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Die Ottonen - Das erste Reich der Deutschen

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Tags: 13 august, adenauer, atombombe

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Alt 03.02.2012, 09:55   #61 (permalink)
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Adenauer hätte am liebsten Köln und das Rheinland an Frankreich verscherbelt, versucht hat er es ja schon in den 1920ern. Ostdeutschland und der Mauerbau gingen ihm völlig am A... vorbei.
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„Wir wissen nicht alles” heißt noch lange nicht „Wir wissen nichts und alles ist möglich”.
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Alt 03.02.2012, 11:16   #62 (permalink)
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Die Kölner Bucht und das nördliche Rheinland grenzen an Belgien, nicht an Frankreich. Soviel ich weiß, wäre ihm eine rheinische Republik nicht ganz unrecht gewesen, ich nehme an, in etwa der Ausdehnung des heutigen NRWs und RLPs, eventuell noch Nordbadens dazu. Grob gesagt: Dort, wo Wein wächst ohne Franken.

Preussen war ihm suspekt, das ist allerdings richtig. Allerdings war er 1932 schon als recht junger Mann im Gespräch, Hindenburg einmal als Reichspräsident zu beerben. Also traute er sich auch zu, ein viel größeres Deutschland als das von 1949 zu regieren.
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Alt 03.02.2012, 18:24   #63 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen
Die Kölner Bucht und das nördliche Rheinland grenzen an Belgien, nicht an Frankreich. Soviel ich weiß, wäre ihm eine rheinische Republik nicht ganz unrecht gewesen, ich nehme an, in etwa der Ausdehnung des heutigen NRWs und RLPs, eventuell noch Nordbadens dazu. Grob gesagt: Dort, wo Wein wächst ohne Franken.

Preussen war ihm suspekt, das ist allerdings richtig. Allerdings war er 1932 schon als recht junger Mann im Gespräch, Hindenburg einmal als Reichspräsident zu beerben. Also traute er sich auch zu, ein viel größeres Deutschland als das von 1949 zu regieren.

Es spricht nicht gerade für einen Kanzler, wenn er nicht willens ist, das gesamte Staatsvolk zu vertreten, sondern nur den Teil, der ihm gerade genehm ist...
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MfG,
Titus Feuerfuchs
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Alt 04.02.2012, 10:54   #64 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs Beitrag anzeigen
Es spricht nicht gerade für einen Kanzler, wenn er nicht willens ist, das gesamte Staatsvolk zu vertreten, sondern nur den Teil, der ihm gerade genehm ist...
Als er dann Kanzler war, hat er sogar mehr Deutsche vertrten, als ihn überhaupt wählen konnten: Er hat nämlich die DDR gleich mit vertreten ("Alleinvertretungsanspruch"), weil die dortigen Wahlen ja keine demokratischen Wahlen gewesen seien, die den echten Volkeswillen widerspiegelten. Er ging daher davon aus, dass die DDR-Bürger in Wirklichkeit nie und nimmer die SED gewählt hätten, sondern leiber zu Westdeutschland gehören würden - und diese Verantwortung - konstruiert oder nicht - nahm er war.

VG
Christian
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De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung)
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Alt 04.02.2012, 11:22   #65 (permalink)
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Zitat:
Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
Als er dann Kanzler war, hat er sogar mehr Deutsche vertrten, als ihn überhaupt wählen konnten: Er hat nämlich die DDR gleich mit vertreten ("Alleinvertretungsanspruch"), weil die dortigen Wahlen ja keine demokratischen Wahlen gewesen seien, die den echten Volkeswillen widerspiegelten. Er ging daher davon aus, dass die DDR-Bürger in Wirklichkeit nie und nimmer die SED gewählt hätten, sondern leiber zu Westdeutschland gehören würden - und diese Verantwortung - konstruiert oder nicht - nahm er war.

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Aber Chris, eine konstruierte Verantwortung kann doch nicht Basis für eine seriöse Politik sein.
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Alt 04.02.2012, 12:42   #66 (permalink)
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Aber Chris, eine konstruierte Verantwortung kann doch nicht Basis für eine seriöse Politik sein.
So wie ich das sehe, hat JEDER Politiker irgendeine konstruierte Verantwortung, auf deren Basis er handelt.
Man nennt solche konstruierten Verantwortungen auch "politische Ansichten". Dass die vom jeweils persönlichen Standpunkt abhängen ist logisch. Dass andere Personen anderer Ansichten sind, ebenfalls. Wären politische Ansichten sonst so umstritten?

VG
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Alt 04.02.2012, 15:13   #67 (permalink)
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Zitat:
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So wie ich das sehe, hat JEDER Politiker irgendeine konstruierte Verantwortung, auf deren Basis er handelt.
Man nennt solche konstruierten Verantwortungen auch "politische Ansichten". Dass die vom jeweils persönlichen Standpunkt abhängen ist logisch. Dass andere Personen anderer Ansichten sind, ebenfalls. Wären politische Ansichten sonst so umstritten?

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Chris, hier wird nicht von irgendwelchen imaginären Verantwortungen geprochen, hier wird von der konkreten Doppelzüngigkeit Adenauers gesprochen, Sie den Mann posthum als Vorreiter der Deutschen Einheit stilisieren, obwohl dieser Mann diese Deutsche Einheit so fürchtete wie der Teufel das Weihwasser..
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Alt 04.02.2012, 15:44   #68 (permalink)
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Chris, hier wird nicht von irgendwelchen imaginären Verantwortungen geprochen, hier wird von der konkreten Doppelzüngigkeit Adenauers gesprochen, Sie den Mann posthum als Vorreiter der Deutschen Einheit stilisieren, obwohl dieser Mann diese Deutsche Einheit so fürchtete wie der Teufel das Weihwasser..

Das meiste, was ich hier lesen konnte, stammt aus damaligen Wahlkämpfen.
Behauptungen und Unterstellungen, Wahlkampf eben.

Adenauer hat die damalige bundesdeutsche Mehrheitsmeinung vertreten und konsequent umgesetzt.
Westintegration.

Er war von Tel Aviv über Paris, London, New York bis Moskau ein geschätzter und respektierter Staatsmann.
Was mit dem Ballast alles andere als normal oder zu erwarten gewesen wäre.
Insgesamt war er ein Glück für Deutschland.
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Alt 04.02.2012, 17:28   #69 (permalink)
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Chris, hier wird nicht von irgendwelchen imaginären Verantwortungen geprochen, hier wird von der konkreten Doppelzüngigkeit Adenauers gesprochen, Sie den Mann posthum als Vorreiter der Deutschen Einheit stilisieren, obwohl dieser Mann diese Deutsche Einheit so fürchtete wie der Teufel das Weihwasser..
Du hast schon gelesen, dass ich vom "Alleinvertretungsanspruch" schrieb? Das war nichts Imaginäres, sondern ganz konkret die politische Richtlinie nicht nur der Adenauer-Regierung(en) in Sachen deutsch-deutsche Politik, bis hin zur Regierung Brandt, auch wenn die "Standfestigkeit" der BRD schon vorher bröckelte.

Die deutsche Einheit wollte auch Adenauer - nur eben zu seinen Bedingungen. Das war zu seiner Zeit einfach nicht machbar und auch noch lange danach nicht. Adenauer hat das von Anfang an erkannt und deshalb die deutsche Einheit erst einmal abgeschrieben. Gefürchtet hat er allenfalls eine deutsche Einheit zu Bedingungen der UdSSR bzw. DDR.

VG
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Alt 06.02.2012, 10:40   #70 (permalink)
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Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
Du hast schon gelesen, dass ich vom "Alleinvertretungsanspruch" schrieb? Das war nichts Imaginäres, sondern ganz konkret die politische Richtlinie nicht nur der Adenauer-Regierung(en) in Sachen deutsch-deutsche Politik, bis hin zur Regierung Brandt, auch wenn die "Standfestigkeit" der BRD schon vorher bröckelte.

Die deutsche Einheit wollte auch Adenauer - nur eben zu seinen Bedingungen. Das war zu seiner Zeit einfach nicht machbar und auch noch lange danach nicht. Adenauer hat das von Anfang an erkannt und deshalb die deutsche Einheit erst einmal abgeschrieben. Gefürchtet hat er allenfalls eine deutsche Einheit zu Bedingungen der UdSSR bzw. DDR.

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Ich bezweifel, ob Adenauer wirklich die deutsche Einheit wollte.
Nicht aus den zu leicht dahergesagten Gründen, dass er nicht von den Preußen hielt, die ihm seine Kanzlerschaft in einer freien Wahl zunichte gemacht hätte, das wäre sicherlich geschehen.
Er also lieber das halbe ganz als das Ganze halb gehabt hätte.

Den Grund sehe ich in seiner Herkunft aus dem Kaiserreich.

Für einen Mann wie Adenauer konnte es kein neutrales Deutschland geben.
Nicht darum, weil er meinte, ein neutrales Deutschland wäre Spielball der CCCP geworden. All das waren durch nicht bewiesene oder abzuleitende Mutmaßungen
Ein neutrales Deutschland war für Adenauer ein schwaches Deutschland, widersprach allem, was Adenauer seit dem Kaiserreich in seinem Land erlebt hat. Für Adenauer hieß es: wir müssen nur die Nazis aus dem Staat entfernen (so gut wie es geht) und dann wird sich Deutschland wieder zu alter Stärke und Einfluss emporschwingen, und wenn es nur die Hälfte ist.

Adenauer betrieb eine Politik der Stärke, was gegenüber einem vermeindlich bösen Gegner außerst gefährlich ist.

Adenauer hätte die deutsche Einheit Anfang der 1900 Fünfziger Jahre haben können, über die Hintergründe wurde bereits ausreichend in einem andseren Thema kontrovers diskutiert.
Wenn einerseits Adenauer die Einheit zu seinen Bedinungen wollte, dann kann man doch einem Anderen es nicht verweigern, die deutsche Einheit zu deren Bedinungen zu wollen.
Dass der Andere, die CCCP die deutsche Einheit WOLLTE, daran besteht doch wohl kein Zweifel, und das in diese Bedinungen dann die Erfahrungen mit der eigenen Geschichte einfließen mussten , 20 Mio Tote, ist doch auch nachvollziehbar.
Ein neutrales Deutschland hätte ja nicht zwangsläufig - so wie Adenauer es sah - ein schwaches Deutschland bedeutet.

Sie machen einen Gedankenfehler zur Furcht Adenauers. Es hätte keine Einheit "zu Bedinungen der DDR" gegeben, die DDR hätte es dann 1954/1955 ? nicht mehr gegeben.

Ich halte Adenauer nicht für einen Segen für unser Land.

Geändert von krasnaja (06.02.2012 um 10:44 Uhr).
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