| TagCloud | | |  | |
05.01.2011, 11:10
|
#11 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 24.10.2009 Ort: Traun,Oberösterreich
Beiträge: 3.470
| Kelten Zitat:
Zitat von Stonewall Jackson ..wenn von Adeligen die Rede ist, hast du Recht!
Aber ich habe mal eine ganz andere Frage an die Keltenkenner hier im Forum. Sind die Namen der keltischen Stämme in Deutschland bekannt?
In der Literatur werden meist nur die keltischen Stämme in Frankreich genannt! | Servus .
Habe diese Karte gefunden , schöne Auflösung . http://interfaze.ch/europakeltisch-gross.jpg
Luki.
__________________
Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
|
| |
05.01.2011, 13:26
|
#12 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.341
| Zitat:
Zitat von Luki | Welchen Zeitpunkt bildet die Karte ab?
Ich hab mir mal Bayern genauer angesehen: Zwar sind die wichtigsten Teilstämme der Vindeliker genannt, aber die Licatii wohnen laut dieser Karte z.B. nicht am oberen Lech...
VG
Christian
__________________ De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung) |
| |
05.01.2011, 14:09
|
#13 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 24.10.2009 Ort: Traun,Oberösterreich
Beiträge: 3.470
| Kelten Zitat:
Zitat von 913Chris Welchen Zeitpunkt bildet die Karte ab?
Ich hab mir mal Bayern genauer angesehen: Zwar sind die wichtigsten Teilstämme der Vindeliker genannt, aber die Licatii wohnen laut dieser Karte z.B. nicht am oberen Lech...
VG
Christian | Servus Christian .
Der Autor schreibt : Verbreitung Latenezeitlicher Funde und lokalisierung Keltischer Stämme nach verschiedenen Quellen .
Hier ist der Artikel. Kelten
Luki.
__________________
Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
|
| |
06.01.2011, 13:49
|
#14 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.263
| Zitat:
Zitat von Stonewall Jackson ..wenn von Adeligen die Rede ist, hast du Recht!
Aber ich habe mal eine ganz andere Frage an die Keltenkenner hier im Forum. Sind die Namen der keltischen Stämme in Deutschland bekannt?
In der Literatur werden meist nur die keltischen Stämme in Frankreich genannt! | Die meisten Stämmennamen der Kelten in Frankreich verdanken wir wohl "De bello Gallico" und anderen lateinischen Schriften.
Als die Römer nach Germanien kamen, fanden sie wenn überhaupt nur noch vereinzelte Keltenstämme vor, die sie häufig nicht unbedingt von Germanen unterschieden.
Lediglich aus Süddeutschland sind einige Namen bekannt, aus Antiken schriften.
Aber zumindest der Name des keltischen Stammes, der Heidetränke und Altkönig besiedelte ist unbekannt- die Kelten überlieferten ja nichts selbst.
@Luki: Was an deiner Karte ein bißchen problematisch ist, ist, daß sie keltische Besiedlungen unterschiedlicher Räume zu unterschiedlichen Zeiten widerspiegeln. So ist meines Wissens nach die Karte Britanniens zwar korrekt, entspricht aber dem 1. nachchristlichen Jahrhundert. Die von Gallien ist älter. Mögliche Wanderungen sind dabei nicht wiedergegeben, obwohl diese zumindest für Großbritannien belegt sind. (So zog ein Teil der Votadiner nach Wales.)
__________________ Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.
Wilhelm Busch |
| |
20.01.2011, 15:34
|
#16 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 20.01.2011
Beiträge: 1
| Heuneburg Hundersingen Ich bin an der Heuneburg aufgewachsen. Als Kind habe ich mit Freunden sogar auf der Heuneburg gespielt (zu dieser Zeit gab es keinerlei Rekonstruktionen des Walls oder der Häuser). Ich habe damals ca. 1000m von der Heuneburg entfernt gewohnt. Und jetzt dieser Fund!!
Wer noch nicht dort war, sollte hin (natürlich die Interessierten Kollegen).
Es liegt nicht in HERBERTINGEN sondern IN HUNDERSINGEN es gehört nur zur Gemeinde Herbertingen. Hundersingen wird so gut wie nie erwähnt...
Ich bin mir sicher, dass da in den kommenden Jahren noch mehr aus dem Boden kommen wird. |
| |
23.03.2012, 00:19
|
#17 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.04.2009 Ort: Solms-Albshausen
Beiträge: 1.304
| Zitat:
Zitat von Rohana Die meisten Stämmennamen der Kelten in Frankreich verdanken wir wohl "De bello Gallico" und anderen lateinischen Schriften.
Als die Römer nach Germanien kamen, fanden sie wenn überhaupt nur noch vereinzelte Keltenstämme vor, die sie häufig nicht unbedingt von Germanen unterschieden.
Lediglich aus Süddeutschland sind einige Namen bekannt, aus Antiken schriften.
Aber zumindest der Name des keltischen Stammes, der Heidetränke und Altkönig besiedelte ist unbekannt- die Kelten überlieferten ja nichts selbst.
@Luki: Was an deiner Karte ein bißchen problematisch ist, ist, daß sie keltische Besiedlungen unterschiedlicher Räume zu unterschiedlichen Zeiten widerspiegeln. So ist meines Wissens nach die Karte Britanniens zwar korrekt, entspricht aber dem 1. nachchristlichen Jahrhundert. Die von Gallien ist älter. Mögliche Wanderungen sind dabei nicht wiedergegeben, obwohl diese zumindest für Großbritannien belegt sind. (So zog ein Teil der Votadiner nach Wales.) | Hallo Rohana,
nun hat sich ja einiges getan. Der Taunus wird noch ganz zum Ubischen Siedlungsgebiet gezählt. Die Ubier lebten von der Sieg bis zum Main. Ihre Besiedlung begann etwa um 400 vor Chr. Sie "ersetzten" die keltische Bevölkerung - wahrscheinlich nur teilweise. Ihre Trachten ähnelten den Trachten der Germanen am Unterlauf des Rheins. http://www.fg-zinnfiguren.de/texte/Frauentrachten.PDF
Von der Sprache werden sie den Franken zugeordnet. Vieles spricht also für eine Einwanderung am Rhein aufwärts. Sie führten die Befestigungen, Städte und Burgen, Bergwerke, Schmiedewesen, Münzprägung.... der Kelten weiter. Sie hatten den Germanischen Götterglauben, verehrten aber auch die keltischen "Matronen".
An der Umsiedlung ins Rheinland nahm nur ein Teil der Ubier teil.
Es schlossen sich immer wieder Teile der Ubier wandernden Stämmen an.
__________________
viele Grüße
Paul
aus dem hessischen Lahntal
Geändert von Paul (28.03.2012 um 14:40 Uhr).
|
| |
23.03.2012, 18:28
|
#18 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.263
| Zitat:
Zitat von Paul Hallo Rohana,
nun hat sich ja einiges getan. Der Taunus wird noch ganz zum Ubischen Siedlungsgebiet gezählt. Die Ubier lebten von der Sieg bis zum Main. Ihre Besiedlung begann etwa um 400 vor Chr. Sie "ersetzten" die keltische Bevölkerung - wahrscheinlich nur teilweise. Ihre Trachten ähnelten den Trachten der Germanen am Unterlauf des Rheins. Von der Sprache werden sie den Franken zugeordnet. Vieles spricht also für eine Einwanderung am Rhein aufwärts. Sie führten die Befestigungen, Städte und Burgen, Bergwerke, Schmiedewesen, Münzprägung.... der Kelten weiter. Sie hatten den Germanischen Götterglauben, verehrten aber auch die keltischen "Matronen".
An der Umsiedlung ins Rheinland nahm nur ein Teil der Ubier teil.
Es schlossen sich immer wieder Teile der Ubier wandernden Stämmen an. | Ob das so richtig ist... da bin ich mir nicht so sicher. Ich wohne hier zu Fuße der Heidetränke, und die ist nicht nur keltisch, sondern wurde auch erst ungefähr um Christi Geburt aufgegeben.
Der Altkönig in der Nähe ist auch keltisch und gilt als etwas aber nicht viel älter.
Mag sein, daß die Volksstämme nebeneinander herlebten, aberdas "Ersetzen" kam dann wohl eher, nachdem die Kelten abgezogen sind.. Es weiß im übrigen niemand genau, wohin... Es ist also gut möglich, daß sie in anderen Stämmen aufgegangen sind- aber wie gesagt, rest nach der Zeitenwende...
__________________ Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.
Wilhelm Busch |
| |
23.03.2012, 19:15
|
#19 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zitat:
Zitat von Rohana Ob das so richtig ist... da bin ich mir nicht so sicher. Ich wohne hier zu Fuße der Heidetränke, und die ist nicht nur keltisch, sondern wurde auch erst ungefähr um Christi Geburt aufgegeben.
Der Altkönig in der Nähe ist auch keltisch und gilt als etwas aber nicht viel älter.
Mag sein, daß die Volksstämme nebeneinander herlebten, aberdas "Ersetzen" kam dann wohl eher, nachdem die Kelten abgezogen sind.. Es weiß im übrigen niemand genau, wohin... Es ist also gut möglich, daß sie in anderen Stämmen aufgegangen sind- aber wie gesagt, rest nach der Zeitenwende... |
Ich wohne 30km von der Heuneburg entfernt.
So 50 vor der Zeitenwende soll aber auch alles mit den Kelten vorbei gewesen sein, und die Römer haben mit der "helvetische Einöde" so um 70 ndZ ein fast menschenleeres Gebiet besetzt. Bei der Besetzung gingen sie mit starken Truppenkontingenten sehr methodisch in 30km Sprüngen vor. Die Kastelle wurden im Abstand von einigen Jahren immer um diese Entfernung vorverlegt.
Und der ganze Aufwand um ein "fast menschenleeres Gebiet" in Besitz zu nehmen.
Eine These lautet, dass die hier ansässigen Kelten als Kimbern und Teutonen nach Norditalien gezogen sind, um dort gemeuchelt zu werden.
Es will mir aber alles nicht so richtig einleuchten..
Für mich ist das lediglich ein Problem der Archäologie, der Funderkennung.
Mit der einsetzenden Christianisierung und dem Wegfall der Grabbeigaben hat die Wissenschaft doch ein ähnliches Problem gehabt. Das erst mit modernen Methoden gelöst werden konnte. Zuvor war bis zum einsetzen der Schriftlichkeit eine Forschungslücke. Siehe Illig.
Aber natürlich lediglich die Meinung eines Laien.
__________________ suebe_geschichteätyahoo.de |
| |
24.03.2012, 20:00
|
#20 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.04.2009 Ort: Solms-Albshausen
Beiträge: 1.304
| Südlich des Mains lebten wahrscheinlich, lange als Nachbarn der Ubier, die wirklich keltischen Helvetier. Ob sie von den Ubiern nach Süden abgedrängt wurden o. im Norden ursprünglich ein anderer keltischer Stamm vor den Ubiern lebte, das läßt sich wohl nicht mehr feststellen.
Die Helvetier hatten dann wie die Ubier unter den Angriffen der Sueben bzw. Hermunduren zu leiden. Dies führte wohl dann letztlich zur Abwanderung der Helvetier in die Richtung der heutigen Schweiz.
Wikipedia bestätigt die Annahme die Suebe oben erwähnt hat, das sich wohl insbesondere beim Durchzug der Kimbern und Ambronen 2 der 4 Helvetischen Teilstämme angeschlossen haben. Die Toutonen wurden dann als Teutonen bekannt.
Die Frage wäre, ob die Helvetier schon teilweise germanisiert waren, denn spätestens nach der Einwanderung der Allemannen in die heutige Schweiz kam es zum vollständigen Sprachwechsel zum Allemannischen. Helvetier ? Wikipedia
Da Chatten und Ubier zu einer ähnlichen fränkischen Dialekrgruppe gehörten, sind sie nur schwer voneinander abzugrenzen. Die Matthiaker, die sich auch südlich des Main ansiedelten, gehörten jedenfalls auch in diese Dialektgruppe. Diese Siedler profitierten auf jedenfall von der Abwanderung der Helvetier, unabhängig davon, ob sie daran mitgewirkt haben und woher sie kamen.
__________________
viele Grüße
Paul
aus dem hessischen Lahntal
Geändert von Paul (24.03.2012 um 20:15 Uhr).
|
| |  | |
Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch) Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.1.0
Forum style by ForumMonkeys.com.
| |