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22.01.2011, 15:35
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#11 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 21.01.2011
Beiträge: 3
| @bavarius:
die aussage, brandt sei ein außenpolitischer blindgänger, einfach völlig unbegründet in den raum zu schmeißen, hilft weder mir noch der ganzen diskussion weiter.
ich denke er hat weitaus mehr fingerspitzengefühl bewiesen als es beispielsweise einem fjs möglich gewesen wäre, der hätte seinen ranzen in warschau wohl kaum in bodennähe befördert.
ich denke man kann kohl wohl vor allem zu gute halten, dass er die sozialliberale politik der annäherung weitergeführt hat und nicht zur adenauerschen linie zurückgekehrt ist. oder gab es nach 82 noch wesentliche deutsch-deutsche oder deutsch-sowjetische abkommen, die mir entgangen sind? |
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22.01.2011, 16:39
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#12 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Majestät
Registriert seit: 19.02.2008 Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 5.151
| Brandt bekam seinen Friedensnobelpreis wg. seiner Versöhnungspolitik gegenüber Polen und der UdSSR.
Brandts Außenpolitik war umstritten, es standen sich zwei gleichgroße Lager in D teilweise fanatisch gegenüber. Es war die größte politische Konfrontation, die ich in der Geschichte der alten Bundesrepublik mitbekommen habe, sie war teilweise von blankem Hass geprägt. Brandt wurde teilweise in einer Weise angegangen, dass er mir leid tat, wie immer man zu ihm stand. |
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22.01.2011, 22:54
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#13 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.04.2009 Ort: Solms-Albshausen
Beiträge: 1.304
| Die Teilung Deutschlands wurde von den Siegermächten gegen den Willen der Deutschen durchgesetzt. Es war logisch, das die Teilung aufgehoben wurde, als der Druck der Siegermächte und hier insbesondere der Sowjetunion nachlies.
Welche Motivation hätte es hier geben können, die Teilung aufrecht zu erhalten?
Auch ohne eine schlechte wirtschaftliche Lage der DDR wäre die Teilung aufgehoben worden.
__________________
viele Grüße
Paul
aus dem hessischen Lahntal
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23.01.2011, 09:22
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#14 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Zitat:
Zitat von Sapiens Bavarius Friedensnobelpreisträger gibt es viele. Und darunter genug die mich an diesem Preis zweifeln lassen. | Lieber einseitiger Bayer,
aber keine anderen deutschen Politiker. Franz Josef Strauß schon mal garnicht. 
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Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu. Rettet das Forum |
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11.12.2011, 15:10
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#15 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 15.10.2011 Ort: Thüringen
Beiträge: 1.623
| Zitat:
Zitat von dieter Ihr Lieben,
es ist doch ganz einfach, Planwirtschaft funktioniert nicht und für den Kommunismus sind die meisten Menschen zu egoistisch. Außerdem konnten die meisten Ossis Westfernsehen empfangen und waren somit über die Entwicklung im Westen orientiert.  | Hallo lieber Dieter,
habe hier mal einen alten Schinken ausgegraben.
Bei deinem Satz oben würde ich hinter 'egoistisch' noch schreiben, (weil menschlich).
Genau aus diesem Grund konnte die ganze Sache nicht funktionieren.
Es war ein Experiment. Leider eines, welches unzähligen Menschen das Leben gekostet hat.
Andere sind auch davon abgerückt.
Was z.B. gegenwärtig in China passiert, hat mit Sozialismus, mit Kommunismus, mit Planwirtschaft nichts mehr zu tun.
Für die offiziell Verantwortlichen, die Regierung, gibt es noch dieses Deckmäntelchen. Aber das was dort geschieht, ist Kapitalismus in Reinkultur, gepaart mit einigen diktatorischen Begleiterscheinungen. Ähnlich wie in Rußland. Wahrscheinlich ist das der Geschichte dieser beiden Riesenreiche geschuldet...
__________________ Wir! gründen das beste Forum für Geschichte. |
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11.12.2011, 21:42
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#16 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zitat:
Zitat von dieter Lieber einseitiger Bayer,
aber keine anderen deutschen Politiker. Franz Josef Strauß schon mal garnicht.  |
Als die Ostverträge endgültig den Bundestag passiert hatten, und es waren fürchterliche Rede- und Medienschlachten vorangegangen,
ging Franz-Josef Strauß ans Rednerpult. Insbesondere er führte einen Kampf "bis aufs Messer" gegen die Verträge. Pacta sunt Servanda
Verträge müssen eingehalten werden. Begann er seine Rede.
Von diesem Augenblick an hielt ich ihn tatsächlich für einen Staatsmann. Trotz allem anderen.
Nur so konnte Vertrauen in das Staatswesen Bundesrepublik Deutschland weltweit entstehen. |
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12.12.2011, 15:55
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#17 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Zitat:
Zitat von Nafets Hallo lieber Dieter,
habe hier mal einen alten Schinken ausgegraben.
Bei deinem Satz oben würde ich hinter 'egoistisch' noch schreiben, (weil menschlich).
Genau aus diesem Grund konnte die ganze Sache nicht funktionieren.
Es war ein Experiment. Leider eines, welches unzähligen Menschen das Leben gekostet hat.
Andere sind auch davon abgerückt.
Was z.B. gegenwärtig in China passiert, hat mit Sozialismus, mit Kommunismus, mit Planwirtschaft nichts mehr zu tun.
Für die offiziell Verantwortlichen, die Regierung, gibt es noch dieses Deckmäntelchen. Aber das was dort geschieht, ist Kapitalismus in Reinkultur, gepaart mit einigen diktatorischen Begleiterscheinungen. Ähnlich wie in Rußland. Wahrscheinlich ist das der Geschichte dieser beiden Riesenreiche geschuldet... | Lieber Nafets,
bei meinem 60. war ich mit meiner lieben Frau in Beijing und Umgebung. Du hast natürlich recht, der chin. Kommunismus ist keiner . Wir waren in einem Lokal am "Platz derr Himmlichen Friedens" Beijing, ich war der Erste, der nach dem Essen wieder zu unserem Bus wollte, zu mir kam ein Mann, der beide Hände ab hätte und an dem Armstümpfen hielt er eine Tasche, er wollte anscheinend Geld haben. Ich kann es mir noch heute nicht verzeihen, ich war so perplex und bin in unserem Bus geflüchtet. Dem chin. Reiseleiter habe ich anschließend gefragt, ob im Kommunismus die Menschen betteln müssen, er hat nur mit den Schultern gezuckt. Zum "Ptatz des Himmlichen Friedens" begleiteten uns ein Traube von Menschen, die unbedingt etwas verkaufen wollten. Vor unserem Hotel, Holyday Inn mit vier Stenen, war ein Verkaufszentrum für Touristen, die chin. Verkäufer waren Tag und nacht da, Nachts in Decken gehült und schliefen auch dort.
Fazit: Der chin. Kommunismus ist schlimmer als der Manchester-Kapitalismus. 
Da die Hälfte meiner Verwandtschaft in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt lebt, kenne ich die Auswirkungen des real existierenden Sozialismus und bedauere die Leute, welche darunter leiden mußten. 
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12.12.2011, 16:19
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#18 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 14.09.2011 Ort: An der Ostsee.
Beiträge: 879
| Zitat:
Zitat von dieter ...kam ein Mann, der beide Hände ab hätte und an dem Armstümpfen hielt er eine Tasche, er wollte anscheinend Geld haben. Ich kann es mir noch heute nicht verzeihen, ich war so perplex und bin in unserem Bus geflüchtet. Dem chin. Reiseleiter habe ich anschließend gefragt, ob im Kommunismus die Menschen betteln müssen, er hat nur mit den Schultern gezuckt. Zum "Ptatz des Himmlichen Friedens" begleiteten uns ein Traube von Menschen, die unbedingt etwas verkaufen wollten. Vor unserem Hotel, Holyday Inn mit vier Stenen, war ein Verkaufszentrum für Touristen, die chin. Verkäufer waren Tag und nacht da, Nachts in Decken gehült und schliefen auch dort.
Fazit: Der chin. Kommunismus ist schlimmer als der Manchester-Kapitalismus.  | Das sieht man doch fast überall auf der Welt, war in China nie anders. Man kann diese bedauerlichen Zustände nicht spezifisch den chinesischen Kommunisten anlasten, im Gegenteil: Dass es -zig Millionen Chinesen besser als noch vor einigen Jahren ist doch wohl erwiesen. Die Leute, die du gesehen hast, sind vermutlich Zuwanderer aus dem Landesinneren, die sich in den Metropolen irgendwie über Wasser halten. Viel anders ist es auch in Großstädten Europas und der USA mit ihren "Illegalen" nicht. |
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13.12.2011, 09:44
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#19 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Lieber Obotrit,
ich war schon in GB, DK, A und in Hellas, solche Zustände sind mir in keinen dierer Länder begegnet. In Griechenland eine Bettlerin, nachdem ich ihr etwas Geld gegeben hatte, von ihren Landsleuten beschimpft wurde. 
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21.12.2011, 12:03
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#20 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 134
| Also,ich würde das auch so sehen,dass die Ostpolitk die hinter der Mauer abgeschottete DDR quasi aufgeweicht hatte. Ob genau das zu dem Zeitpunkt von Brand/Co beabsichtigt war,das bezweifle ich aber. Da ging es eher um globale pazifistische Überlegungen.
Hinzu kommt,und das wurde mal wieder nicht erwähnt, dass die DDR eine lupenreine Diktatur (alles andere ist nur eine Deckmantel)
war und ein Teil ein und des selben Volkes nur wenige Kilometer entfernt (Westdeutschland) gemessen an der DDR in Saus und Braus und in rechtstaatlichen Freiheiten lebte. So etwas weicht auch auf,dieses permanente Minatsehen-müssen der Landsleute,denen es besser geht.
Einen direkten,also bewusst eingeleiteten und gewollten, Beitrag der BRD sehe ich persönlich also nicht so wirklich. Wäre auch nicht fruchtbar gewesen,weil eben die DDR,wie richtig gesagt wurde, die größte Kriegsbeute der UdSSR war und die kleine "Kegelbahn BRD" da doch in einer unteren Liga spielte......Die USA und die UdSSR waren die Bewahrer des Status.
Sicherlich hatte die BRD auch einen gewissen Einfluss auf die US-Politik , was dieses Problem der Zweistaatlichkeit angeht, aber sogar die USA hätte ohne Krieg daran nichts ändern können. Dafür war die UdSSR zu stark.
Zusätzlich wurde nämlich nicht nur die DDR aufgeweicht durch die Existenz vieler Demokratien und das Mitansehen-müssen und durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten , sondern auch die UdSSR im Laufe der Jahrzehnte und das ist viel wichtiger!
Dadurch erst konnte ein Mann wie Gorbi an die Macht kommen und dann fiel die Schutzmacht UdSSR der DDR quasi in den Rücken,überholte sie mit der Demokratisierung......Was bleib der DDR dann noch? |
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