| TagCloud | | |  | |
29.06.2011, 13:49
|
#1 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Adenauer und der Mauerbau Der Antikommunismus war Richtschnur adenauerscher Politik , wie bei Hitler, was insbesondere bei dem, was WIR uns im Osten geleistet haben, eine besondere Wichtung hat.
Immerhin war es Adenauer, der auf die Generalität seines Vorgängers zurückgriff, um seine Bundeswehr zu schaffen. Immerhin band Adenauer nicht irgendwelche einfache Nazis in sein persönliches Umfeld ein, ein Hans Globke gehörte ebensowenig ins Kanzleramt wie ein Theodor Oberländer als Minister in sein Kabinett.
Und ob Adenauer wirklich kein antisemitische Tendenzen hatte, ist bei seiner öffentlich geäußerten Einlassung „über die Macht der Juden in Amerika, auch heute noch.....“ ruhig mal bei yout tube dieses Video ansehen, für mich nicht entschieden.
Die Bundesrepublik und das war die Politik Adenauers , hat immer das gerade noch Erreichbare auf der Jagd nach dem schon Unerrreichbaren versäumt, Sie hätte 1952/1955 die Wiedervereinigung haben können, allerdings nur in den Grenzen von 1945 und unter dem Preis des Bündnisverzichts. Sie zog das Westbündnis vor, von dem sich Adenauer eine spätere Wiedervereinigung in den Grenzen von 1937 versprach und den nachträglichen Triumpf über Russland.
Sie hätte eine Wiedervereinigung in Form einer Konföderation mit der DDR haben können um den Preis eines Verzichtes auf Atomwaffen und der Mitarbeit in einem damaligen europäischen Sicherheitssystem . Atomwaffen, die Adenauer einforderte aber nicht bekam..
Adenauer zog es vor, sich querzulegen, zerstritt sich damals mit dem Westen ohne die Sovjetunion zu versöhnen.
Was sollten die Westmächte von einem Land halten, das gerade einmal 10 Jahre zuvor unter allergrößten Opfern niedergerungen war und dessen Kanzler nun Atromwaffen forderte ?
„Als einziger Staat in Europa benahm sich die Bundesrepublik Adenauers so, als stünde der Krieg vor der Tür. Sie setzte den Krieg ständig ins außenpolitische Kalkül ein und richtete sich mit ungeheuren Kosten auf die Abwehr eines Angriffes ein, mit dem niemand sie bedroht.
Als einziger europäischer Staat tat sie zugleich ihr Bestes, um die Athmosphäre der Spannung , eine Vorkriegsathmosphäre zu schaffen und zu erhalten“
Das war Adenauer und seine Entourage
War es nicht Adenauer, der als Antwort auf den Mauerbau 1961 von den USA den selektiven Einsatz von Atombomben gegen die Sovjetunion forderte ?
Geändert von krasnaja (29.06.2011 um 13:53 Uhr).
|
| |
29.06.2011, 14:01
|
#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Deutschland
Beiträge: 5.830
| Zitat:
Zitat von krasnaja Der Antikommunismus war Richtschnur adenauerscher Politik , wie bei Hitler, was insbesondere bei dem, was WIR uns im Osten geleistet haben, eine besondere Wichtung hat. | Adenauer mit Hitler in eine Reihe zu stellen in auch nur irgendwas ist blödsinnig. Zitat:
Zitat von krasnaja Immerhin war es Adenauer, der auf die Generalität seines Vorgängers zurückgriff, um seine Bundeswehr zu schaffen. Immerhin band Adenauer nicht irgendwelche einfache Nazis in sein persönliches Umfeld ein, ein Hans Globke gehörte ebensowenig ins Kanzleramt wie ein Theodor Oberländer als Minister in sein Kabinett.
Und ob Adenauer wirklich kein antisemitische Tendenzen hatte, ist bei seiner öffentlich geäußerten Einlassung „über die Macht der Juden in Amerika, auch heute noch.....“ ruhig mal bei yout tube dieses Video ansehen, für mich nicht entschieden. | Alter Kader kamen vielfältig in neue Positionen, es gab keine anderen; trotzdem ein Kapitel mit dem man sich noch viel beschäftigen sollte. Zitat:
Zitat von krasnaja Die Bundesrepublik und das war die Politik Adenauers , hat immer das gerade noch Erreichbare auf der Jagd nach dem schon Unerrreichbaren versäumt, Sie hätte 1952/1955 die Wiedervereinigung haben können, allerdings nur in den Grenzen von 1945 und unter dem Preis des Bündnisverzichts. Sie zog das Westbündnis vor, von dem sich Adenauer eine spätere Wiedervereinigung in den Grenzen von 1937 versprach und den nachträglichen Triumpf über Russland. | Sie zog wohl das Bündniss vor, was zunächst dem eigenen Machtbereich mehr Vorteile brachte. Zitat:
Zitat von krasnaja Sie hätte eine Wiedervereinigung in Form einer Konföderation mit der DDR haben können um den Preis eines Verzichtes auf Atomwaffen und der Mitarbeit in einem damaligen europäischen Sicherheitssystem . Atomwaffen, die Adenauer einforderte aber nicht bekam.. | Konförderation mit einer Diktatur und fehlerhaften Ideologie, nicht gerade rosig, vor allem wäre das einem Unterordnen gleichgekommen.
Bei aller Kritik, die man sicher an Adenauer auslassen kann, solltest Du nicht völlig die Maßstäbe durcheinanderbringen.
__________________ Nette Begegnungen und viele Grüße "Vergessen scheint, dass die europäische Integration uns sechzig Jahre lang Frieden beschert hat; dass der europäische Wirtschaftsraum zu einem der wohlhabendsten und größten der Welt herangewachsen ist; dass hier so viel Menschen in Freiheit leben können wie noch nie zuvor."
~ K. Polke-Majewski |
| |
29.06.2011, 14:56
|
#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Liebe Krasnaja,
ich war und bin nie ein Freund Adenauers gewesen, aber so schlecht wie Du Adenauer siehst, sehe ich ihn als ehemaliger Sozialdemokrat nicht. Natürlich hat er Nazis in die Verwaltung geholt, weil alle führenden Köpfe des Beamtenapparates Nazis gewesen waren, von Globke bis Kissinger. Die Nazizeit hat er im Kloster Maria Lach verbracht, das war kein Kampf gegen die Nazis wie bei Willy Brandt, er hat sie aber auch nicht unterstützt.
Du schreibst, dass es keine Bedrohung aus dem Osten gegeben habe, dass halte ich für eine Mär. Die Hälfte meiner Verwandtschaft lebt in Ostdeutschland, die haben mir etwas ganz anderes erzählt. Wenn es bei der Kuba-Krise zum atomaren Konflikt gekommen wäre, dann wäre von Deutschland (egal ob Ost oder West) nicht viel übriggeblieben.
Der Stalin-Plan zur Neutralisierung von Deutschland war deshalb schon unglaubwürdig, wenn man bedenkt, was er 1948 mit der CSR gemacht hatte.
Fazit: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er gleich die Wahrheit spricht. 
__________________
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu. Rettet das Forum
Geändert von dieter (30.06.2011 um 09:56 Uhr).
|
| |
29.06.2011, 20:27
|
#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 19.11.2010 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.032
| Zitat:
Zitat von krasnaja
Die Bundesrepublik und das war die Politik Adenauers , hat immer das gerade noch Erreichbare auf der Jagd nach dem schon Unerrreichbaren versäumt, Sie hätte 1952/1955 die Wiedervereinigung haben können, allerdings nur in den Grenzen von 1945 und unter dem Preis des Bündnisverzichts. Sie zog das Westbündnis vor, von dem sich Adenauer eine spätere Wiedervereinigung in den Grenzen von 1937 versprach und den nachträglichen Triumpf über Russland.
Sie hätte eine Wiedervereinigung in Form einer Konföderation mit der DDR haben können um den Preis eines Verzichtes auf Atomwaffen und der Mitarbeit in einem damaligen europäischen Sicherheitssystem . Atomwaffen, die Adenauer einforderte aber nicht bekam..
? | Die Frage ist doch, ob Stalin 1952 es ehrlich mit seinem Angebot zur Wiedervereinigung Deutschlands meinte. Berija, der nach Stalins Tod diese Deutschland-Politik durchzusetzen versuchte, scheiterte daran und wurde auch deswegen von Chruschtschow gestürzt. Chruschtschow lehnte eine Entlassung der DDR aus dem sowjetischen Machtbereich vehement ab, er befürchtete Vorbildfunktionen für die anderen osteuropäischen Staaten. Deshalb bin ich mir sicher, dass Stalin 1952 geblufft hat. Er wollte sicher nur die deutsche Reaktion auf dieses Angebot testen. |
| |
29.06.2011, 20:48
|
#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 02.06.2011
Beiträge: 405
| Zitat:
Zitat von Sansavoir Deshalb bin ich mir sicher, dass Stalin 1952 geblufft hat. Er wollte sicher nur die deutsche Reaktion auf dieses Angebot testen. | Ich halte es eher für einen Propagandatrick. Dass ausgerechnet Adenauer, der sich die Einreihung in den Westen ja quasi auf die Fahnen geschrieben hat, darauf wirklich eingehen könnte, kann Stalin sich ja wohl kaum auch nur ansatzweise eingebildet haben. Stalins Intention war vermutlich genau das, was er hier im Anfangspost erreicht hat: Die BRD unter Adenauer als großen Vereinigungsfeind darzustellen. |
| |
29.06.2011, 23:24
|
#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 19.11.2010 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.032
| Zitat:
Zitat von ajr Ich halte es eher für einen Propagandatrick. Dass ausgerechnet Adenauer, der sich die Einreihung in den Westen ja quasi auf die Fahnen geschrieben hat, darauf wirklich eingehen könnte, kann Stalin sich ja wohl kaum auch nur ansatzweise eingebildet haben. Stalins Intention war vermutlich genau das, was er hier im Anfangspost erreicht hat: Die BRD unter Adenauer als großen Vereinigungsfeind darzustellen. | Auf alle Fälle war Stalins Angebot nicht ehrlich gemeint. Dein Ansatz klingt plausibel, Stalin hätte demnach eine - leider bis heute andauernde - Diffamierung Adenauers als Feind der deutschen Einheit erreicht. |
| |
30.06.2011, 00:02
|
#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 02.06.2011
Beiträge: 405
| Zitat: |
Der Antikommunismus war Richtschnur adenauerscher Politik , wie bei Hitler, was insbesondere bei dem, was WIR uns im Osten geleistet haben, eine besondere Wichtung hat.
| Ich halte es für sehr gewagt, den Antikommunismus Adenauers zu kritisieren, nur weil Hitler auch Antikommunist war.
Bei der Meinung über den Kommunismus sollte man sich nicht einfach nach dem (mehr oder weniger, er war ja Österreicher) Landsmann richten, der im Osten Verbrechen veranlasst hat und dann einfach blind der anderen Meinung zu sein.
Um Antikommunist zu sein, reicht es schon, wenn man sich anschaut, was sich die Kommunisten selber im Osten geleistet haben. |
| |
30.06.2011, 00:58
|
#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 19.11.2010 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.032
| Zitat:
Zitat von krasnaja Der Antikommunismus war Richtschnur adenauerscher Politik , wie bei Hitler, was insbesondere bei dem, was WIR uns im Osten geleistet haben, eine besondere Wichtung hat. | Also WIR haben uns gar nichts im Osten geleistet. Das ist Pauschalisierung. Wenn, dann: Wehrmacht, SS, Waffen-SS, Polizei usw. WIR würde bedeuten, dass Bonhoeffer, Geschwister Scholl und viele andere mit in diesem Topf geworfen werden.
Adenauer selbst hatte nichts mit dem Nazionalsozialismus am Hut. Nur weil Hitler Antikommunist war, ist dies kein Grund, dem Regime Stalins zu huldigen. Auch Kurt Schumacher war Antikommunist, Herbert Wehner wurde es nach seinen Erlebnissen im Moskau der 1930-er Jahre. Adenauers antikommunistische Haltung war nichts Besonderes in der Bundesrepublik der 1950-er Jahre, er befand sich damit im Konsens zu vielen Politikern, unabhängig von deren Parteizugehörigkeit. |
| |
30.06.2011, 01:02
|
#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Österreich hat die Stalin - Note angenommen und wurde, zum Preis der Neutralität, wieder souverän.
__________________
objects in the rear view mirror may appear closer than they are
|
| |
30.06.2011, 01:17
|
#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 12.11.2010 Ort: Hessen, Hinterland
Beiträge: 800
| Zitat:
Zitat von Triton Österreich hat die Stalin - Note angenommen und wurde, zum Preis der Neutralität, wieder souverän. | Die bedeutung zwischen Deutschland und Östereich war seid 1918 aber eine gewaltige. |
| |  | |
Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch) Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.1.0
Forum style by ForumMonkeys.com.
| |