Zitat:
Zitat von Sansavoir Als weiterführende Literatur fällt mir auch ein:
"Hannes Bahrmann / Christian Links, Chronik der Wende - Die Ereignisse in der DDR zwischen 7. Oktober 1989 und 18. März 1990, Ungekürzte Lizenzausgabe der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, 1999, Buch-Nr. 039206" |
Danke Sansavoir (wie immer) für deine guten Literaturangaben.
Zitat:
Zitat von Sansavoir Ich würde mal schauen, ob die damaligen DDR-Akteure wie Lothar de Maiziere, Peter-Michael Diestel oder Günther Krause u.a. etwas zu den Ereignissen 1989/90 geschrieben haben. |
Oh oh oh - so schnell vergessen wir?
De Maziere: Stasi
Distel: Stasi
Krause: Korrupt (Autobahnaffaire)
...tolle Beispiele
Zitat:
Zitat von Sansavoir Nicht zu vergessen sind die tatsächlichen Oppositionellen, z.B. Bärbel Bohley, Freya Klier oder Christian Führer u.a. |
Schon besser, obwohl ich grad zum ersten mal über die vielen 'Y' in den Namen staune...
Zur Frage:
Ich denke beides ging tatsächlich Hand in Hand.
Zuerst starteten Aktionen im Sommer 89' von christlichen Verbänden.
Die gab es zweifelsohne auch schon vorher, nur wurden jetzt mehr Flugblätter verteilt bzw. stießen die 'Forderungen' auf fruchtbaren Boden, da die Mehrheit der Bev. immer gefrusteter wurde.
Stichwort: Umweltbibliothek.
Als Österreich und Ungarn ihre Grenzen lockerten, flüchteten viele DDR Bürger über diese Grenze.
Der Casus Knaxus war wohl (in meinen Augen) die Abriegelung der Grenze zur CSSR.
Ab dann fanden vermehrt Demonstrationen statt, an denen sich immer mehr beteiligten.
Die sog. Montagsdemo machte Geschichte.
Zeitgleich feierte die DDR ihren 40. JT und ausgerechnet der 'Reformator' Gorbatschow kam zu Besuch.
Das war dann wohl das Ende des diktatorischen Regimes, denn jetzt prallte das kranke System auf die Realität: Auf der einen Seite waren die gestellten jubelnden Fackelträger der FDJ (die sehr an Naziaufmärsche erinnerten) die dem greisen E.H. zujubelten und auf der anderen Seite die Gorbatschow-Verehrer (Glasnost, Perestroika).
Deine Frage ist sehr interessant! Habe mir selbst noch nie Gedanken darüber gemacht, was wohl stärker den Untergang der DDR gefördert hat...
Die Demonstrationen waren nicht mehr aufzuhalten, aber ob es sie so jemals gegeben hätte (in erlebtem Ausmaß), auch ohne die vielen vielen Flüchtlinge, bleibt fraglich.
Das Bsp. 'Platz des himmlischen Frieden' in China hatte ja genau das Gegenteil gezeigt.