der großen Unterschiede zum persischen Heer. |
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17.06.2008, 14:01
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#7 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 17.06.2008
Beiträge: 13
| Sachen gibts Bisher hatte ich noch nie von dieser Elite-Einheit gehört. Passt eben auch nicht so zu dem Bild, was man heute von den Helden der griechischen Geschichte hat. Umso wichtiger, dass man so etwas mal erfährt. |
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17.06.2008, 15:56
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 149
| Eine als "Heilige Schar" titulierte militärische Einheit gab es sowohl in Theben als auch im weit entfernten Karthago. 
Das besondere an diesen war im Grunde die Übernahme des spartanischen Prinzips der bürgerlichen Vollzeitsoldaten. Die Mitglieder waren eine militärische Elite, die sich im Gegensatz zu den "einfachen" Hopliten die ganze Zeit voll und ganz der Kriegskunst widmete. Dadurch waren sie natürlich schlagkräftiger als die nur im Kriege ausgehobenen Einheiten.
Das gleiche Prinzip übernahmen viele weitere Mächte, unter anderem die Makedonen mit ihren "Gefährten" sowohl zu Pferde als auch zu Fuss. |
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18.06.2008, 12:06
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#9 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 10.06.2008
Beiträge: 32
| Templer Hmn, interessante Sache, das mit den Gefährten. Kann es sein, dass die Templer das System von zwei Soldaten, die sich gegenseitig um einander kümmern von den Griechen übernommen haben? Soweit ich mich erinnere, hatten die doch zwei Ritter auf einem Pferd als Symbol.  |
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25.06.2008, 11:55
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 149
| Das Symbol der Templer mit den zwei Ordensbrüdern auf einem Pferd war nicht von den griechischen / makedonischen Prinzip der Gefährten übernommen, sondern symbolisierte vielmehr die grundlegenden Prinzipien des Templerordens: Armut und Brüderlichkeit. |
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