In Verbindung mit meinem ersten Beitrag eine kurze Vorstellung.
Bin weit in den 60ern, Rentner, während meines Berufslebens aktiver Offizier in technischer Verwendung (Nachrichten/Fernmelde). Als Rentner aktiv mit der Militärgeschichte, auch ein bischen publizistisch beschäftigt. Betreibe eine eigene bzw. mehrere Webseiten. Ich tue es ungern, aber wer mehr über mich wissen möchte besucht Die Hauptnachrichtenzentrale der NVA der DDR Auf dieser Seite ist auch der komplette Beitrag über Kossa unter dem Titel "Der andere Bunker" zu lesen. Freue mich am Forum teilhaben zu können !
Antwort (kurz) zum Titel:
In dem News-Thema wird dem Bunker ? Kossa als militärische Führungsstelle eine Bedeutung zugeordnet, die er nie hatte.
Die Bunkeranlage Kossa war nicht die, wofür sie gehalten und öffentlich präsentiert wird. Schlagzeilen wie „geheimer Schatz“ des Warschauer Pakts klingen spektakulär, verlieren angesichts der tatsächlichen Funktion, schnell ihre Bedeutung. Das ändert nichts an der Tatsache, Relikt des Kalten Krieges zu sein.
Kossa war weder eine Armeeführungsstelle noch eine Führungsstelle des Warschauer Vertrages (Pakts). Allein die nachrichten- technischen Einrichtungen und räumlichen Ausmaße für operatives Personal stehen im Widerspruch zu den Forderungen einer solchen.
Kossa hatte rein nationale Aufgaben im Kriegsfall zu erfüllen. Sie war die Führungsstelle eines Territorialen Militärbezirkes für die Südbezirke der DDR. Ihre Hauptaufgabe war die Organisation, Vorbereitung und Führung der Aufstellung von Ersatz- und Ausbildungsbrigaden (EABr.). Das Personal für die Führungsstelle wurde rekrutiert aus dem Bestand des Kommandos des Militärbezirkes III Leipzig, welches im Kriegsfall aufgelöst worden wäre. Die Hauptkräfte des Kommandos bildeten die Feldführung der 3.Armee der NVA im Bestand der 1.Westfront aus GSSD und NVA in der Westrichtung, mit dem Raum operativer Zweckbestimmung tief im Süden der DDR.
Kossa hatte keine Troposphärenfunkstation mit der man durch Atompilze hindurch Nachrichten versenden konnte, auch keine direkten Nachrichtenverbindungen nach Moskau und Ost-Berlin. Bezeichnete Troposphärenfunkstationen bildeten das am 1.Dezember 1987 in Betrieb gegangene strategische Troposphären- Nachrichtensystem "BARS" der Warschauer Vertragsstaaten. Drei ortsfeste Stationen auf dem Territorium der DDR waren Bestandteil dieses Systems, in Langsdorf (Norden), Wollenberg (Zentrum) und Röhrsdorf (Süden). Die noch im Jahre 1990 eingeführten mobilen Komplexe des gleichen Gerätesystems waren für zwei Armeen der NVA im Bestand der 1. Front aus GSSD/NVA in der Westrichtung bestimmt. Ja, diesem Gerätesystem sagte man nach, im Falle von Kernwaffenschlägen aktiv weiter arbeiten zu können (vorausgesetzt kein Volltreffer). Das System hatte für Kossa absolut keine Bedeutung, wird aber heute so dargestellt, aus welchen Interessen auch immer. Troposphärenfunkstationen früherer Generation, im Bestand der NVA auch vorhanden, waren mit dem System "BARS" nicht kompatibel.
freundlich



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