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  1. #1
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Adoption und Scheidung in der DDR - Erfahrungen

    Hallo!
    Ich schreibe derzeit ein Buch über das Leben einer Frau, die in der DDR als Kind adoptiert wurde (keine Zwangsadoption) und 18 Jahre später ihre Schwester wiedertrifft. Zugegeben gibt es einen biografischen Hintergrund.

    Trotzdem brauche ich einige Infos und finde im Netz nichts dazu.
    1. Wie wurde mit Scheidung umgegangen? Wie erging es geschiedenen/verwitweten oder Frauen mit häufig wechselnden Partnern?

    2. Wie sah man Frauen die mehrere Kinder ohne Väter aufzogen?

    3. Welche Voraussetzungen gab es wenn man ind er DDR ein Kind adoptieren wollte (neben Heirat und gesicherten finanziellen Verhältnissen)?

    4. Lief man Gefahr von der Stasi beobachtet zu werden wenn man Geschieden / zum 2./3. Mal verheiratet war / adoptiert war oder ein Kind aus persönlichen Gründen (finanzielle, psychische) abgegeben hatte?

    Ich wäre sehr dankbar könnte mir jemand Informationen geben, vielleicht gibt es auch Berichte über Leute aus der eigenen Stadt, dem gleichen Dorf oder aus dem Bekanntenkreis. Zwar habe ich viel dazu erzählt bekommen aber ich möchte gerne noch mehr Hintergrundwissen um authentisch zu schreiben und persönlich mehr darüber zu erfahren.

    Viele Grüße und vielen Dank!
    instinct

    Infos bisher: Scheidung war unkompliziert, genauso eine alleinerziehende Mutter zu sein. Wenn Frauen allein war und häufig andere Männer hatten wurde das auch nur von den Konservativen angeklagt. Nur auf den Dörfern war es ggf. anders (wie?).
    Richtig?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Willkommen im Forum!

    Zum Glück gibt es hier einige "Ossis". Insbesondere Protagoras wäre eine kompetente Ansprechpartnerin, da sie selbst Scheidungskind ist.

    Ich bin zwar ein "Ösi", habe aber trotzdem eine Frage: Wieso sollte sich die Stasi für Geschiedene und Wiederverheiratete interessiert haben?

  3. #3
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Keine Ahnung weil so viele Leute eine Akte haben die ansonsten unauffällig war. Vielleicht gilt eine geschiedene Frau (oder einen mit wechselnen Partnern) als unkonform und vielleicht geht von ihr ja ein Potential aus oder so (sind nicht in vielen DDR-Spielfilmen alleinerziehende Frauen die, die die Probleme haben?). Man weiß es doch nich!

    Vielleicht liest die gute Protagoras das ja, ansonsten wär ich mal so mutig sie per PN anzuschreiben.
    Vielen Dank scifi!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Die Stasi war doch keine Truppe von Sittenwächtern?

    Die gute Protagoras liest das und Deine allfällige PN übrigens frühestens am Montag.

  5. #5
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Also so schlecht lag ich garnicht, aus anderen Quellen habe ich erfahren dass Frauen mit HWG (häufig wechselnden Geschlechtspartnern) der Stasi bekannt waren, ebenso Männer die mit ihnen Verkehr hatten.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Und warum?

  7. #7
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Zitatz dazu:

    1994 hatte ich Einsicht in meine Stasiunterlagen.Unter anderem stand darin," sucht Kontakt zu Frauen mit hwG(häufig wechselnden Geschlechtspartner)"

    Dies war unter anderem ein Grund Personen während der Aktion Kornblume/Ungeziefer,Zwangsumsiedlung aus dem Sperrgebiet auszuweisen.

    HWG-Personen waren offiziell bei den Meldeämtern registriert

    Es gab in der DDR offiziell keine Prostitution. Aber die Nordstraße in Leipzig beispielsweise war ein Begriff, vor allem zu Messezeiten. Bei entsprechenden Festnahmen oder Razzien wurden die entsprechenden Frauen registriert

    In den 80-er Jahren wurde die inoffizielle Prostitution zunehmend geduldet (Devisenquelle). Nach Gerüchten wurde sie sogar organisiert, zum Teil auch von der Stasi selbst, die auf diese Weise "Mitarbeiterinnen" an den "Mann" bringen
    "
    Alles Ausschnitte von anderen Recherchen. Hierzu kann man auch den Stichpunkt "Messemuster" bringen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Danke, aber was für ein Interesse hatte die DDR an einem sittsamen Lebenswandel ihrer Bürger? Die DDR war ja schließlich nicht katholisch-klerikal.

  9. #9
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Keine Ahnung ich kann es auch nur so sagen wie es mir gesagt wurde. Ich habe ja solche Geschichten auch schon gehört.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Nun ja, vielleicht kann uns morgen Protagoras aufklären.

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