| Servus!
Diese Ruth Shady erinnert mich mit ihrem Engagement für die Bevölkerung ihres Ausgrabungsgebietes ein wenig an den Paläontolgen Friedemann Schrenk, der auch in den Gebieten, in denen er ausgräbt (allerdings Vor- und Frühmenschenfunde), tut, was er kann, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.
Dass Caral ganz ohne Verteidigungsanlagen auskam, klingt logisch: Wer hätte denn die Stadt angreifen sollen? Andere, gleichrangige Zentren gab´s offenbar nicht, beutehungrige Stämme auch nicht, die ganze Umgebung profitierte von der Stadt, und offenbar wollte auch kein Einzelner die Herrschaft übernehmen. Wenn Shady´s Annahme stimmt, übten Priester die Herrschaft aus.
Solange es innerhalb der Priesterschaft keinen Streit gibt, legt sich doch niemand mit den Göttern an...
Offenbar gab´s ja auch keine Krieger oder Ähnliches - mangels äußerer Bedrohung durchaus logisch. Warum also Verteidigungsanlagen?
VG
Christian |